Rasenmähen: 10 Tipps und Tricks für eine schöne Grünfläche

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Es ist wieder Frühling und schon sind allerorts die Rasenmäher zu hören. Hier knattert es, dort surrt ein kleiner Mähroboter. Doch eines ist gleich: Die Rasenbesitzer zielen darauf ab, das schönste Grün zu bekommen.

Welcher Rasen wofür?

Sie möchten einen englischen Rasen, der eher einem Golfplatz gleicht? Oder soll es doch lieber eine Spielwiese für die lieben Kleinen werden? Je nach Geschmack und Anforderungen muss der Rasen entsprechend angelegt und gepflegt werden. Damit ist direkt seine Strapazierfähigkeit verknüpft!

Als optimal gilt der Rasen, wenn er eine Länge von rund vier Zentimetern aufweist. Mehr bedeutet, dass auch Unkräuter und andere unerwünschte Pflanzen verstärkt wachsen. Ist der Rasen hingegen zu kurz, kann er in der Trockenzeit rasch verbrennen oder es machen sich Moos und Brennnesseln breit.
Wünschen Sie nur einen Zierrasen, so kann dieser auch auf eine Länge von höchstens drei Zentimetern gekürzt werden, das gilt aber nur dann, wenn Sie den Rasen nicht weiter betreten. Wirklich tragfähig ist dieses minimale Grün nämlich nicht!

Ein Gebrauchsrasen hingegen, auf dem die Kinder auch mit dem Fußball toben können, sollte auf rund fünf Zentimeter gestutzt werden. Das gilt übrigens auch für sogenannte Schattenrasen, die mehr Halmfläche für die Aufnahme von ausreichend Licht benötigen. Sind die Halme aber zu kurz, kann die Fotosynthese nicht mehr stattfinden, der Stoffwechsel der Pflanzen ist gestört und sie gehen im schlimmsten Fall ein. Solche Schattenrasen sind aber nichts für einen Mähroboter, denn dieser ist eher für Zierrasen geeignet.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, Ihren Rasen das ganze Jahr über gut gepflegt zu halten, wobei die Fläche im Winter natürlich ihren verdienten Winterschlaf genießen kann. (#01)

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, Ihren Rasen das ganze Jahr über gut gepflegt zu halten, wobei die Fläche im Winter natürlich ihren verdienten Winterschlaf genießen kann. (#01)

Tipps und Tricks für das Rasenmähen

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, Ihren Rasen das ganze Jahr über gut gepflegt zu halten, wobei die Fläche im Winter natürlich ihren verdienten Winterschlaf genießen kann.

  • Regelmäßig Messer schärfen lassen
    Die meisten Rasenmäher sind als Sichelmäher konstruiert und schlagen das Gras waagerecht ab. Die Schneiden rotieren dafür und müssen sehr scharf sein, damit ein sauberer Schnitt überhaupt möglich ist. Lassen Sie die Messer daher mindestens einmal pro Jahr fachmännisch schärfen, wozu sich der Winter perfekt eignet. Einen guten Anhaltspunkt über den Schärfegrad der Messer bekommen Sie, wenn Sie sich das geschnittene Gras ansehen. Ist dieses an der Schnittkante stark ausgefranst, so sind die Messer zu stumpf.
    Wichtig ist zudem, dass die Drehzahl des Motors hoch genug ist. Nur ein Motor mit hoher Drehzahl kann die Messer schnell genug bewegen, damit sie eine Chance auf gute Arbeit haben.
  • Kurze Mähintervalle einhalten
    Welcher Rasen wie oft gemäht werden sollte, ist abhängig von der Nutzungsart des Grüns. Allgemein gilt, dass ein schöner Rasen einmal in der Woche gemäht werden sollte. Das hält ihn gleichmäßig auf einer Höhe und bewirkt außerdem, dass die Gräser sich besser verzweigen. Damit wird das Gras dichter, die Fläche gleichmäßiger grün. Wächst das Gras besonders schnell, kann das Mähintervall sogar noch kürzer ausfallen. In Mai und Juni kann es daher nötig sein, zweimal in der Woche den Rasenmäher einzusetzen. Allerdings ist die Häufigkeit des Mähens auch davon abhängig, wann das Saatgut aufgebracht worden ist. Ältere Rasenflächen wachsen nicht mehr ganz so schnell, neu angesäte Flächen hingegen können bis zu vier Zentimeter in der Woche erreichen.
Ein Gebrauchsrasen hingegen, auf dem die Kinder auch mit dem Fußball toben können, sollte auf rund fünf Zentimeter gestutzt werden. (#02)

