Ideen für den Garten: Tipps & Tricks vom Fachmann

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Ideen für den Garten: Fachleute und Experten verraten ihre Tricks, um den Garten in neuem Licht erstrahlen zu lassen. Tolle Pflanzbeispiele und alle Infos zu den Stauden sind hier zusammengestellt.

Ideen für den Garten: Was muss ich beachten?

In unserem Gartenblog „Ideen für den Garten: Tipps & Tricks vom Fachmann“ geben die Experten wertvolle Hinweise zur optimalen Gartengestaltung. Dieser Ratgeber enthält viele Ideen, um aus der tristen Rasenfläche eine blühendes Pflanzenmeer zu zaubern.

Dabei ist die Umsetzung kinderleicht und ihr Traumgarten nur einen Steinwurf entfernt. Dank intelligent zusammengestellter Pflanzmischungen spielt die Größe des Grundstücks kaum eine Rolle. Im Gartenbereich geht es vor allem darum sich wohl zu fühlen. Am Wochenende im Sommer verbringt man hier mit der ganzen Familie, in trauter Zweisamkeit oder auch mal ganz alleine für sich etwas Zeit und lässt den Alltag mal Alltag sein.

Auch eine Terrasse lässt sich toll mit der Gartenplanung vereinen. Neben traumhaften Staudenbeeten sind auch Pflanzungen im Topf möglich. Große terracottafarbene Platten können hier für ein mediterranes Flair sorgen. Besonders bietet sich auch eine orientalische Gestaltung an. Wer möchte nicht laue Sommerabende im Garten verbringen, der einen in 1001 Nacht versetzt?

Den Ideen für den Garten sind also keine Grenzen gesetzt. Außerdem ist die Expertise im Garten keinesfalls Voraussetzung für eine schöne Gartengestaltung. Ganz im Gegenteil. Gut geplante Beete können mit gezielter Pflanzenauswahl sogar sehr pflegeleicht sein.

Pflanzbeispiele und Ideen zur Anordnung der Pflanzung

Pflanzbeispiele und Ideen zur Anordnung der Pflanzung.

Ideen für den Garten: Gute Vorbereitung für die Pflanzung

Eine schöne Gartengestaltung bedarf guter Vorbereitung. Diese muss allerdings gar nicht so kompliziert werden. Pflanzbeispiele und Ideen zur Anordnung der Pflanzung haben die Experten bereits zusammengestellt.

Wichtig ist es darauf zu achten, dass die Pflanzung harmonisch abgestimmt ist, aber auch Kontraste beinhaltet. Hierzu eignet sich eine Staudenmischung ideal. Denn dabei sind die Gartenideen inklusive. Die Pflanzen sind farblich und von ihren Eigenschaften her aufeinander abgestimmt.

Ob Sie den Gartenbereich oder die Terrasse verschönern möchten, spielt dabei keine Rolle. Geniale Gartengestaltungsmöglichkeiten gibt es in allen Formen und Farben. Blühende Pflanzen werten kleine und große Gärten optisch auf und schaffen ein rundes Bild im Zusammenspiel mit Haus und Umgebung.

Mit ein paar schönen Ideen machen Sie Nachbarn und Freund im Handumdrehen neidisch und können ohne große Mühe einen grünen Daumen unter Beweis stellen. Auch für Anfänger und Hobbygärtner gibt es viele Möglichkeiten den Gartenbereich aufzuhübschen.

Die Staudenbeete bieten unbegrenzte Möglichkeiten. Sie bestehen immer aus unterschiedlichen Pflanzen, die jeder für sich eine Aufgabe in der Pflanzung übernehmen. Gerüstbildner, Gruppenstauden und Bodendecker müssen aufeinander abgestimmt sein. Orange Farbtöne, Rot und Braun können dabei beispielsweise eine schöne Kombination ergeben. Orientalisches Flair gibt dem Garten das zusätzliche gewisse Etwas.

Aus meiner Pflanzliste „Indian Sunset“ habe ich fünf Stauden für Sie ausgewählt. Dazu einige Informationen.

Fünf Stauden, die bewusst von mir ausgewählt wurden. Sie können mit weiteren Stauden aus dieser Pflanzliste ergänzt werden, sodass sich das Beet während der ganzen Saison in einer üppigen Blütenpracht zeigt.

