6 außergewöhnliche rote Blumen

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Sechs rote Blumen, die bestimmt nicht in jedem Garten stehen, werden hier vorgestellt. Welche rote Blume fehlt noch in Ihrem Garten?

Warum uns rote Blumen so faszinieren

Blumen sind von jeher ein Anzeichen, dass wir den Winter bald überstanden haben. Kommen die ersten Winterlinge oder gar der Krokus aus ihrem Versteck, kann man sicher sein: Jetzt geht es aufwärts! Sobald man die ersten Tulpen sieht, ist der Frühling endlich da.
Aber warum uns gerade rote, rosa oder orange Blumen so faszinieren? Rote Rosen stehen in Europa für Liebe und Leidenschaft. Bei einer rosa Rose spricht von einer beginnenden Liebe, orange bedeutet, dass man glücklich und zufrieden ist. Schon bei dieser kleinen Zusammenstellung merkt man: mit allen Rottönen werden positive Gefühle in Verbindung gebracht.

Rote Blumen für den Garten

Es gibt so viele rote, orangene oder rosa Blumen, dass die Auswahl bald schier ins unendliche geht:

  • Tulpe
  • Rispen-Fuchsschwanz
  • Hängender Fuchsschwanz
  • Graukresse
  • Zigarettenblümchen
  • Habichtskraut
  • Roter Acker-Gauchheil
  • Mittagsgold
  • Europäische Haselwurz
  • Gauklerblume
  • Färber-Mädchenauge
  • Tollkirsche
  • Feuersalbei
  • Sonnenblume
  • Australischer Gänsefuß
  • Tagetes
  • Ranunkel
  • Orange Schmuckkörbchen
  • Garten-Ringelblume
  • Acker-Ringelblume
  • Samtpappel
  • Bastart-Gänsefuß
  • Taglilie
  • Vielsamiger Gänsefuß

Welche rote Blumen sind für einen Garten, in dem man das besondere sucht, aber empfehlenswert? Hier unser Top 6 roter Blumen, die in keinem Garten fehlen sollten:

Der Zierapfel

Die erste „rote Blume“ die wir hier vorstellen, ist genauer gesehen keine Blume. Der Zierapfel ist ein kleiner Baum mit roten, orangenen oder gelben, kleinen Äpfelchen. Den Zierapfel gibt es in mehr als fünfhundert verschiedenen Sorten: von ganz groß (bis zehn Meter) und ziemlich klein (einen Meter groß).

Die kleineren Sorten eigenen sich auch für Kübel auf Terrasse oder Balkon.
Mit dem Zierapfel hat man gleich zweimal im Jahr Farbe im Garten: Meistens im Mai blüht er in weiß, rosafarben oder kräftig roten Blüten. Im Herbst – manche Sorten sogar weit in den Winter hinein – trägt er rote, orangene oder gelbe Äpfelchen.

Natürlich nur, wenn man sie hängen lässt.

Denn die kleinen Äpfelchen sind nicht nur ein Augenschmaus. Man kann sie sogar essen! Auch wenn sie sehr sauer schmecken, enthalten sie doch sehr viele Vitamine. Wer sie nicht roh essen mag, kann auch Gelee oder Marmelade daraus herstellen.

Auch wenn der Zierapfel nur bedingt als „rote Blume“ gelten mag: Für Farbe im Garten sorgt er definitiv.

Der Zierapfel in seiner schönsten Farbe: Rot. (#01)

Der Zierapfel in seiner schönsten Farbe: Rot. (#01)

Die Kaiserkrone

Die zweite rote Blume, die wir hier vorstellen wollen, kommt aus der Türkei (und den angrenzenden Ländern). Die Kaiserkrone ist im Orient schon lange als Gartenpflanze bekannt, nach Europa kam sie erst im sechszehnten Jahrhundert. Sie ist giftig, was der Blume, die zur Familie der Liliengewächse gehört, aber keinen Abbruch tut.

Sie ist eine krautige Pflanze, die zwischen 50 und 150 Zentimeter groß wird. Die Zwiebeln haben den Ruf, durch ihren Geruch Wühlmäuse abzuschrecken. Die Kaiserkrone sollte man schon im Vorjahr (etwa September) pflanzen, da sich dann bis zum nächsten Frühling bereits die ersten Wurzeln gebildet haben. Sie liebt die Wärme und die Sonne, somit sollte ein sonniger Standort gewählt werden. Damit die Zwiebel den Winter auch überlebt, sollte man sie mindestens zweimal so tief einpflanzen, die die Zwiebel hoch ist.

Die gelben, orangen oder roten Blüten sind von April bis Mai zu sehen. Durch ihre Größe (bis 60 Millimeter) fallen die Blüten in jedem Garten auf.

