Staudenbeet anlegen: Anleitung & Pflanzplan vom Experten!

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Staudenbeet anlegen: Anleitung & Pflanzplan vom Experten: Damit das Staudenbeet von Frühjahr bis Herbst einen üppigen Blütenflor zeigt.

In unserem Blog „Staudenbeet anlegen: Anleitung und Pflanzplan vom Experten“ erhalten Sie einen Ratgeber zur Hand mit Tipps, Anregungen und Ideen, wie das Anlegen eines Staudenbeetes im Garten gelingt und welche Aspekte Sie dabei beachten sollten. Nur dann wird die Pflanzung ansprechend und Sie haben Freude daran.

Bevor Sie sich jedoch an die Arbeit machen, ist zu überlegen, in welchem Stil Sie den Garten bzw. die Beete anlegen wollen: Bauerngarten, romantisch oder modern formal. Danach richten sich die Form der Beete und die Pflanzenauswahl. Auch die Farbgestaltung ist eine Überlegung wert: zarte Pastellfarben, kräftige Farben, bunt gemischt, kontrastreich oder Ton in Ton, Schwerpunkt der Blütezeit im Sommer oder Herbst.

Weiters sollte überlegt werden: Zu wieviel Pflege sind Sie das Gartenjahr über bereit? Welches Budget haben Sie zum Anlegen und zur Pflege der Beete zur Verfügung? Welche Stauden eignen sich für welche Bodenart? Dies alles zusammen ist zu berücksichtigen und bevor es ans Anlegen und Einpflanzen geht, ist die Erstellung eines groben Pflanzplanes eine gute Hilfe. Ein Blatt Papier mit den Umrissen des Staudenbeetes hilft beim Ausprobieren, welche Stauden und Farben harmonieren.

Für das optische Gerüst des Beetes ist es außerdem wichtig, dass nicht alle Stauden dieselbe Höhe haben. Eingeteilt wird dabei in hohe Leitstauden, mittelhohe Begleitstauden und niedere Stauden als Füllpflanzen. Nach diesem Plan können Sie dann im Internet oder einer Gärtnerei die Pflanzenauswahl treffen.

Staudenbeet anlegen: Anleitung Pflanzplan vom Experten: Für sicheres Gelingen

Staudenbeet anlegen: Anleitung Pflanzplan vom Experten: Für sicheres Gelingen.

Staudenbeet anlegen: Anleitung Pflanzplan vom Experten: Für sicheres Gelingen

Haben Sie alle ausgesuchten Stauden gekauft, kommt der nächste Schritt: Das Staudenbeet anlegen. Dazu lockern Sie den Boden auf und befreien ihn von Unkraut. Danach legen Sie alle Pflanzen so auf dem Beet aus, wie sie eingepflanzt werden sollen. Damit das Beet harmonisch wirkt, pflanzen Sie die Stauden in Gruppen, die sich wiederholen.

Hohe Leitstauden können einzeln im hinteren Beetteil gepflanzt werden, sie prägen das Staudenbeet besonders. Ergänzt und umspielt durch die mittleren Begleitstauden, ergibt sich eine Struktur im Beet. Für eine dichte und geschlossene Pflanzung im Staudenbeet sorgen die Füllpflanzen mit ihrer vermittelnden Funktion. Gräser und Frauenmantel zum Beispiel zählen dazu. Vorsicht: Nicht zu eng nebeneinander einpflanzen!

Wichtig ist dabei, dass Sie die Stauden nicht in starren Reihen sondern locker gruppiert anlegen. Ergänzen können Sie die Pflanzenauswahl für das Staudenbeet mit Frühjahrsblühern wie Tulpen, Kaiserkrone, Akelei, gelbem Zierlauch. Im späteren Gartenjahr dann mit einjährigen Sommerblumen, die Lücken auffüllen. Dafür eignen sich niedere Arten oder solche mit einem lockeren Wuchs, damit die Stauden nicht bedrängt werden.

Interessant ist ein Staudenbeet in Gelb-Orange. Besonders mit Spätsommerstauden lassen sich solche Beete anlegen, die bis in den weiten Herbst hinein leuchten. Sehr gut passen dazu blühende Gräser mit ihren gelb oder rot gefärbten Blütenhalmen.

Informationen zu den fünf Stauden aus meiner Pflanzliste „Gold“

Diese Pflanzenauswahl aus meiner Pflanzliste „Gold“ habe ich bewusst gewählt und möchte Ihnen dazu als kleinen Ratgeber Anleitungen, Tipps und Ideen geben.

Die ausdauernde Sonnenblumen eignet sich besonders gut beim Anlegen ihres Staudenbeets.

Die ausdauernde Sonnenblumen eignet sich besonders gut beim Anlegen ihres Staudenbeets.

