Garten gestalten einfach gemacht!

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Garten gestalten einfach gemacht: Harmonisch und einladend, dazu muss ein Garten nicht groß sein. Auch kleine Gärten haben ihren Reiz.

Garten gestalten einfach gemacht: Gestaltungstipps für ein kleines Gartenparadies

Die Grundstücksgröße ist nicht unbedingt entscheidend für das Gestalten des Traumgartens. Zwar können meist nicht alle Wünsche und Träume erfüllt werden, doch mit geschickter Planung lässt sich trotzdem ein Bereich zum Entspannen und Erholen anlegen. Wichtig ist, sich auf wenige Gestaltungselemente wie zusätzlicher Sitzplatz, Teich, Rasen, Gemüse- und Staudenbeet zu beschränken, statt viele im Kleinformat.

Deshalb heißt es bei der Planung und Flächeneinteilung: Überlegen, was am wichtigsten ist. Beim Gestalten 15eines kleinen Gartens liegt die Kunst darin, den Raum zu ordnen und zu strukturieren, damit er größer erscheint. Deshalb sollte das Augenmerk vor allem auf den Pflanzen liegen. Formen, Farben und Höhen sind dabei Tricks, die den Traumgarten größer erscheinen lassen.

Wichtig ist auch, welchen Stil der Garten haben soll. Das richtet sich nach persönlichen Vorlieben — ob streng formal oder naturnah. Danach werden Gestaltungselemente und Pflanzen ausgesucht. Großzügig sollte man bei der Beetplanung sein, denn schmale Streifen in denen nur wenige Pflanzen Platz finden, wirken wenig attraktiv. Gerade bei Blütenpflanzen wird eine gestaffelte Wuchshöhe sehr viel spannender.

Bei Baumaterialien gilt: „Weniger ist mehr“, denn der Mix verschiedener Materialien lässt den Garten unruhig wirken. Das gleiche gilt auch für Dekoelemente. Kübelpflanzen, Hochbeete, Rankgerüste, Sträucher und auch einzelne Bäume können interessante Gestaltungselemente in einem kleinen Garten sein.

Garten gestalten einfach gemacht: Harmonisch und einladend.

Garten gestalten einfach gemacht: Harmonisch und einladend.

Garten gestalten einfach gemacht: Anregungen und Gestaltungstipps für den Traumgarten

Ein Sitzplatz dürfte für alle Gartenbesitzer an erster Stelle stehen. Meist ist dieser auf der Terrasse. Doch vielleicht kann in einer schattigen Nische mit einer Bank zusätzlich eine Ruheoase geschaffen werden. Kleinkronige Bäume, Sträucher und Hecken bilden das Gartengerüst und geschickt platziert, schaffen sie einzelne Räume.

Dadurch ist der Garten nicht gleich voll einsehbar und wirkt interessanter und etwas geheimnisvoll. Auch Rankgerüste und Sichtschutzwände mit Rosen und Kletterpflanzen umschlungen, ziehen die Blicke auf sich und bringen Weitläufigkeit. Wege, die auf gezielt gesetzte Blickpunkte wie eine Skulptur, eine schöne Solitärpflanze oder ein Wasserspiel hin führen, lassen den Garten optisch größer erscheinen. Der Rasen ist ebenfalls ein wichtiges Gestaltungselement. Sein Grün strahlt Ruhe aus und er verbindet die verschiedenen Gartenbereiche, die Hobbygärtner anlegen.

Ob Stauden- oder Gemüsebeete, auch sie geben einem Garten Struktur. Vor allem Staudenbeete sind ein Bereich, in dem sich mit den richtigen Pflanzen und einer guten Anleitung Größe und Weite schaffen lässt. Eine Bepflanzung mit wenigen, aber optisch interessanten Stauden wirkt sehr viel attraktiver, als viele nicht aufeinander abgestimmte Stauden. Auch die Farben spielen in einem kleinen Garten eine große Rolle. Hellblaue, blau-violette und weiße Stauden mit Gräsern kombiniert, vermitteln Weite und erscheinen in der Dämmerung geheimnisvoll.

Mexikonessel: Der Blickfang im Staudenbeet

Seit einiger Zeit findet die Mexikonessel „Blue Fortune“ (Agastache rugosa) unter den Hobbygärtner immer mehr Fans. Mit ihren tief blau-violetten Blütenähren zieht sie im Staudenbeet alle Blicke auf sich. Diese verströmen bei warmen Temperaturen einen intensiven, aromatischen Duft

Mit der Agastache ist das Garten-Gestalten einfach gemacht.

Mit der Agastache ist das Garten-Gestalten einfach gemacht.

und sind daher bei Bienen und Schmetterlingen ein beliebtes Anflugsziel. Die Mexikonessel gilt im Staudenbeet als Gerüstbildner und mit ihren aufrecht wachsenden Blütenstängeln erreicht sie eine Höhe von 70 cm. Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Das Laub ist satt grün und bildet einen reizvollen Kontrast zu der Blüte. Mit höheren Gräsern und Stauden wie etwa Herbstastern, weißem Storchschnabel, grüngelber Wolfsmilch und Phlox lassen sich interessante Kombinationen gestalten. Wer es lieber kontrastreich mag, kann das Beet mit gelben oder orangen Blütenpflanzen auflockern und gestalten.

