Flockenblume: Pflanzen, Pflege, Schnitt & Düngen

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Die Flockenblume mit ihrem Wildstaudencharakter passt sehr schön in naturnahe Gärten. Besonders robust und gut wüchsig, verbreitet sie sich selbst und braucht wenig Pflege.

Wird die Flockenblume nach ihrer Blüte zurückgeschnitten, blüht sie in etwa vier Wochen nochmals. Zahlreiche Insekten und Schmetterlinge fliegen auf diese Blume. Alles zur richtigen Pflege.

Gattung und Verbreitung

Die Gattung Flockenblume (botanisch Centaurea) zählt zur großen Familie der Korbblütler und umfasst etwa 500 Arten. Die meisten Arten zählen zu den Stauden, aber auch ein- und zweijährige sind dabei. Während die Wildformen in Blau bis Violett blühen, gibt es Züchtungen in Weiß, Rosa und sogar in Gelb. Die Flockenblumen in unseren Gärten zählen in der Regel zu den Berg-Flockenblumen. Eine bekannte Flockenblumen-Art ist die Kornblume.

Verbreitet sind sie überwiegend in Europa, im Mittelmeerraum und in Vorderasien. Die Berg-Flockenblumen dagegen kommen in den Bergregionen Mittel- und Südeuropas vor. Dort wachsen sie unter lichten Gehölzen und an Waldrändern. Sie kam schon im 16. Jahrhundert in unsere Gärten und ist vor allem in Bauerngärten und naturnahen Gärten eine beliebte Zierpflanze.

Kleine Herkunftsgeschichte: Angeblich soll der Centaur Chiron die Heilkräfte dieser Pflanze entdeckt haben. Aus Dankbarkeit erhielt sie den Namen Centaurea. Die deutsche Bezeichnung Flockenblume erhielt sie, da die jungen Flockenblumen weiße Flockenhaare haben.

Video: Wespen auf Berg Flockenblume, August2014

Standort und Boden

Flockenblumen bevorzugen einen sonnigen bis voll sonnigen Platz, an dem sie sich verbreiten können. Berg-Flockenblumen vertragen auch leichten Schatten. Die meisten Sorten sind mehrjährig, winterhart und durch ihre Ausläufer bilden sie mit der Zeit größere Bestände.

Zu dieser Art zählen auch die Berg-Flockenblume, die Riesen-Flockenblume und die Zwerg-Flockenblume, die für Steingärten geeignet ist. Im Gegensatz dazu ist die bekannte Kornblume nur einjährig. In naturnahen Gärten kommt der fast wilde Charakter der Flockenblume am besten in gemischten Beeten oder an sonnigen Gehölzrändern zur Wirkung. Höhere Sorten und Pflanzen an windigen Standorten brauchen eine Stütze.

Ist der Boden durchlässig, locker, humos und nährstoffreich, zeigt sich die Flockenblume in ihrer ganzen Blütenpracht. Leichter Kalkgehalt und leichte Bodenfeuchte ohne Staunässe werden ebenfalls toleriert.

Die Gattung Flockenblume (botanisch Centaurea) zählt zur großen Familie der Korbblütler und umfasst etwa 500 Arten.

Die Gattung Flockenblume (botanisch Centaurea) zählt zur großen Familie der Korbblütler und umfasst etwa 500 Arten.(#01)

Gießen und düngen

Die Flockenblume liebt einen leicht feuchten Boden, er sollte daher nie ganz austrocknen. Während Trockenperioden kontrollieren und regelmäßig gießen.

Vorsicht: Nur im Wurzelbereich gießen, damit die Blüten nicht verletzt werden! Staunässe vermeiden.

Flockenblumen brauchen reichlich Nährstoffe, damit sie den Sommer über üppig blühen. Bestehende Pflanzungen erhalten etwa Anfang Mai die erste Düngergabe mit einem hochwertigen Blumendünger. Danach wird bis zum Ende der Blütezeit alle vier Wochen leicht nachgedüngt.

Bei Neupflanzungen erfolgt die erste Düngung nach vier Wochen und dann ebenfalls in vierwöchigem Abstand. Wird die Flockenblume im Topf gezogen, bekommt sie 14-tägig eine Gabe Flüssigdünger.

