Bodendecker: Tipps zum Einpflanzen

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Bodendecker machen aus den Gartenbeeten einen grünen, oft auch blühenden Teppich. Mit den richtigen Tipps lässt sich so eine schöne Szenerie schaffen.

Immergrün oder blühend: Bodendecker in bunten Variationen

Bodendecker tun genau das, was ihr Name sagt: Sie bedecken den Boden und bilden oft einen richtigen Pflanzenteppich. Mit ganz verschiedenen Blätterformen und Farben verschönern die niedrigen Pflanzen die Gartenbeete. Viele Bodendecker setzen mit zarten oder kräftigen Blüten tolle Farbakzente, sei es im Schatten eines Baumes oder in der prallen Sonne.

Besonders beliebt sind die niedrig wachsenden Bodendecker am Rande der Beete. Hier verbergen und verschönern sie gleichzeitig den harten Übergang zum Rasen. Auch zur Hecke hin oder im Steingarten machen sich die dicht wuchernden Pflanzen sehr schön. Viele Sorten haben sich an besonders sonnige oder schattige Standorte angepasst, sodass sie mit den anspruchsvollen Umgebungsbedingungen keine Probleme haben.

Die zahlreichen Bodendecker unterscheiden sich in Höhe, Wachstum und Anpassungsfähigkeit an bestimmte Bodenarten.

Beliebte Bodendecker sind:

  • Die klassischen Polsterpflanzen,
  • niedrige Stauden,
  • verholzende Gewächse,
  • Kräuter und Gräser.

Video: MDR Garten – Bodendecker

Bodendecker, abwechslungsreich zusammengestellt

Etwas höhere Staudenpflanzen oder Polstergräser, man kann sich für eine einzelne Sorte entscheiden, die eine größere Fläche bedeckt, oder mehrere Bodendeckerarten miteinander kombinieren. Durch die Zusammenstellung mehrerer Arten entstehen kleine Szenerien: Verschiedene Blattfarben und spannende Strukturen setzen starke Akzente. Nicht immer müssen die höheren Pflanzen hinten im Beet stehen, allerdings sollten sie die Gewächse im Hintergrund nicht komplett verdecken.

Hohe Gräser direkt neben flachen Bodendeckern bringen Spannung ins Bild, ebenso wie Zwiebelblumen, die man neben den Polsterpflanzen einsetzt. Narzissen treiben im Frühling aus der flach wachsenden Kriechmispel hervor und neben dem gelben Fingerstrauch oder dem Sternmoos setzen dunkelblaue Krokusse einen tollen Kontrast.

Kleine, blühende Gehölze wie Azaleen oder Zwergrhododendren sehen neben einer dichten Decke aus zarten, hellen Blättern oder weiß blühenden Polsterkissen sehr dekorativ aus. Ein solches Farbenspiel lässt sich bis in den Oktober fortführen, wenn die Rutenhirse sich verfärbt, die Herbstastern blühen und die Mispeln ihre roten Beeren bekommen.

Etwas höhere Staudenpflanzen oder Polstergräser, man kann sich für eine einzelne Sorte entscheiden, die eine größere Fläche bedeckt, oder mehrere Bodendeckerarten miteinander kombinieren. (#01)

Etwas höhere Staudenpflanzen oder Polstergräser, man kann sich für eine einzelne Sorte entscheiden, die eine größere Fläche bedeckt, oder mehrere Bodendeckerarten miteinander kombinieren. (#01)

Die Schutzfunktion der Bodendecker

Durch ihr dichtes Wachstum verhindern die niedrigen Bodendecker, dass die Erde durch Niederschlag und Wind abgetragen wird. Gleichzeitig formen vor allem die blätterreichen Pflanzen eine Art Schirm, sodass die Sonnenstrahlen nicht den Erdboden austrocknen können. In gewisser Weise stellen die Polsterpflanzen eine Isolation dar, die die Temperaturschwankungen abfängt. Das ist gerade im Frühjahr sehr wichtig, wenn es nachts noch Frost geben kann und das Thermometer tagsüber bis auf 20 Grad hochgeht.

Die Wurzeln der Bodendeckerpflanzen dienen außerdem zum Auflockern des Mutterbodens. In der Folge dringt das Wasser beim Gießen besser ein, außerdem ist die lockere Erde eine unverzichtbare Voraussetzung für aktive Mikroorganismen. Allerdings darf man unter den Bodendeckern den Boden nicht durchharken, um die Wurzeln nicht zu verletzen. Da sich hier kaum Unkraut halten kann, ist das Harken ohnehin nicht nötig.

