Garten anlegen: Pflegeleichter Garten mit den richtigen Pflanzen

0

Garten anlegen: Pflegeleichter Garten mit den richtigen Pflanzen: Ein pflegeleichter Garten muss nicht eintönig sein. Tipps und Ideen.

Garten anlegen: Was beachten?

In unserem Gartenblog „Garten anlegen: Pflegeleichter Garten mit den richtigen Pflanzen“ gibt Ihnen unser Gartenexperte Gestaltungstipps und Ideen, wie Ihr Garten pflegeleicht wird, ohne langweilig zu wirken. Ein kleiner Ratgeber, der Ihnen beim Anlegen helfen soll, die idealen Pflanzen zu finden und dass aus Ihrem Garten ein Ort der Erholung wird. Einen Garten neu anlegen ist meist einfacher, als einen bestehenden zu verändern. Das gesamte Grundstück kann geplant werden, was wo hinkommt. Doch häufig müssen Abstriche gemacht werden, wenn der Garten pflegeleicht sein soll, denn üppige Prachtbeete und gepflegter Rasen bedeuten auch Arbeit. Ideen und Tipps aus dem Internet oder aus Büchern erleichtern dabei die Gestaltung.

Beim Anlegen von Wegen und Terrasse sollte ein pflegeleichter Belag gewählt werden. Pflastern oder mit Platten belegen? Glatte Platten lassen sich fugenlos verlegen und sind leicht zu reinigen, zwischen den Pflastern hingegen wachsen oft Unkräuter. Zum Rasen hin sind Wegeinfassungen aus schönen Natursteinen ideal. Sie ersparen das Kantenabstechen und verhindern, dass Samenunkräuter keimen. Auch pflegeleichte Gartenmöbel sind ein wichtiger Faktor bei der Planung. Bei pflegeleichten Beeten denken viele an Kies- oder Schotterbeete. Diese sind ökologisch wertlos und sehen meist trist aus. Mit einer gezielten Pflanzenauswahl lässt sich jedoch ein attraktiver, pflegeleichter Garten anlegen.

Mit den richtigen Pflanzen ist das Garten anlegen ganz einfach und unkompliziert.

Mit den richtigen Pflanzen ist das Garten anlegen ganz einfach und unkompliziert.

Garten anlegen: Pflegeleichter Garten mit den richtigen Pflanzen: Welche Pflanzen eignen sich?

Heckenschneiden bedeutet Arbeit, daher bieten sich beim Anlegen der Grundstückseinfassung Ziergehölze an. Sie müssen wenig oder gar nicht zurückgeschnitten werden. Dazu gehören Zaubernuss, Schneeball, Blumenhartriegel, Weigelie oder auch Wildrosen. Diese Gehölze sind auch ein zusätzliches Nahrungsangebot für Bienen, Insekten und viele Vögel. Rhododenron und Azalee eignen sich beim Anlegen von größeren Freiflächen, sie werden nur aus optischen Gründen geschnitten. Blühende Bodendecker wie Storchschnabel, Edelraute, Waldmeister oder Elfenblume unter den Gehölzen bringen zusätzlich Farbe und bedecken die kahle Erde. Bambus macht ebenfalls wenig Arbeit, er sollte jedoch eine Rhizomsperre bekommen, damit er sich nicht im ganzen Garten ausbreitet.

Statt einem gepflegten Rasen, der regelmäßig gemäht, gedüngt und vertikutiert werden muss, empfiehlt unser Ratgeber das Anlegen einer Wildblumenwiese. Diese wird nur im Juli gemäht, dabei säen sich die Wildblumen dann selber für das nächste Jahr aus. Außerdem bietet sie Insekten, Käfern und anderen Tieren Nahrung. Für das Anlegen von pflegeleichten Staudenbeeten eignen sich am besten robuste, einheimische und mehrjährige Stauden. Dabei sollte auch auf den Standort, Sonne oder Schatten, geachtet werden. Für sonnige Beete bieten sich zum Beispiel an:

  • Sonnenhut weiß, gelb, rosa
  • Glockenblumen
  • Herbstastern
  • Taglilien
  • Phlox
  • Fetthenne
  • Lichtnelke

Für den Schatten eignen sich etwa:

  • Funkien, verschiedene Arten
  • Tafelblatt
  • Schnee-Hainsimse und Gräser

Aus meiner „Silber Mischung“ wählte ich fünf attraktive Blühtstauden aus, die pflegeleicht sind und reizvoll aussehen. Dazu Informationen und Gestaltungstipps.

Ganz gezielt wurden diese pflegeleichten Blühstauden von mir ausgewählt. Die Bepflanzung kann mit Gräsern, Blattstauden und Gehölzen ergänzt werden, sodass sich ein abwechslungsreiches Gesamtbild ergibt.

Die Taglilie Hemerocallis hybrida: Eine tolle Pflanze, wenn Sie Ihren Garten anlegen.

Die Taglilie Hemerocallis hybrida: Eine tolle Pflanze, wenn Sie Ihren Garten anlegen.