Die beste Pflanzzeit ist das Frühjahr, im Herbst gepflanzte Exemplare brauchen etwas Winterschutz. Ein sonniger Standort in einem durchlässigen, lockeren und eher trockenen Boden ist für die Mexikonessel ideal. Vor der Pflanzung bzw. im Frühjahr vor dem Austrieb verbessert eine Kompostgabe oder organischer Dünger den Boden.

Beachtet werden sollte:

  • Verwelkte Blüten entfernen, fördert eine Nachblüte.
  • Die Staude sät sich von selbst aus. Wer das verhindern möchte, schneidet die Blütenkerzen vor der Samenbildung ab.
  • Eine schöne Winterstrukturpflanze, dann im zeitigen Frühjahr bodennah abschneiden.
  • Rückschnitt kann aber auch im Herbst erfolgen.
Die "Lady in Black": Garten gestalten leicht gemacht.

Die „Lady in Black“: Garten gestalten leicht gemacht.

Aster: Die dankbare Gartenschönheit

Kurz bevor das Gartenjahr endet, zeigt sich die AsterLady in Black“ (Aster lateriflorus) von Oktober bis November in ihrer vollen Pracht. Die zahlreichen sternförmigen weiß-rosa Blütenköpfchen der mehrjährigen Staude sind weithin sichtbar und locken Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an, die hier ihre letzte Nahrungsquelle finden. Mit der 100 cm hohen Staude als Gerüstbildner im Hintergrund des Beetes lassen sich zusammen mit anderen Pflanzen wie Gräser, Fettblatt, Mexikonessel, weißem Sonnenhut und Storchschnabel zauberhafte Herbst-Staudenbeete gestalten. Einmal gepflanzt, erfreuen sich Hobbygärtner bis zu den ersten Frösten an dieser Asternschönheit.

Die Aster „Lady in Black“ bevorzugt einen sonnigen Standort, jedoch nicht in der prallen Mittagssonne. Im Halbschatten leidet ihre Blühfreudigkeit. Der Boden sollte durchlässig, nährstoffreich und leicht feucht sein. Die Pflanzzeit ist idealerweise im Frühjahr, dann erscheinen im Herbst schon die ersten Blüten.

Außerdem zu beachten:

  • Wichtig ist das richtige Gießen: Durchdringend von unten gießen, vor allem bei längeren Trockenperioden.
  • Jedoch keine Staunässe und nicht auf die Blätter gießen, sonst kann sich Mehltau entwickeln.
  • Zur Anregung der Blütenbildung im Frühjahr mit Kompost oder organischem Dünger versorgen.
  • Ältere Astern verholzen oder verkahlen oft von der Mitte her. Dann sollten sie geteilt werden.
  • Wer seinem Garten auch im Winter Struktur geben möchte, lässt die Staude stehen und schneidet sie erst im Frühjahr vor dem Austrieb bodennah ab.
Den Garten gestalten? Mit Sedum Maximum ist das jetzt einfach gemacht.

Den Garten gestalten? Mit Sedum Maximum ist das einfach gemacht.

Fettblatt: Die Genügsame setzt Farbakzente

Besonders attraktiv an dem FettblattMatrona“ (Sedum telephium ssp. maximum) sind seine rosa Dolden mit den einzelnen zarten Blüten, die von August bis Oktober erscheinen. Für Insekten und Schmetterlinge eine begehrte Nahrungsquelle. Zusammen mit dem bräunlich-grünen Blattwerk ergeben sich damit im Garten schöne farbliche Akzente. Bei einer Höhe von 50 cm ist das Fettblatt ideal für den mittleren bis vorderen Bereich im Staudenbeet. Zusammen mit Gräsern, violettem Ziersalbei, Mexikonessel, Storchschnabel und Astern lässt sich ein harmonisches Beet gestalten.

Als Standort liebt das Fettblatt einen sonnigen Platz mit durchlässigem, magerem und leicht trockenem Boden. Die ideale Pflanzzeit ist im zeitigen Frühjahr. Dann sprießen die sukkulenten Blätter rosettenartig aus der Erde und sind Hintergrund für Schneeglöckchen, Anemonen, Traubenhyazinthen und Krokus. Das Fettblatt ist mehrjährig, winterhart und braucht keinen Frostschutz. Nicht nur während der Blütezeit ist die „Matrona“ eine attraktive Pflanze im Garten. Auch im Winter sorgt sie im Beet für eine dekorative Struktur, wenn Stängel und Blätter erst im Frühjahr bodennah abgeschnitten werden. Die getrockneten Blütenstände eignen sich auch bestens für Trockengestecke.

Zu beachten:

  • Das Fettblatt sollte sparsam gedüngt werden!
  • Gießen nur bei lange anhaltenden Trockenperioden. Die fleischigen Blätter speichern Feuchtigkeit.
  • Zur Vermehrung kann die Pflanze geteilt werden.
Von Mai bis Juli prachtvoll. Die "Brokovo" macht Garten gestalten einfach.