Sonnenblume: Die ausdauernde Strauchsonnenblume

Ein besonders attraktiver Hingucker ist diese Sonnenblume (Helianthus decapitalus) in jedem Staudenbeet. Sie wächst strauchartig und wird bis zu 150 cm hoch. Auch ihre lange Blüte von August bis in den Oktober hinein macht sie interessant. Die ausdauernde Staude zeigt, wie normale Sonnenblumen, große, goldgelbe Strahlenblüten mit einem Durchmesser von 5-7 cm, dazu ein tiefgrünes, fein behaartes Laub.

Als wirkungsvolle Leitstauden im hinteren Teil des Staudenbeetes setzen diese Sonnenblumen zusammen mit hohen Gräsern, Sonnenbraut, Sonnenhut, Nachtkerze und Taglilie sonnige Akzente im Garten. Die Staudensonnenblume ist eine beliebte Bienenpflanze.

Im Gegensatz zu normalen Sonnenblumen ist die Staudensonnenblume mehrjährig und in der Regel winterhart. Die Stängel werden nach der Blüte bodennah abgeschnitten. Empfehlenswert ist im Wurzelbereich ein leichter Schutz mit Reisig oder bereits im Herbst eine Schicht Kompost.

Ideale Pflanzzeit ist das Frühjahr. Dazu wird beim Pflanzen Kompost oder organischer Dünger in den Boden eingearbeitet. Ideal ist ein vollsonniger, geschützter Standort mit nährstoffreichem, durchlässigem Boden.

Bei der Pflege beachten:

  • Jährlich im Frühjahr vor dem Neuaustrieb mit Kompost versorgen.
  • Mäßig gießen, besonders in längeren Trockenperioden.
  • Damit die Staude nicht kippt oder umknickt, sollten Stützstäbe angebracht werden.
  • Welke Blüten abschneiden, dadurch verlängert sich die Blütezeit.
  • Vermehrung durch Teilung alle 3-4 Jahre im Frühjahr, erhöht die Wuchsfreudigkeit.
  • Vermehrung auch durch Samen.
  • Neuaustrieb anfällig für Schnecken!
Staudenbeet anlegen: Die strahlende Sonnenbraut.

Staudenbeet anlegen: Die strahlende Sonnenbraut.

Sonnenbraut: Reich blühend und strahlend

Die gelben Blüten der Sonnenbraut „Kanaria“ (Helenium cult.) strahlen von Juli bis September im Staudenbeet und zeigen einen üppigen Blütenflor. Die mehrjährige Gruppenstaude wird bis zu 100 cm hoch und je nach Größe des Beetes, etwa bei 10 qm, reichen drei Pflanzen aus.

Am besten wirkt die Sonnenbraut im hinteren Beetteil zusammen mit der Staudensonnenblume, Gräsern, der goldgelben Taglilie, Sonnenhut, Goldrute und im Vordergrund das niedere Mädchenauge. Alle diese Arten passen sehr gut im ländlichen Garten und werden aufgrund ihrer leuchtend gelben Farbe besonders gerne von Bienen und anderen Insekten angeflogen.

Wie der Name schon andeutet, liebt die Sonnenbraut einen vollsonnigen Standort und einen nährstoffreichen, lockeren Boden. Gepflanzt werden kann sie im Frühjahr und im Herbst. Bei der Herbstpflanzung bildet sie bereits Wurzeln bis zum ersten Frost, treibt im Frühjahr gut aus und setzt eine reichere Blüte an. Frisch gepflanzt, muss die Sonnenbraut regelmäßig gewässert werden!

Weitere Pflegetipps:

  • Im Frühjahr bei Neuaustrieb mit Kompost oder organischem Dünger versorgen.
  • Regelmäßig gießen, jedoch keine Staunässe.
  • Verblühtes entfernen, das verlängert die Blütezeit.
  • Im Herbst nach der Blüte bodennah abschneiden.
  • Für mehr Standfestigkeit braucht die Staude eine Stütze.
  • Die Staude alle 2-3 Jahre teilen.
  • Ein Pflegeschnitt im Mai/Juni verlängert die Blütezeit und macht die Pflanze buschiger. Dazu werden im äußeren Bereich die Triebe etwas eingekürzt.

Taglilie: Ein Traum in Gelb

Die gelbe Taglilie (Hemerocallis citrina) ist eine prachtvoll blühende Staude mit einer Blütezeit von Juni bis August. Jede der nach Zitronen duftenden Blüten blüht nur einen Tag, doch ständig treiben neue Knospen nach.

Die leuchtende Taglilie eignet sich ideal, wenn Sie Ihr persönliches Staudenbeet anlegen.

Die leuchtende Taglilie eignet sich ideal, wenn Sie Ihr persönliches Staudenbeet anlegen.

Ein eleganter Schmuck für jedes Staudenbeet. Aus dem üppigen, bogig wachsenden Laub treiben die Blütenstängel bis zu einer Höhe von 100 cm hervor. Taglilien eignen sich als Solitärpflanzen genauso wie als Leitstauden im Beet, aber auch als Randbepflanzung am Gartenteich.

Ideale Partner sind dabei Chinaschilf oder andere hohe Gräser, Sonnenbraut, gelbe Akelei, Nachtkerze, Sonnenhut und Frauenmantel.