Taglilie: Ein eleganter Traum in Weiß

Ein besonderes Flair bringt die Taglilie „Gentle Shephard“ (Hemerocallis cult.) mit ihren großen, kelchförmigen weißen Blüten und den schmalen, dunkelgrünen Blättern in den Garten. Der Blütenschlund zeigt sich gelblich-grün. Die Lilie erreicht eine Höhe von 60 cm, wobei die langen Stängel mit den Blüten über dem Laub stehen. Beeindruckend ist die lange Blütezeit dieser Taglilie, die von Juni bis in den September reicht. Sie ist pflegeleicht, anspruchslos, mehrjährig und damit die ideale Pflanze für Hobbygärtner mit wenig Erfahrung oder solche, die Wert auf unkomplizierte Stauden legen. Einzeln und in Gruppen gepflanzt, wirkt die Taglilie auf Freiflächen und im Staudenbeet besonders reizvoll. Eine harmonische Ergänzung sind Lichtnelke, Ziest und weiße Fetthenne.

Die Taglilie liebt einen sonnigen Standort, damit sich die Blüten zahlreich entwickeln können. Der Boden sollte normal nährstoffreich und gut durchlässig sein. Staunässe lässt die Wurzeln faulen. Sie ist winterhart und bevorzugt für lange Zeit denselben Standort. Die Staude wächst horstig und manchmal leicht bogig überhängend, die Stängel mit den Blüten stehen jedoch aufrecht.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Früher Austrieb, daher zeitig im Frühjahr düngen.
  • An trockenen Tagen gut gießen, keine Staunässe.
  • Das Laub vergilbt im Herbst und kann dann zurück geschnitten werden.
  • Vermehrung durch Teilung des Wurzelstockes.
Die orchideenartigen Blüten der Schwertlilie (Iris sibirica) sind eine tolle Möglichkeit Ihren Garten anzulegen.

Die orchideenartigen Blüten der Schwertlilie (Iris sibirica) sind eine tolle Möglichkeit Ihren Garten anzulegen.

Schwertlilie: Attraktive, weiße orchideenartige Blüten

Die Schwertlilie „Snow Queen“ (Iris sibirica) bezaubert mit ihren weißen, im Inneren gelben, orchideenartigen Blüten, die von Mai bis Juni erscheinen. Diese bilden einen hervorragenden Kontrast zu den blaugrünen, schilfartigen Blättern. Die Schwertlilie wird etwa 80 cm hoch, wobei die Blütenstängel über dem Blättern stehen. Ihr Wuchs ist aufrecht horstig mit dicken Rhizomen. Ob einzeln oder in Gruppen bis zu drei Pflanzen, die dekorative Schmuckstaude überzeugt im Beet, an Teichrändern und auf Freiflächen. Eine harmonische Ergänzung im Beet bilden der Ziest mit seinem weißfilzigen Laub und Salbei. Die Schwertlilie „Snow Queen“ ist auch eine schöne Schnittpflanze für Blumensträuße und eine gute Bienenweide.

An einem sonnigen bis halbschattigen Standort in durchlässigem, humosem und eher trockenem Boden fühlt sich die Schwertlilie am wohlsten. Sie ist mehrjährig, winterhart und braucht wenig Pflege. Die ideale Pflanzzeit ist im Herbst, wobei trotz Winterhärte im ersten Jahr ein leichter Schutz ratsam ist.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Vor dem Austrieb im Frühjahr düngen.
  • Regelmäßig gießen, Erde zwischendurch abtrocknen lassen.
  • Die Stängel mit den verwelkten Blüten bodennah abschneiden.
  • Die Blätter können im Herbst oder Frühjahr zurück geschnitten werden.
  • Die Pflanze alle 2-3 Jahre teilen, damit wird die Blühkraft gefördert.
  • Zur Teilung bzw. Vermehrung die Rhizome ausgraben und Teile vorsichtig abtrennen und wieder einpflanzen.
Garten anlegen: Die Fetthenne (Sedum spectabile) ergänzt Ihre Gartenbepflanzung ideal.

Garten anlegen: Die Fetthenne (Sedum spectabile) ergänzt Ihre Gartenbepflanzung ideal.

Fetthenne: Dekorative, strahlend weiße Blüten

Die prächtige Fetthenne „Star Dust“ (Sedum spectabile) fällt mit ihren strahlend weißen Blütendolden, die aus zahlreichen kleinen Blütensternen bestehen, in jedem Garten auf. Sie sitzen über dem fleischigen, grünen Laub und ziehen wie magisch Schmetterlinge und Bienen an. Die Blütezeit dauert von August bis Oktober. Die etwa 40 cm hohe Fetthenne wächst horstbildend und passt sehr gut in Staudenbeete, aber auch als kleine Gruppe mit 3-4 Pflanzen auf Freigelände. Ebenso attraktiv wirkt sie in großen Pflanzgefäßen etwa mit dem weißfilzigen Ziest als Unterpflanzung.