Von Mai bis Juli prachtvoll. Die „Biokovo“ macht Gartengestaltung einfach.

Storchschnabel: Ein dankbarer Bodendecker

Der StorchschnabelBiokovo“ (Geranium x cantabrigiense) ist mit 30 cm Höhe der ideale Bodendecker für den Beetvordergrund, an Gartenhängen, als Beeteinfassung, im Steingarten und für Tröge. Seine kleinen, weißen Blüten erscheinen von Mai bis Juli über dem satt grünen Laub und ergeben durch die zartrosa Staubgefäße ein reizvolles Farbspiel. Gerne werden die Blüten von Bienen und Schwebfliegen besucht. Schöne Staudenbeete lassen sich mit diesem Storchnabel als Unterpflanzung von der blauvioletten Mexikonessel, dem blauen Ehrenpreis „Blauriesin“, dem hohen Zierlauch und mit Gräsern gestalten. Die Sorte „Biokovo“ ist sehr ausdauernd, winterhart und besonders dürreverträglich.

Bevorzugt wird von diesem Storchschnabel ein sonniger Standort mit nährstoffreichem, durchlässigem und eher trockenen Boden. Sommerliche Trockenheit wird besser vertragen als Staunässe. Der beste Pflanztermin ist das Frühjahr und damit sich die Fläche rasch schließt, sollten mehrere Pflanzen pro Quadratmeter gesetzt werden.

Kleine Anleitung zur Pflege:

  • Neue Pflanzungen bei sonnigem Wetter ausreichend gießen.
  • Nährstoffarme Böden im Frühjahr mit Kompost oder organischem Dünger aufbessern.
  • Im Herbst oder Frühjahr können Triebe, die über den Beetrand wachsen, eingekürzt werden.
  • Zur Vermehrung und bei zu stark wachsenden Pflanzen können Teile abgestochen werden.
  • Storchschnäbel sind robust und werden selten von Krankheiten befallen. Auch Schnecken meiden diese Pflanze.

Zierlauch: Der Auffallende mit blauen Kugelbällen

Die auffallende Blütenfarbe und die großen Blütenbälle dieses Zierlauchs (Allium caeruleum) sind eine Besonderheit im Garten. Zahlreiche sternförmige, kleine Blüten bilden den kugeligen Blütenstand mit einem Durchmesser von etwa vier Zentimetern, der von Bienen und Schmetterlingen gerne angeflogen wird.

Die blauen Blütenbälle der Allium Caeruleum machen das Garten gestalten einfach.

Die blauen Blütenbälle der Allium Caeruleum machen das Garten gestalten einfach.

Der tiefblaue Zierlauch wird 60 cm hoch und blüht von Juni bis Juli. Mit dem imposanten und wirkungsvollen Zwiebelblüher lassen sich attraktive Staudenbeete gestalten. Halbhohe Nachbarn wie Akelei, Storchschnabel, niederer Ziersalbei, Wolfsmilch und Purpurglöckchen verdecken nach der Blüte das vergilbende Laub. Die Lauchblüten sind haltbare Schnittblumen und eignen sich gut zum Trocknen. Nach dem Verblühen verblasst die Farbe und es bildet sich ein bizarrer Samenstand.

Der Zierlauch ist eine Zwiebelpflanze und seine Zwiebeln werden im Oktober/November etwa 8 cm tief eingepflanzt. Um eine schöne Wirkung zu erzielen, sollte man von den winterharten, mehrjährigen Zwiebeln mindesten 8-10 mit einem Abstand von 10 cm zusammenpflanzen. Als Standort liebt er einen sonnigen Platz mit durchlässigem, mäßig nährstoffreichem und eher trockenem Boden. Damit die blauen Kugelbälle Jahr für Jahr in ihrer vollen Pracht aufblühen, sollten die Zwiebeln bei der Pflanzung bzw. im Frühjahr beim Austrieb mit Kompost oder organischem Dünger versorgt werden. Am besten um die Pflanzen herum einharken und kräftig angießen.

In unserem Blogbeitrag „Garten gestalten: Geniale Ideen zum Nachmachen“ haben wir bereits einige Gestaltungstipps für ein erholsames Gartenparadies beschrieben.


Bildnachweis: © alle Bilder staudenmix.de

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Iris Martin

Iris Martin, Jahrgang bleibt ein gut gehütetes Geheimnis, ist Mutter zweier Kinder. Rabauke 1 und Rabauke 2 sind Wunschkinder ersten Grades, treiben ihre Eltern regelmäßig an den Rand der Verzweiflung und wissen sie von dort mit einem lieblichen Augenaufschlag wieder wegzuholen. Iris ist derzeit mit ihren beiden Jungs zu Hause, genießt das Leben als Vollzeitmami und hält das Chaos so im Rahmen. Neuen Herausforderungen stellt sie sich dabei gerne – immer gut gewappnet mit dem Wissen, das nur aktiv agierende Eltern haben können.

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