Video: Gartentipp: Stauden zurückschneiden

Tipps für den Standort der Bodendecker

Die Gartenplanung lässt sich nicht nebenbei erledigen: Ein wenig Vorarbeit brauchen auch die Bodendecker. Dafür sollte man wissen, an welcher Stelle die Pflanzen besonders gut wachsen und wann sie blühen. Auch wenn die meisten Bodendeckerarten relativ unempfindlich sind, sollte man darauf achten, ob sie eher für schattige, halbschattige oder sonnige Plätze geeignet sind.

Typische Standorte für die Bodendecker sind:

  • Schattige Stellen unter Bäumen und an der Hecke,
  • Gartenbereiche, die man nur sporadisch pflegt,
  • Randlage und Hänge.

Auch für den kleinen Vorgarten gibt es geeignete Bodendecker und Polsterpflanzen die immergrün sind

  • Ein kleiner Fächerahorn oder ein Rhododendron sorgen für Farbtupfer zwischen den schön abgestimmten Bodendeckern.
Durch ihr dichtes Wachstum verhindern die niedrigen Bodendecker, dass die Erde durch Niederschlag und Wind abgetragen wird. (#02)

Durch ihr dichtes Wachstum verhindern die niedrigen Bodendecker, dass die Erde durch Niederschlag und Wind abgetragen wird. (#02)

Pflanzen und Pflegen

Winterharte Bodendecker werden am besten zum Ende der Gartensaison eingepflanzt, also im Spätsommer oder Herbst. So können die Pflanzen noch vor der frostigen Winterzeit gut anwachsen. Im folgenden Frühjahr sprießen sie dann besonders stark.

Grundsätzlich kann man die Bodendecker zu jeder Jahreszeit außer im kalten Winter einsetzen. Wenn man die Pflanzen im Topf kauft, sollte man sie bis zum Einpflanzen feucht halten. Um sie vor Frost zu schützen, umhüllt man sie gegebenenfalls mit Tanne oder Stroh.

Viel Pflege benötigen die bodenbedeckenden Pflanzen nicht. Anfang Frühling ist es sinnvoll, Dauerdünger zu verwenden. Diese Düngung kann im Sommer wiederholt werden. Die Immergrünen erhalten im Oktober nochmals Dünger, damit sie gut durch den Winter kommen. Übertreiben sollte man es beim Düngen jedoch nicht, sonst wachsen die Bodendecker zwar schneller, aber weniger dicht. Organische Düngemittel wie Hornspäne wirken langsam und sorgen für einen guten Wuchs.

Video: Bodendecker im Garten einpflanzen | Pflanzen-Kölle

Ganz wichtig: Der lockere Boden

Für die Bodendecker hebt man ein Loch aus, das mindestens ein Drittel größer sein sollte als der Wurzelballen. Wenn der ausgehobene Boden sehr lehmig ist, sollte man ihn entweder entsorgen oder mit viel Pflanzerde vermischen, sodass er locker wird. Nach dem Einsetzen der Pflanze füllt man das Pflanzloch mit der aufgelockerten Pflanzerde auf. Manche Gartenbesitzer setzen auf die Beimischung von Sand, der ebenfalls die Durchlässigkeit des Bodens verbessern soll.

Wenn man Polsterpflanzen einsetzt, die kalkhaltige Erde für ein gesundes Wachstum benötigen, ist es sinnvoll, der Pflanzerde etwas Kalk beizumischen. Auch für sehr feuchten Boden gibt es einen Tipp: Durch eine Schicht Kies entsteht eine Drainage, die verhindert, dass sich das Wasser staut und die Wurzeln dauerhaft in der Nässe stehen. Im Optimalfall ist die Erde mittelfeucht bis trocken, also nicht zu durchnässt.

Krümelig und locker lässt sich der Boden gut durchgraben und es bildet sich keine Staunässe. Mit einem Erdwall, den man nach dem Einpflanzen formt, vermeidet man das Ablaufen des Wassers, wenn man die Bodendecker großzügig angießt.