Kurz zusammengefasst:

  • Sonniger bis vollsonniger Standort mit Platz zum sich verbreiten.
  • Schön in naturnahen Gärten im Beet oder an sonnigen Gehölzrändern.
  • Höhere Sorten und Pflanzen an windigen Standorten abstützen.
  • Durchlässiger, lockerer und nährstoffreicher Boden.
  • Leichte Bodenfeuchte ohne Staunässe.
  • Regelmäßig gießen, Boden nicht austrocknen lassen.
  • Bis Ende der Blütezeit alle vier Wochen düngen.
Flockenblumen können im Frühjahr ausgesät, als Pflanze gekauft oder geteilt werden. Für Neupflanzungen bietet die Bio-Gärtnerei Allgäustauden eine schöne Auswahl an Flockenblumen in verschiedenen Blütenfarben an.

Flockenblumen können im Frühjahr ausgesät, als Pflanze gekauft oder geteilt werden. Für Neupflanzungen bietet die Bio-Gärtnerei Allgäustauden eine schöne Auswahl an Flockenblumen in verschiedenen Blütenfarben an.(#02)

Pflanzen und vermehren

Flockenblumen können im Frühjahr ausgesät, als Pflanze gekauft oder geteilt werden. Für Neupflanzungen bietet die Bio-Gärtnerei Allgäustauden eine schöne Auswahl an Flockenblumen in verschiedenen Blütenfarben an.

Ausgesät wird Ende Februar bis Anfang März in Schalen mit Anzuchterde. Sobald die Sämlinge zwei kleine Blattpaare haben, werden sie in einzelne Töpfe pikiert. Nach den Eisheiligen kann man die kleinen Flockenblumen auspflanzen. Vor dem Pflanzen die Erde auflockern und etwas Kompost oder Dünger einarbeiten. Danach die Pflänzchen mit einem Abstand von etwa 40 cm in ein entsprechend großes Pflanzloch setzen, die Erde gut andrücken und vorsichtig wässern. Bei gekauften Pflanzen ebenso vorgehen.

Die meisten Sorten der Flockenblume säen sich selbst aus, wenn die Samenstände nicht abgeschnitten werden. Auch durch Wurzelausläufer vermehren sie sich. Bei älteren Exemplaren wird im Herbst oder Frühjahr der Wurzelballen geteilt. Dazu nimmt man die Pflanze vorsichtig mit der Grabgabel oder dem Spaten aus der Erde und schneidet mit einem scharfen Messer Teilstücke ab. Diese werden dann an den vorgesehenen Stellen eingesetzt.

Die Flockenblume liebt einen leicht feuchten Boden, er sollte daher nie ganz austrocknen.

Die Flockenblume liebt einen leicht feuchten Boden, er sollte daher nie ganz austrocknen.(#03)

Pflege

Die Flockenblume ist robust und pflegeleicht. Neben regelmäßigem Gießen und Düngen beschränkt sich die Pflege auf das Entfernen verwelkter Blüten und anderer welker Pflanzenteile. Dies fördert die Neubildung von weiteren Blüten. Soll sich die Flockenblume dagegen aussäen, lässt man ein paar Blüten stehen. Bei Bedarf die Pflanzen abstützen.

Schneiden

Wird die Flockenblume nach ihrer Blüte bodennah zurückgeschnitten, dankt sie es mit einer zweiten Blüte im Spätsommer. Der Winterschnitt erfolgt dann im Spätherbst. Dabei wird bis auf etwa 10 cm zurückgeschnitten. Die Flockenblume ist winterhart und braucht nur in extrem kalten Regionen einen leichten Winterschutz.

Aussehen

Flockenblumen sind krautige Pflanzen, die leicht buschig wachsen. Die Laubfarbe variiert zwischen grün und silbrig-grau. Je nach Sorte blühen Flockenblumen zwischen Mai und Oktober, dabei reicht die Blütenfarbe von violett, blau, weiß, rosa bis zu gelb.

Mit ihren Blüten leicht an Disteln erinnernd, erreicht die Flockenblume je nach Sorte Höhen von 20-150 cm. So findet man für jeden Garten die passende Pflanze. Geschätzt wird die Flockenblume nicht nur wegen ihrer natürlichen Ausstrahlung, sie ist auch eine wertvolle Bienenweide.