Montbretie: Ein echter Evergreen

Die Pflanze Montbretie (Crocosmia x crocosmiiflora) erfreut sich bereits seit Jahrzenten besonderer Beliebtheit. Die Gartenpflanze besitzt bogig überhängende, ausladende Blütenstände. Ihre kräftige Blütenfarbe in rotorange verleiht dem Gartenbereich ausdrucksstärke.

Ideen für den Garten: Die feuerrote Montbretie

Ideen für den Garten: Die feuerrote Montbretie.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südafrika, weswegen sie ein mildes, trockenes Klima bevorzugt. Die robuste Montbretie ist durch züchterische Arbeiten auch für unsere Gärten geeignet.

Die Stauden haben eine sehr lange Blütezeit von Juli bis September, teilweise bis in den Oktober hinein. Ihre schwertförmigen Schmalen Blätter ähneln der Gladiole. Je nach Sorte kann die crocosmia x crocosmiiflora zwischen 50 cm und 100 cm hoch werden.

Als Hingucker im Garten oder an der Terrasse ist die Montbretie in der Pflanzung das besondere Highlight.

Die Montbretie bevorzugt einen warmen, sonnigen Standort. Im Winter bedarf sie besonderem Schutz, wobei die Bodenbeschaffenheit Einfluss auf die winterhärte hat.

Mit durchlässigen Böden kann der Winterfäulnis leicht entgegengewirkt werden. Ein mit viel Sand angereicherter Boden ist für die Pflanze die beste Lösung.

Weiter Pflegemaßnahmen:

  • Im Spätherbst die Knollen mit Laub bedecken, um sie winterhart zu machen
  • Im März / April Laub wegnehmen und 3 cm Dünger auftragen
  • Eine Zweite Düngung Anfang Juni verstärkt das Wachstum
Der Storchschnabel (Geranium) kann mit langen Blüten und dekorativem Laub überzeugen.

Der Storchschnabel (Geranium) kann mit langen Blüten und dekorativem Laub überzeugen.

Storchschnabel: Robust, blühfreudig, zuverlässig

Der Storchschnabel (Geranium) kann mit langen Blüten und dekorativem Laub überzeugen. Obwohl der botanische Name an die beliebten Balkonpflanzen erinnert, ist der Storchschnabel ganz anders zu behandeln. Er bedarf weit weniger Pflege und ist insgesamt anspruchsloser.

Die Stauden sind besonders robust, zuverlässig und blühfreudig. Besonders gut eignet sich Geranium als Beetumrahmung oder „Lückenfüller“ in der gesamten Pflanzung. Dabei sorgt die Staude für ein einheitliches Bild und ergänzt seine Pflanzpartner. Die handförmig geteilten, farbintensiven Blätter werten den Gartenbereich zudem optisch auf.

Der Storchschnabel ist am besten an einem sonnigen bis halbschattigen Standort aufgehoben. Ein gut durchlässiger Boden mit hohem Kalkanteil eignet sich für die Pflanze ideal. Außerdem ist die Pflanzung im Abstand von 20 cm bis 40 cm zu empfehlen.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Im Herbst alle abgestorbenen Stängel bodennah abschneiden
  • Vermehrung geschieht über Samen. Ist dies nicht gewünscht, fördert das Abschneiden der Samen die Zweitblüte
  • Im Frühjahr maßvoll düngen
  • Verträgt mühelos Trockenheit, sollte jedoch bei längerer Trockenzeit ab und zu gegossen werden
  • Aussähung im Herbst, Teilung im Frühjahr möglich
Die Blütezeit der Achillea millefolium reicht von Mai bis Oktober: Ideen für den Garten

Die Blütezeit der Achillea millefolium reicht von Mai bis Oktober: Ideen für den Garten

Schafgarbe: Ein gelbes Blütenmeer

Die Schafgarbe (Achillea millefolium) zählt zu den bekanntesten Wild- und Heilkräutern. Die duftende Pflanze besitzt weiße, gelbe oder rosafarbene Blüten. Sie kann geben Magen- und Verdauungsstörungen helfen. Allerdings steht sie in erster Linie als anspruchslose und zierende Staude für die Gartenplanung bereit. Die ausdauernde, mehrjährige Pflanze kann eine Höhe von bis zu 140 cm erreichen.

