Fliegende Ameisen in Haus und Garten bekämpfen

Gepostet am 27. Februar 2015

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Fliegende Ameisen in Haus und Garten bekämpfen!

Fliegende Ameisen in Haus und Garten bekämpfen!

Wenn die Tage wieder länger werden und die Temperaturen langsam steigen, dann hat der Frühling den Winter besiegt. Wir freuen uns über die zahlreichen Sonnenstrahlen und das Wiedererwachen der Natur. Jedoch bringt dies auch allerlei Insekten mit sich, denn auch diese beenden ihre Winterruhe. Auf der Liste der lästigsten Hausgäste und im Garten stehen dann die fliegenden Ameisen.

Spätestens ab Mitte Mai sind sie dann in Schwärmen unterwegs, weil ihre Paarungszeit begonnen hat. Doch eine eigene Gattung stellen die fliegenden Ameisen nicht dar, es handelt sich lediglich um geschlechtsreife Männchen und Weibchen. Damit diese sich leichter finden, hat ihnen die Natur Flügel gegeben. Wir haben dann leider das Nachsehen, wenn sie in unseren Häusern und Gärten nach geeigneten Brutstätten suchen.

Glücklicherweise hält ihre Schwarmzeit nur einige Tage an. Die Männchen überleben den Liebesakt nicht und die Weibchen verlieren ihre Flügel. Sollten sie sich dann aber noch in den Hauswänden oder dem Garten versteckt haben, geht der „Spaß“ erst richtig los. Denn mit dem Nachwuchs kommt dann eine Flut von neuen Ameisen auf Ihr Grundstück. Diese zu bekämpfen wünscht sich dann fast jeder.

In diesem Artikel gibt es eine Liste von wirksamen Hilfsmitteln die den fliegenden Ameisen und deren Nachkommen den Kampf ansagen.

Prävention – Bevor es los geht

Die Zeit um Mitte Mai ist nur ein pauschaler Erfahrungswert, denn wenn der Winter sehr mild war, kann es auch schon früher beginnen. Deshalb sind vorbeugende Maßnahmen zu treffen, um die Zahl der fliegenden Ameisen im Haus so gering wie möglich zu halten. Im Baumarkt sollten daher engmaschige Fliegengitter gekauft und alle Löcher sowie veraltete Fugen an den Fenstern mit Silikon verschlossen werden. Wie bei Mücken und Motten gilt auch bei fliegenden Ameisen: Sie werden vom Licht angezogen.

Der Schutz von innen ist schnell vorbereitet, die Hausmauer ist eine Herausforderung. Nicht jede Lücke im Mauerwerk wird entdeckt und so finden die fliegenden Ameisen Hohlräume zum Nisten. Jedoch kann man sie überlisten! Viele wissen nicht, dass die kleinen Insekten sehr empfindliche Sinnesorgane, allen voran das Riechen, besitzen. Markante Düfte wie der von Lavendelpflanzen oder Duftlampen mit Lavendelöl, mögen die kleinen Krabbler überhaupt nicht.

Hausmittel bei Ameisenbefall

Doch trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass sie sich doch irgendwie eingenistet haben. Dann laufen sie in der Küche herum, suchen nach Essbarem und wenn sie dort nicht fündig werden, erkunden sie die anderen Zimmer Ihres Hauses. Spätestens im Schlaf- oder Kinderzimmer müssen Sie dann eingreifen, damit Sie die Ameisen nicht über Nacht besuchen kommen.

Hierfür haben sich ein paar Hausmittel mal mehr und mal weniger bewehrt. Die Mutter oder Großmutter greift bei Ameisen in der Wohnung instinktiv zum Backpulver. Es wird auf die vermeintlichen Eintrittsstellen gestreut und wenn die Ameisen sich fressend einen Weg bahnen, geht das Backpulver in ihren Mägen auf und sie verenden. Wer nicht ganz so rabiat vorgehen möchte, der greift wieder zum Trick mit den Geruchsnerven. Viele intensive Gerüche und Düfte sind für Ameisen einfach nicht zu ertragen oder stören zumindest deren Kommunikation untereinander.