Ein Gebrauchsrasen hingegen, auf dem die Kinder auch mit dem Fußball toben können, sollte auf rund fünf Zentimeter gestutzt werden. (#02)

  • Bitte nicht betreten!
    Ein Rasen darf nur dann betreten werden, wenn er auch gemäht wurde. Treten Sie auf dem Gras herum, ehe Sie dieses mähen, drücken sie die Halme nach unten. Sie richten sich zwar wieder auf, das geschieht allerdings nicht gleichmäßig. Die Folge ist, dass Sie beim späteren Mähen keine gleichmäßige Höhe mehr erreichen werden, die Grasfläche sieht zerfranst und faserig aus.
  • Halten Sie sich an die Ein-Drittel-Regel
    Diese Regel besagt, dass Sie nicht mehr als ein Drittel der Rasenlänge abmähen sollten. Der Grund: Wer mindestens die Hälfte der Rasenhalme abmäht, muss länger warten, bis sich der Trieb erholt und das Gras wieder austreibt. Damit können schnell Lücken im Grün entstehen, vor allem dann, wenn Sie im Hochsommer und bei Trockenheit mähen. Möchten Sie den Rasen also gleichmäßig auf einer Länge von vier Zentimetern halten, sollten Sie spätestens dann mähen, wenn das Gras sechs Zentimeter Länge erreicht hat.
  • Den idealen Mähzeitpunkt erwischen
    Bei lang anhaltenden Trockenperioden sollten Sie den Rasen nicht zu häufig schneiden und ihn stattdessen lieber länger stehen lassen. Das schützt die empfindliche Grasnarbe vor Verbrennungen, von denen sich das Gras im schlimmsten Fall gar nicht wieder erholt. Auch bei Nässe sollten Sie nicht mähen, denn zum einen lässt sich der Rasenmäher nur schwer säubern, wenn er voller klebriger Grasteile ist, zum anderen legen sich die Halme schneller um. Trocknet das Gras dann ab, richten sie sich auf und lassen eher einen Igel als eine gepflegte Grasfläche hier vermuten.
    Lässt die Lichtintensität im Herbst langsam nach, sollten Sie das Gras mindestens einen Zentimeter länger lassen als üblich. Es braucht nun mehr Halmfläche für den Stoffwechsel.
    Mähen Sie nicht in den frühen Morgenstunden, denn hier macht der Tau das Gras nass. Ideal ist die Zeit zwischen dem späten Nachmittag und dem frühen Abend.
    Um einer guten Nachbarschaft willen halten Sie sich an die üblichen Mähzeiten: An Sonn- und Feiertagen dürfen Sie nicht mähen, ansonsten nur zwischen 07:00 Uhr und 20:00 Uhr. Wer dagegen verstößt, riskiert eine Anzeige wegen dieser Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld rechnen.
Vor dem ersten Mähen sollten Sie einen frisch angesäten Rasen auf rund sieben bis acht Zentimeter Länge wachsen lassen. (#03)

Vor dem ersten Mähen sollten Sie einen frisch angesäten Rasen auf rund sieben bis acht Zentimeter Länge wachsen lassen. (#03)