Wenn die niedrigen Pflanzen erst angewachsen sind, benötigen sie keine tägliche Bewässerung mehr. Dadurch, dass sie mit ihrem Laub den Boden abdecken, kann dieser nicht so schnell austrocknen, sodass die Feuchtigkeit besser erhalten bleibt. (#03)

Wenn die niedrigen Pflanzen erst angewachsen sind, benötigen sie keine tägliche Bewässerung mehr. Dadurch, dass sie mit ihrem Laub den Boden abdecken, kann dieser nicht so schnell austrocknen, sodass die Feuchtigkeit besser erhalten bleibt. (#03)

Bodendecker richtig gießen

Regen reicht meistens nicht aus, um die Wurzeln mit genügend Wasser zu versorgen. Vor allem direkt nach dem Einpflanzen und auch noch in den nächsten Tagen sollte man die Bodendecker großzügig gießen. Bei Bedarf formt man den Gießrand neu, damit das Wasser nicht zur Seite hin wegfließt.

Wenn die niedrigen Pflanzen erst angewachsen sind, benötigen sie keine tägliche Bewässerung mehr. Dadurch, dass sie mit ihrem Laub den Boden abdecken, kann dieser nicht so schnell austrocknen, sodass die Feuchtigkeit besser erhalten bleibt. In den heißen, trockenen Sommerwochen sollte man trotzdem alle zwei bis drei Tage gründlich wässern, allerdings nur abends oder früh am Morgen, wenn die Sonne nicht auf die Pflanzendecke brennt und es durch die Wassertropfen zu Verbrennungen auf den Blättern und Blüten kommen kann.

Video: Welcher Bodendecker für welche Verwendung

Der Schnitt von Bodendeckern

Um Ordnung im Beet, an der Terrasse oder an den anderen Standorten der Bodendecker zu schaffen, sollte man die Pflanzen hin und wieder schneiden. Damit sorgt man gleichzeitig dafür, dass die Bodendeckerpflanzen noch dichter werden. Abhängig von der Stärke des Wachstums findet das Zurückschneiden zwei-, drei- oder viermal jährlich statt. Beim Schneiden der Pflanzen kürzt man diese nicht nur in ihrer Höhe, sondern auch der Rand wird begradigt und zurückgeschnitten.

Durch den regelmäßigen Rückschnitt und das maßvolle Düngen entsteht eine dichte, gesunde Pflanzendecke über dem Boden. Manche Gartenbesitzer mögen es, wenn ein solcher Blätterteppich oder die Blütenkissen über die Beetumrandung hinaus quellen. Das sieht vor allem bei einem Steingarten schön aus. Dennoch sollte man den Wachstumstrieb zumindest zweimal im Jahr mit der Schere bremsen.

Mit blühenden und genügsamen Bodendeckern entsteht ein schöner und leicht zu pflegender Garten. Man kann vom Frühjahr bis in den Herbst hinein den Bodendeckern beim Blühen und Wachsen zusehen. (#04)

Mit blühenden und genügsamen Bodendeckern entsteht ein schöner und leicht zu pflegender Garten. Man kann vom Frühjahr bis in den Herbst hinein den Bodendeckern beim Blühen und Wachsen zusehen. (#04)

Beliebte Bodendecker für den Garten

Mit blühenden und genügsamen Bodendeckern entsteht ein schöner und leicht zu pflegender Garten. Man kann vom Frühjahr bis in den Herbst hinein den Bodendeckern beim Blühen und Wachsen zusehen.

Zu den Favoriten bei den Bodendeckerpflanzen gehören:

  • Das kleinblättrige, blau oder weiß blühende Immergrün,
  • Kriechspindel,
  • Katzenpfötchen,
  • Scheinknöterich,
  • Efeu,
  • Storchschnabel,
  • Sommerspiere,
  • Fingerstrauch.

Gelb und Violett in einem Beet, blauer Polsterthymian mit rosa Fingerstrauch, solche Kontraste schaffen eine spannende Kulisse. Für Rosenfreunde gibt es auch Bodendeckerrosen. Mit ihrem schönen Blütenschmuck und manchmal auch mit Früchten zieren die niedrigen Pflanzen sämtliche Beete oder die Wegeinfassung. Als besonders robust und sogar trittfest gelten der Fiederpolster und die Teppichverbene.


BIldnachweis:©Shutterstock-Titelbild: ThomBal -#01: artcphotos -#02: speakingtomato  -#03: speakingtomato  -#04: MAKNAD

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About Author

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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