Teebaumöl, Gewürznelken, ja sogar Ihr Deo kann Wunder wirken. Machen Sie die Fährten der nicht mehr fliegenden Ameisen ausfindig und legen Sie dort etwas davon nieder bzw. sprühen es hier hin. Seien Sie akribisch bei der Suche ihrer Zugänge, denn Ameisen suchen sich sofort einen neuen Weg und können vom Boden oder auch der Decke eine Möglichkeit finden.

Das Nest ausfindig machen

Doch dies sind auch nur vorbeugende Maßnahmen, aber der Sommer ist lang und die Ameisen beweisen gern ihren Einfallsreichtum. Also muss das Nest ausfindig gemacht werden. Halten Sie nach kleinen Löchern oder Hügeln nahe den Hauswänden Ausschau. Türen, Fenster, der Dachstuhl und andere Öffnungen sind zu begutachten. Irgendwo werden sie ihre Laufstrecken haben und diese dann zurückverfolgen. Wurde das Nest ausfindig gemacht, könnten dieselben Hausmittel gegen Ameisen wie bereits genannt verwendet werden.

Das Nest kann aber auch mit Zimt, auch ein sehr stark riechendes Gewürz oder altem Kaffeesatz bedeckt werden. Wenn Sie gerade nichts davon zur Hand haben, dann genügen auch ein paar Kupferdrähte. Ein toller Geheimtipp und Sie erhalten es ganz schnell von alten Kabeln. Einfach die Isolierung mit einem Messer entfernen oder mit einem Feuerzeug abschmoren. Danach ein paar der Drähte von etwa 10 cm Länge in das Ameisennest stecken. Aus irgendeinem Grund können Sie die Anwesenheit von Kupfer partout nicht leiden und suchen das Weite.

Fliegende Ameisen im Garten und auf der Terrasse bekämpfen

Mit etwas Glück gelangen die fliegenden Ameisen nicht mal in die Nähe Ihres Hauses. Jedoch können sie auch im Garten oder auf der Terrasse eine echte Plage sein. Sie nehmen Platz auf Ihrer Liege, sonnen sich ein wenig und plötzlich krabbelt es Sie überall. Kein schönes Erlebnis und so nützlich diese Insekten auch sind, hier sind ein paar weitere Mittel zur Bekämpfung.

Hefe hat eine ähnliche Wirkung wie Backpulver und hilft bei kleinen Nestern bevor sie sich vergrößern. Sind Sie Raucher oder jemand raucht in Ihrem Haushalt? Dann mischen Sie die Asche mit etwas Wasser und geben es auf das Nest, wirkt sehr sicher. Wenn die Ameisen dann das Weite suchen, ruhig zur Sicherheit noch ihre Laufwege mit Lavendelblättern oder Farnkraut belegen und sie damit zusätzlich verwirren. Für den Anfang genügt es aber auch, wenn Sie diese Ameisenstraßen immer wieder kehren oder umgraben. Bei einem sehr großen Befall schütten Sie etwas Natron in Ihre Gießkanne und verteilen die Mischung weiträumig um das Nest.

Ameisen umsiedeln

Doch bei all den Hausmitteln und Chemikalien die uns schnell Abhilfe verschaffen, bringen Sie es vielleicht nichts übers Herz, die Ameisen zu belästigen. Damit beide Parteien in Frieden weiterleben können, ist eine Umsiedlung hilfreich. Heben Sie das Nest vorsichtig mit einem Spaten aus und transportieren Sie es mit einem großen Tontopf, damit die Struktur des Baus halbwegs erhalten bleibt. Sie müssen nicht alle Ameisen erwischen, der Rest wird dem Duft des Nestes folgen. Bringen Sie es weit genug vom Haus weg, an eine Stelle in Ihrem Garten den die Ameisen ungestört bewirtschaften können.


Bildnachweis: © morguefile.com – rollingroscoe

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