Die Stängel des bekannten Wildkrauts sind recht stabil und mit feinen Drüsenhaaren ausgestattet. Die Pflanze ist im Frühjahr noch als Blattrosette zu erkennen. Die Grundblätter sind in dieser Phase länglich. Gemeinsam mit ihren Pflanzpartnern ist die Schafgarbe eine schöne Idee zur Bepflanzung des Gartenbereichs.

Die Blütezeit der Achillea millefolium reicht von Mai bis Oktober. Auch was ihren Standort betrifft ist die Schafgarbe nicht wählerisch. Ein durchlässiger, trockener und nährstoffreicher Boden eignet sich allerdings optimal für diese Pflanze. Die Schafgarbe verträgt auch Böden, die leicht gekalkt sind. Eine zusätzliche Düngung ist in den meisten Fällen jedoch nicht erforderlich.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Aussaht der Samen im Frühjahr empfehlenswert
  • Ein Pflanzabstand von 25 cm bis 30 cm sollte eingehalten werden
  • Verträgt Temperaturen von bis zu -30°
  • Boden nie vollständig austrocknen lassen
Ideen für den Garten: Das Ochsenauge für ein idyllisches Bild

Ideen für den Garten: Das Ochsenauge für ein idyllisches Bild.

Ochsenauge: Der unermüdliche Sommerblüher

Die zartgelben Blüten des Ochsenauge (Buphtalmum salicifolium) blühen von Juni bis September. Die Pflanze ist damit ein typischer unermüdlicher Sommerblüher. Wer sich bei der Gartenplanung für eine naturnahe Variente entscheidet, ist mit dem Ochsenauge gut bedient. Die ursprüngliche Alpenpflanze schafft mit ihren pflegeleichten Wildblumeneigenschaften ein idyllisches Bild im Gartenbereich.

Das Ochsenauge benötigt einen eher sonnigen Standort, wo es im Sommer viele Sonnenstunden abbekommt. Die Pflanze verträgt keine Staunässe, weswegen ein durchlässiger Boden besonders wichtig ist. Auch ein hoher Kalkanteil ist für das Ochsenauge förderlich. Verblühte Blüten und Blütenstände sollten regelmäßig zurück geschnitten werden. Dadurch verlängert sich die Blütezeit und eine Selbstaussaat wird verhindert.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Die Teilung der Pflanze ist nicht möglich
  • Die Staude sollte in Gruppen angepflanzt werden
  • Im ersten Jahr nach der Pflanzung düngen. Alle 2 – 3 Jahre ist eine Nachdüngung empfehlenswert
Die Blätter der Lampenputzer sind sehr fest und duften leicht nach Zitrone: Ideen für den Garten

Die Blätter der Lampenputzer sind sehr fest und duften leicht nach Zitrone: Ideen für den Garten

Lampenputzer:  Das Highlight im Staudenbeet

Wie der Name bereits vermuten lässt, ähneln die Blütenstängel der Callistemon citrinus der Form eines Lampenputzers. Eine Besonderheit der Pflanze ist, dass sie bis zu drei Mal im Jahr blüht; im April / Mai, August und Dezember. Die 10 cm bis 15 cm langen Blüten besitzen sehr filigrane Staubgefäße, sind sehr langlebig, robust und oft erstrahlen sie in feurigem rot.

Die an sich unscheinbar blühende Blüten werden teilweise komplett von den Staubgefäßen bedeckt und geben der Pflanze dadurch ihr spezielles Aussehen. Die Blätter der Lampenputzer sind sehr fest und duften leicht nach Zitrone. Außerdem ist die Pflanze immegrün.

Der sonnenhungrige Lampenputzer benötigt einen vollsonnigen, hellen Standort. Es empfiehlt sich ein nährstoffreicher und durchlässiger Boden. Staunässe verträgt der Callistemon citirnus nicht besonders gut, allerdings ist im Sommer ein leicht feuchter Boden wichtig für die Pflanze.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Die Pflanze verträgt kurzzeitige Trockenphasen von maximal 1 – 2 Tagen
  • Liebt wöchentliche bis 14-tägige Düngergaben
  • Nach Verblühen direkt an der Blüte abschneiden

Bildnachweis: © alle Bilder staudenmix.de

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Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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