  • Den Rasenmäher geschickt ausnutzen
    Dabei geht es darum, die Schnittbreite des Mähers richtig einzusetzen. Das bringt zum einen den Vorteil, dass Sie schneller fertig sind, zum anderen wird das Schnittbild einheitlicher. Denn die Spuren, die Sie mit dem Rasenmäher zurückgelegt haben, werden später zu sehen sein – jeder kennt das typische Streifenmuster eines frisch gemähten Rasens. Damit die Fläche weniger gestreift aussieht, können Sie mit dem Rad über die vorige Mähspur fahren (rund eine Mähbreite Überstand).
  • Auf die Rasenkanten achten
    Viele Rasen sind mit einer Rasenkante angelegt, die als gerader, exakt abgestochener Rand für ein sauberes Bild sorgt. Damit diese Kante nicht beschädigt wird, dürfen Sie mit dem Rad des Mähers nicht hineinrutschen, ansonsten kann der Mäher ganze Teile der Grasnarbe abscheren. Lassen Sie hier besser einen schmalen Streifen stehen und gehen Sie mit der Rasenkantenschere exakt vor. Die Mehrarbeit lohnt sich!
  • Schräglagen quer mähen
    Wenn Sie eine kleine Böschung mähen wollen, sollten Sie diese quer zu ihrem Gefälle bearbeiten. Damit erreichen Sie einen gleichmäßigen Schnitt der Gräser und die Grasnarbe wird nicht verletzt. Wichtig: Bleiben Sie beim Mähen immer auf gleicher Höhe mit dem Rasenmäher, damit dieser Sie bei einem Sturz nicht überrollt.
Viele Rasen sind mit einer Rasenkante angelegt, die als gerader, exakt abgestochener Rand für ein sauberes Bild sorgt. (#04)

Viele Rasen sind mit einer Rasenkante angelegt, die als gerader, exakt abgestochener Rand für ein sauberes Bild sorgt. (#04)

  • Das erste Mähen nach dem Säen
    Vor dem ersten Mähen sollten Sie einen frisch angesäten Rasen auf rund sieben bis acht Zentimeter Länge wachsen lassen. Das bewirkt, dass die Wurzeln stabil werden und sich eine kleine Grasnarbe ausbildet. Wenn Sie den Rasen nach dem Säen mähen, erledigen Sie das erst auf kleiner Stufe und schalten später hoch. Vereinfacht gesagt, muss sich ein junger Rasen erst einmal an das Mähen gewöhnen, sodass Sie sich entsprechend der Ein-Drittel-Regel auch langsam an die gewünschte Höhe des Grases herantasten sollten. Schneiden Sie ihn nie zu stark zurück, denn der junge Rasen möchte wachsen und braucht dafür jede Kraft. Nehmen Sie ihm die Kraft durch zu kurzes Mähen, „belohnt“ er Sie mit dem Absterben, mit fehlenden Seitentrieben und einer wenig tragfähigen Grasnarbe. Zu groß dürfen die Halme aber auch nicht werden, denn dann hat das Gras keinen Anreiz mehr, in die Höhe zu wachsen.
  • Nach dem Düngen mähen
    Sicherlich düngen Sie Ihren Rasen regelmäßig, damit er gesund und schnell wächst. Direkt nach dem Düngen kann es daher sogar passieren, dass Sie das Gras zwei- bis dreimal in der Woche kürzen müssen, damit es die gewünschte Länge behält. Damit wird der Rasen schön dicht und bietet Moos und Unkraut kaum eine Angriffsfläche. Wichtig: Düngen Sie nur, wenn es danach regnet bzw. bewässern Sie das Gras anschließend. Nicht aufgelöster Dünger kann in Verbindung mit Sonne und Hitze zu schweren Verbrennungen des Grases führen und bringt überdies keinen Nutzen.

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: ppa-#01: Dmitry Kalinovsky -#02:  tommaso79  -#03: SingjaiStock  -#04: Ben Schonewille

About Author

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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