Als Standort liebt die Fetthenne einen sonnigen Platz in gut durchlässigem, normalem Gartenboden. Da sie wie alle Sedumarten das Wasser in ihren Blättern speichert, muss nur wenig gegossen werden. Die ideale Pflanzzeit ist im Frühjahr, eingetopfte Exemplare können jederzeit bei offenem Boden gepflanzt werden. Die Fetthenne ist mehrjährig und winterhart. Als Strukturpflanze wirkt sie im Winterbeet besonders interessant und kann daher auch erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Im Frühjahr beim Austrieb mäßig düngen.
  • Vorsichtig gießen, geringer Wasserbedarf, da Wasser in den Blättern gespeichert wird. Nur in langen Trockenperioden mehr gießen.
  • Schöne Strukturpflanze im Winterbeet.
  • Bodennaher Rückschnitt im Herbst oder Frühjahr.
  • Vermehrung durch Teilung der Pflanze.
Der "Silberteppich" Stachys byzantina bildet einen tollen Bodendecker: Garten anlegen leicht gemacht.

Der „Silberteppich“ Stachys byzantina bildet einen tollen Bodendecker: Garten anlegen leicht gemacht.

Ziest: Attraktiv als Bodendecker und Unterpflanzung

Der Ziest „Silver Carpet“ (Stachys byzantina) beeindruckt durch sein weißfilziges, je nach Lichteinstrahlung auch silbrig schimmerndes Laub. Rasch bildet er einen geschlossenen Teppich, wird etwa 20 cm hoch und eignet sich daher bestens als Bodendecker, in Steingärten, als Rand- oder Unterpflanzung in Beeten und großen Pflanzgefäßen. Da der Ziest nur selten seine einfachen, rosavioletten Blüten zeigt, ist das wintergrüne Blattwerk das ganze Jahr über ein schöner Blickfang. Passende Pflanzpartner sind Rosen, niedere Herbstastern, Fetthenne, Storchschnabel, Gräser und viele andere Stauden. Zahlreiche Insekten lieben den Ziest als Futterstaude und mancher Winterschläfer findet in den dichten Polstern Unterschlupf.

An einem vollsonnigen Standort fühlt sich der Ziest am wohlsten. Der Boden sollte gut durchlässig, eher nährstoffarm und leicht trocken sein. Staunässe vermeiden! Er ist mehrjährig, sehr genügsam und winterhart. Ideal ist der Ziest für Hobbygärtner, die wenig Zeit investieren möchten und pflegeleichte, attraktive Pflanzen schätzen. Sein Wuchs ist kriechend und er bildet Ausläufer, die sich zur Vermehrung eignen.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Im Frühjahr nur wenig düngen.
  • Mäßig gießen, Boden zwischendurch abtrocknen lassen. Keine Staunässe!
  • Das Laub ist wintergrün und muss nicht zurückgeschnitten werden. Eventuelle welke oder beschädigte Blätter herausschneiden.
  • Pflanzzeit ganzjährig bei offenem Boden.
  • Bildet rasch ganze Teppiche.
  • Vermehrung, wenn nötig, durch Ausläufer.
Wenn Sie Ihren Garten anlegen, darf die Lichtnelke Lychnis coronaria nicht fehlen.

Wenn Sie Ihren Garten anlegen, darf die Lichtnelke Lychnis coronaria nicht fehlen.

Lichtnelke: Dekorative Staude mit silbergrauem Blattwerk

Die Lichtnelke „Alba“ (Lychnis coronaria) wirkt besonders reizvoll durch den Kontrast der silbergrauen Blätter und Stängel und den Blüten, die von Juli bis August erscheinen. Sie erreicht eine Höhe bis zu 70 cm und ist die ideale Streupflanze für das Staudenbeet. Durch ihren üppigen Blütenflor bringt sie reizvolle Farbtupfer in die sommerlichen Beete. Mit ihrem natürlichen Charme passt die Lichtnelke sehr gut in Bauern- und Naturgärten, wo sie Bienen, Insekten und Schmetterlinge anlockt. Harmonisch ergänzen sich Spornblume, Salbei, Taglilie, Sonnenhut und Gräser mit der Lichtnelke.

Lichtnelken lieben einen sonnigen Standort in nährstoffarmem, gut durchlässigem Boden. Sie sind sehr kurzlebig und werden meist nur 2-3 Jahre alt. Da sie sich jedoch auf offenen Flächen sehr gut selbst aussäen, ist an Nachwuchs selten Mangel. In zu dichten Bepflanzungen klappt die Selbstaussaat selten. Im ersten Jahr bildet sich nur die Blattrosette mit den weißfilzigen Blättern. Erst im zweiten Jahr erscheinen dann die Stängel mit den Blüten.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Im Frühjahr nur mäßig düngen, liebt nährstoffarmen Boden.
  • Regelmäßig gießen, jedoch keine Staunässe.
  • Gute Vermehrung durch Selbstaussaat. Die Samenkapseln können auch abgenommen werden und die Samen in Töpfen gezogen werden.
  • Der Blattrosette im ersten Jahr einen leichten Winterschutz geben.

Bildnachweis: © alle Bilder staudenmix.de

About Author

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

Leave A Reply