Video: Berg Flockenblume Heilpflanze

Verwendung

Flockenblumen sind attraktive und pflegeleichte Stauden, die in naturnahen Beeten mit ihren grau-grünen Blättern einen interessanten Kontrast zu anderen Stauden bilden. Je nach Blütenfarbe und Blütezeit ergeben sich schöne Kombinationen, etwa frühen Zwiebelblumen, mit der Akelei, dem Steppensalbei, Storchschnabel, der großen Iris, Sonnenhut, Schafgarbe, Lupinen oder sommerlichen Zwiebelblumen.

Flockenblumen eignen sich auch sehr gut als Schnittblumen für die Vase, da sie lange halten. Tipp: Morgens vor dem Aufblühen schneiden.

Sorten

Einfache Flockenblumen

  • Flockenblume Centaurea dealbata, in den Farben rosa, purpur, weiß, blau, Höhe 45-60 cm. Blüht von Juni-Juli, nach Schnitt nochmals im Herbst. Winterhart, mehrjährig.
  • Riesen-Flockenblume Centaurea macrocephala, gelbe Blüte, Höhe 90-150 cm. Blüht von Juli bis September. Winterhart, mehrjährig.
  • Flockenblume Major, blüht auf hellbraunem Körbchen violett-rosa, Höhe 70-80 cm, blüht von Juni-August. Winterhart, mehrjährig.
  • Silber-Flockenblume, rosa Blüte von Juni-August, polsterartiger Wuchs, Höhe 20 cm. Winterhart, mehrjährig.
  • Flockenblume Centaurea cyanus, blüht in Hell- und Tiefblau, Rosa und Rot, Höhe 30-90 cm. Blüht von Juni bis September. Einjährig.
Riesen-Flockenblume Centaurea macrocephala, gelbe Blüte, Höhe 90-150 cm. Blüht von Juli bis September. Winterhart, mehrjährig.

Riesen-Flockenblume Centaurea macrocephala, gelbe Blüte, Höhe 90-150 cm. Blüht von Juli bis September. Winterhart, mehrjährig. (#04)

Berg-Flockenblumen

  • Centaurea montana Grandiflora, sieht der Kornblume ähnlich, besonders große Blüten in klarem Blau, Höhe 40 cm. Blüht von Mai-Juni, nach Rückschnitt nochmals im September. Sät sich selbst aus, winterhart, mehrjährig. Erhältlich bei Allgäustauden.
  • Centaurea montana Amethhyst in Snow, Farbe weiß mit violetter Mitte, Höhe 40 cm, duftet nach Aprikosen. Blüht von Mai-Juli, nach Rückschnitt nochmals im Herbst. Winterhart, mehrjährig. Erhältlich bei Allgäustauden.
  • Centaurea montana Alba, blüht in Reinweiß, Höhe 40 cm, blüht von Mai-Juli, nach Rückschnitt nochmals im Herbst. Winterhart, mehrjährig.
  • Centaurea montana Carnea, blüht lachsfarben, leichter Duft, Höhe 40 cm, blüht von Mai-Juli, nach Rückschnitt nochmals im September. Winterhart, mehrjährig. Erhältlich bei Allgäustauden.
  • Centaurea montana Purple Prose, edle Blütenform in Purpurviolett, Höhe 40 cm, blüht von Mai-Juli, nach Rückschnitt nochmals im September. Winterhart, mehrjährig. Erhältlich bei Allgäustauden.
  • Centaurea montana Gold Bullion, violett-blaue Blüte, Besonderheit: gelbgrünes Laub, Höhe 70-100 cm, blüht von Juni-August. Winterhart, mehrjährig.
Flockenblume Centaurea cyanus, blüht in Hell- und Tiefblau, Rosa und Rot, Höhe 30-90 cm. Blüht von Juni bis September. Einjährig.

Flockenblume Centaurea cyanus, blüht in Hell- und Tiefblau, Rosa und Rot, Höhe 30-90 cm. Blüht von Juni bis September. Einjährig.(#05)

Krankheiten und Schädlinge

Generell sind Flockenblumen robust gegenüber Schädlingen und Krankheiten. Doch in regenreichen Sommern können sie von Mehltau befallen werden. Dann die ganze Pflanze bodennah abschneiden, sie treibt wieder aus. An Schädlingen treten ab und zu Blattläuse auf.


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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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