Taglilien sind langlebig, anpassungsfähig und pflegeleicht. Sie wachsen in der vollen Sonne und im Halbschatten, dort bilden sie jedoch weniger Blüten. Der Boden sollte nährstoffreich, durchlässig und nicht zu trocken sein. Frühjahr und Herbst sind die besten Pflanzzeiten für Taglilien.

Bei der Pflanzung berücksichtigen: Der Wurzelansatz sollte 3-5 cm bedeckt sein und eine Kompostgabe erleichtert den Start. Wichtig auch, einmal durchdringend wässern.

Außerdem beachten:

  • Im Frühjahr mit Kompost oder organischem Dünger versorgen.
  • Bei anhaltender Trockenheit regelmäßig gießen, eventuell werden sonst die Knospen abgeworfen.
  • Das Laub verrottet normalerweise über den Winter, wenn nicht, im Frühjahr abschneiden.
  • Wird die Staude zu groß und horstig, kann sie im Frühjahr oder Herbst geteilt werden.
Staudenbeet anlegen: Das dekorative Goldkörbchen.

Staudenbeet anlegen: Das dekorative Goldkörbchen.

Goldkörbchen: Dekorative, langblühende Blütensterne

Das Goldkörbchen (Chrysogonum virginianum) ist mit seinen tiefgelben Blüten und dem spitzblättrigen, wintergrünen Laub ein wunderbarer Dauerblüher von Mai bis August. Mit einer Wuchshöhe von 25 cm eignet es sich ideal als Beeteinfassung im Staudenbeet, wo es mit Gräsern und anderen gelb blühenden Stauden bestens harmoniert. Doch auch in Steingärten, als Bodendecker oder auf Mauern zeigte es seine Leuchtkraft. Zur Wirkung kommt es am besten beim Anlegen in größeren Tuffs. Die leicht duftenden, gelben Blüten locken auch zahlreiche Bienen, Insekten und Schmetterlinge an.

Das pflegeleichte, mehrjährige und winterharte Goldkörbchen liebt einen sonnigen bis leicht halbschattigen Standort in durchlässiger, nährstoffreicher und leicht feuchter Erde, jedoch keine Staunässe. Die ideale Pflanzzeit für das Goldkörbchen ist im Herbst. Sehr gut lässt es sich auch in Töpfen und Balkonkästen kultivieren, wo es dichte Kissen bildet. Doch Vorsicht: Die Erde darf nicht austrocknen.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Bei der Pflanzung und im Frühjahr beim Neuaustrieb mit Kompost oder organischem Dünger versorgen.
  • Regelmäßig gießen, die Erde darf nicht austrocknen. Staunässe jedoch vermeiden.
  • Die Pflanze bildet Ausläufer, daher sollte sie alle 2-3 Jahre geteilt werden. Dies fördert gleichzeitig die Wuchs- und Blühfreudigkeit und dient der Vermehrung.

Rotblättrige Wolfsmilch: Beeindruckend mit ihren Farben

Die rotblättrige Wolfsmilch (Euphorbia amygdaloides) ist eine sehr dekorative Staude, die vor allem durch ihre Farbgestaltung auffällt. Schon frühzeitig im April erscheinen die limonengrünen bis grünlich-gelben Blüten an den leuchtend roten Triebspitzen und dem darunterliegendem Laub.

Die Rotbärtige Wolfsmilch ist eine gute Wahl beim Staudenbeet anlegen.

Die Rotbärtige Wolfsmilch ist eine gute Wahl beim Staudenbeet anlegen.

Ein außergewöhnlicher Kontrast, der durch die lange Blütezeit bis in den Juni hinein anhält. Besonders beeindruckend zeigt sich die rotblättrige Wolfsmilch mit ihren roten Blättern im Herbst und Winter.

Eine Pflanze, die das ganze Gartenjahr über sehenswert ist. Die buschig und horstig wachsende Staude erreicht eine Höhe von etwa 50 cm und wirkt im Staudenbeet zwischen anderen Pflanzen auflockernd und äußerst reizvoll.

Einen sonnigen bis halbschattigen Standort auf gut durchlässigem, humosem und frischem Boden liebt die Wolfsmilch. Im Winter allerdings sollte sie mit Reisig vor der Sonne und Kahlfrösten geschützt werden.

Die ideale Pflanzzeit ist im Herbst, dabei erhält die Staude eine etwa 2 cm dicke Schicht Kompost. Die Pflanze ist ansonsten unkompliziert, pflegeleicht und mehrjährig.

Außerdem zu beachten:

  • Im Herbst mit Kompost oder organischem Dünger versorgen.
  • Vorsichtig gießen, keine Staunässe.
  • Ein Schnitt ist nicht notwendig, die verblühten Stängel können jedoch entfernt werden.
  • Vermehrung durch Teilung oder Stecklinge.
  • Vorsicht: Die Staude ist giftig. Handschuhe anziehen.

Bildnachweis: © staudenmix.de

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Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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