6 außergewöhnliche rote Blumen: Die herrlichen, großen Blüten einer Kaiserkrone faszinieren jeden. (#02)

6 außergewöhnliche rote Blumen: Die herrlichen, großen Blüten einer Kaiserkrone faszinieren jeden. (#02)

Die Trompetenblume

Die Trompetenblume (die dritte rote Blume) möchte gerne ein Rankgitter oder ein Seilsystem, dass sich an Wänden, Mauern oder über die Pergola spannt. Sie besitzt zwar Haftwurzeln, jedoch kann die Pflanze zu schwer für diese Haftwurzeln werden.

Sie blüht etwa von Juli bis September in gelb, orange und rot, dabei werden die Blüten 6 bis 7 Zentimeter lang. Da die Pflanze (je nach Sorte) 4 bis 11 Meter hoch werden kann, sollte man ihr genügend Platz gönnen.

Die Trompetenblume ist in wärmen Ländern heimisch. (Je nach Art Amerika, China oder Japan). Deshalb sollte man die Wurzeln bei jungen Pflanzen über den Winter gut verpacken, so dass der Frost ihnen nichts anhaben kann.

Nachdem sich die Trompetenblume schon fast von alleine vermehrt, sollte man ihr lieber etwas Einhalt gebieten. Dazu gehört auch, rechtzeitig unnötige Wurzelausläufer zu entsorgen. Oder man setzt die Pflanze von Anfang an in einen großen Kübel. Sollte man doch eine Vermehrung wünschen, kann man das mit einem Absenker, einem Ableger oder per Aussaat verwirklichen.

Auch die Trompetenblume ist giftig. Somit sollte man diese rote Blume weder essen – noch mit bloßen Händen anfassen. Sonst kann es schnell zu Rötungen oder Hautreizungen kommen.

Die Trompetenblume hat ihren Namen durch ihre vielen, kleine Kelche. Diese schauen – mit viel Fanatasie - wie kleine rote Trompeten aus. (#03)

Die Trompetenblume hat ihren Namen durch ihre vielen, kleine Kelche. Diese schauen – mit viel Fanatasie – wie kleine rote Trompeten aus. (#03)

Die Wolfsmilch

Als vierte rote Blume haben wir uns eine eher unscheinbare, kleine Blume ausgesucht. Doch wer sich einmal mit der Wolfsmilch beschäftigt, wird bald merken, wie toll diese Blume ist.

Die Wolfsmilch gibt es in einer riesigen Vielfalt: Über 2000 Arten sind bekannt. Von großen Arten (bis über einen Meter groß) bis zu ganz kleinen Wolfsmilch-Arten (einige Zentermeter groß). Auch die Wolfsmilch blüht, doch sind diese Blüten sehr unscheinbar und die Blütezeit ist auch sehr kurz. Viel interessanter sind die übrigbleibenden roten, gelben oder orangenen Hüllblätter. Diese bleiben bei manchen Arten monatelang.

Auch der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. (#04)

Auch der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. (#04)

Die Wolfsmilch gibt es in vielen, verschiedenen Arten, hier eine Auswahl:

  • Wühlmauswolfsmilch
  • Esels-Wolfsmilch
  • Medusenhaupt
  • Dreikantige Wolfsmilch
  • Walzenwolfsmilch
  • Damara-Milchbusch
  • Gartenwolfsmilch
  • Madelblättrige Wolfsmilch
  • Zypressenwolfsmilch
  • Palisaden-Wolfsmilch
  • Süße Wolfsmilch
  • Melonen-Wolfsmilch
  • Christusdorn

Allen Wolfsmilchgewächsen ist gemein, dass aus ihrem Stängel ein weißer Saft austritt. Dieser Saft kann bei Kontakt mit Augen, Nase oder Mund starke Schmerzen hervorrufen. Deshalb sollte man beim Zurückschneiden immer Handschuhe tragen und eventuell auf die Hand gekommenen Saft sofort abwaschen.

Die Prachtkerze

Die fünfte rote Blume, die in keinem Garten fehlen sollte, ist die Prachtkerze. Da sie vom Frühjahr bis zum ersten Frost blüht, kann man sie an prominenter Stelle pflanzen. Sie liebt die Sonne.
Die insgesamt ungefähr 20 Arten der Prachtkerze werden bis zu 120 Zentimeter hoch, in seltenen Fällen auch bis 150 Zentimeter. Die Blütenrispen werden 50 Zentimeter lang, diese zieren unzählige, einzelne, kleinen Blüten. Diese Blüten blühen – ähnlich wie bei der Taglilie – genau einen Tag. Die Farbe der Blüten geht über weiß und rosafarben bis zu hellroten Blüten.
Möchte man Prachtkerzen überwintern, empfiehlt sich großzügig Reisig über die Wurzeln zu legen. Als Kübelpflanze kann man sie gut in einer Garage oder im ungeheizten Keller überwintern. Nicht ganz austrocknen lassen.
Sorten der Prachtkerze sind unter anderem:

  • Madonna
  • Shakti
  • Corries Gold
  • Whirling Butterfies
  • Gaura
  • Lime Light
  • Siskiyou Pink
  • The Bride

Der Klatschmohn (Seidenmohn)

Die sechste rote Blume ist der Klatschmohn. Viele kennen ihn wohl noch aus Kindertagen: Damals wuchs die schöne, rote Blume in und um alle Felder. Heutzutage ist sie dort kaum mehr zu sehen. Die Mohnblume (wie der Klatschmohn auch genannt wird) gehört zur Familie der Mohngewächse.
Die krautige Pflanze mit den leuchtend roten Blüten ist ein- bis zweijährig. Die Höhe variiert stark von 20 Zentimeter bis zu fast einem Meter. Der Klatschmohn blüht von Mai bis Juli in einem kräftigen rot. Sehr selten kann man auch weißen oder violetten Klatschmohn bewundern.
Auch der Klatschmohn ist giftig. Besonders der Milchsaft sollte gemieden werden.
Die im Garten bevorzugte Mohnblume ist der Seidenmohn. Der Seidenmohn bezaubert (wie der Name schon vermuten lässt) mit seidigen Blüten und zarten Farben. Häufig gibt es ihn als Aussaatmischung in den Farben rosa, rot, orange. Manchmal auch zweifarbig.
Der türkische Mohn kann einen Meter groß werden, die großen Blüten (10 bis 15 Zentimeter) blühen in allen Rottönen und weiß. Die Blüten können vielfarbig, gefüllt oder auch gefranst sein. Er stammt aus der Türkei, dem Iran und dem Kaukasus. Häfig wird er auch „orientalischer Mohn“ genannt.
Alle Mohnblumen bevorzugen die Sonne, gut kann man sie als kleine Gruppe setzen. Aber auch einzeln bestechen sie durch ihre kräftigfarbenen, großen Blüten.

6 außergewöhnliche rote Blumen: Der Klatschmohn, den jeder aus seiner Jugend in Feldern kennt, ist heute eine beliebte Gartenblume. (#05)

6 außergewöhnliche rote Blumen: Der Klatschmohn, den jeder aus seiner Jugend in Feldern kennt, ist heute eine beliebte Gartenblume. (#05)

Welche Blumen passen zu den vorgestellten?

Rote Blumen – egal welche – sind ein Hingucker im Garten. Doch auch hier ist meistens weniger mehr. Wenn man nur solche großen, roten Blumen im Garten hat, schaut das schnell überladen aus.
Deshalb tut eine gute Farbzusammenstellung jeden Garten gut, doch vorher sollte man sich überlegen, was man möchte:

  • Kontraste setzen?
  • Passende Töne verbinden?
  • Ton in Ton bepflanzen?
  • Mit den Farben Stimmungen erzeugen?

Welche Farbkombis gehen den normalerweise immer?

  • Besonders gut wirkt rot kombiniert mit weiß.
  • Genauso kann man aber auch eine rote Blume (gerade rote Kletterrosen machen sich da gut) komplett alleine stellen.
  • Möchte man dagegen verschiedene Rottöne miteinander kombinieren, kann das schnell zu viel werden. Hier sollte als Ruhepol immer eine weiße Blume oder eine Grünpflanze dabei sein.
  • Möchte man viele, verschiedene Farben miteinander kombinieren, funktioniert das am besten, wenn man eine Blumensorte nimmt.
    So kann man gut Rosen in allen möglichen Farben in ein Beet setzen. Oder eben im Frühling sich über ein kunterbuntes Tulpenbeet erfreuen.
  • Kunterbunt ist meistens auch eine gute Idee, wenn man nur ein kleines Bett (zum Beispiel zwischen Rasen und Gartenzaun) zu bepflanzen hat. Dabei sollte auf einen passenden Farbverlauf geachtet werden. So kann man am Zaun entlang von dunkelrot immer heller werden, bis man am Ende bei gelb angekommen ist.
  • Wer sich für eine kunterbunte Mischung aus Farbe, Blütenformen und Blumenarten entscheidet, sollte auf eine symmetrische Anordnung der Blumen im Bett achten. Diese bringt dann die nötige Ruhe wieder in das Beet.
Blumen bunt zusammenzumischen, kann schnell zu aufdringlich werden. Dann lieber (wie hier) mit Rasen oder Wiese unterbrechen. (#06)

Blumen bunt zusammenzumischen, kann schnell zu aufdringlich werden. Dann lieber (wie hier) mit Rasen oder Wiese unterbrechen. (#06)

Im Endeffekt ist die Entscheidung, ob diese Blumen denn zusammenpassen dann doch im Auge des Betrachters. Deshalb gilt auch hier (in den oben genannten Grenzen): Gut ist, was gefällt.


Bildnachweis: ©Pixabay: #01: Hans, #02: AndreasGoellner

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Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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