Kleiner Garten: Ideen für den Schatten

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Kleiner Garten: Ideen für den Schatten: Schattenbereiche müssen nicht langweilig aussehen. Tipps für eine abwechslungsreiche Bepflanzung

Kleiner Garten: Ideen für den Schatten: Gartentraum mit Sitzbereich im Schatten

In unserem Gartenblog „Kleiner Garten: Ideen für den Schatten“ zeigt Ihnen unser Gartenexperte, wie sich auch ein kleiner Garten, noch dazu mit Schattenbereichen, interessant gestalten lässt. Es gibt genügend Pflanzen, um auf Dauer schöne und harmonische Kombinationen zusammenstellen zu können. Unter ihnen befinden sich viele mit dekorativem Laub, aber auch mit zarten, eher kleinen, aber üppigen Blüten.

Planen Sie auch Gräser mit ein, diese lockern das Gesamtbild auf. Liegt das Beet teilweise im Halbschatten fühlen sich Akelei, Japan-Anemone, Frauenmantel, Bergenien und Purpurglöckchen ebenfalls wohl.

Die meisten Schattenstauden zeichnen sich durch ihr attraktives Laub und ihre sanften Blütenfarben aus, die vor dem dunklen Hintergrund von Gehölzen oder unter Bäumen bestens zur Wirkung kommen und den Bereich kleiner Gärten aufhellen. Abwechslungsreich bepflanzt, muss ein Schattenbeet nicht langweilig sein.

Tipps dazu finden Sie bei meinen fünf ausgesuchten Stauden. Die Vorgehensweise beim Pflanzen ist dieselbe wie bei einem Staudenbeet: Hohe Stauden im Hintergrund, niedere und teppichartige stufenweise nach vorne.

Dabei nicht zu dicht pflanzen, da sich die meisten Schattenstauden gut entwickeln und verbreitern. Durch den später dichten Bewuchs kommt auch kein oder nur ganz wenig Unkraut auf. Idealerweise schaffen Sie sich in diesem Schattenbereich einen zweiten Sitzplatz für heiße Tage. Mit geschickter Gestaltung lässt auch ein kleiner Garten dafür Raum.

Die Schattenmischung umfasst viele tolle Ideen für Ihren kleinen Garten.

Die Schattenmischung umfasst viele tolle Ideen für Ihren kleinen Garten.

Kleiner Garten: Ideen für den Schatten: Attraktives Schattenbeet mit Sitzbereich

Schattenbeete liegen oft am Haus oder an Mauern entlang, vor Hecken, an Gehölzrändern oder unter Bäumen. Ist der Bereich kleiner, lässt er sich relativ einfach gestalten. Bei größeren Beeten ist die Pflanzenauswahl etwas schwieriger. Doch auch dafür gibt es Lösungen. Als Randbepflanzung bieten sich Funkien an, die mit ihren unterschiedlichen Blattfarben und den zarten Blüten für Abwechslung sorgen.

Dazwischen einige Gräser wie etwa die Schnee-Hainsimse oder Seggenarten, sie bringen Leichtigkeit und Eleganz. Auch Purpurglöckchen mit ihren verschiedenen Blattfarben eignen sich für Randbepflanzungen. An hohen Schattenpflanzen bieten sich das Tafelblatt, die Weißwurz (vielblättriges Salomonsiegel) und der Geißbart an.

Auch in einem großen Garten gibt es interessante Schattenbereiche, doch ein kleiner Garten mit Schattenbeet kann genauso reizvoll wirken, wenn es gut geplant ist. Perfekt wird der Gartentraum, wenn neben dem Sitzplatz am Haus, ein zweiter Sitzbereich im Schatten geschaffen wird. Ideal an heißen Sommertagen.

Auch ein kleiner Garten bietet dafür Platz. Ein mit Schattenpflanzen schön gestaltetes Beet unter dem dichten Blätterdach eines Baumes, dazu eine gemütliche Bank oder kleine Sitzgruppe, schenken dann Entspannung und Erholung und lassen die Mühen und Arbeiten im Garten vergessen.

Aus meiner „Schatten Mischung“ habe ich fünf attraktive Stauden ausgewählt, die Schattenbereiche im Garten verschönern. Dazu Tipps und Informationen.

Ganz gezielt wurden diese Schattenstauden von mir ausgewählt. Die Bepflanzung kann mit Blühpflanzen, die im Halbschatten gedeihen, ergänzt und gestaltet werden. Damit entsteht ein interessantes Wechselspiel zwischen frisch-grünem Blattwerk und reizvollen Blüten.

Kleiner Garten Ideen: Das Tafelblatt (Astilboides tabularis) für Ihre Gartengestaltung.

Kleiner Garten Ideen: Das Tafelblatt (Astilboides tabularis) für Ihre Gartengestaltung.

Tafelblatt: Eindrucksvolle Staude für Schattenbereiche

Das Tafelblatt (Astilboides tabularis) beeindruckt vor allem mit seinen großen, schirmartigen Blättern, die leicht einen Durchmesser von 90 cm erreichen können. Sie wachsen an aufrechten Stängeln und erreichen damit Höhen von 70-100 cm. Blickfang bei der Staude sind hauptsächlich die grünen Blätter, doch der Anfang bis Ende Juni erscheinende weiße, astilben-ähnliche Blütenstand ist ebenfalls sehenswert.

Auf langen Stängeln steht die Blütenrispe über dem Blättermeer. Das Tafelblatt wächst breit ausladend und bedeckt gut einen Quadratmeter. Ideale Pflanzpartner sind Funkien, Weißwurz auch als Salomonsiegel bekannt, Elfenblume und Schnee-Hainsimse.

Wohl fühlt sich das Tafelblatt an einem halbschattigen bis schattigen Standort in nährstoffreichem, durchlässigem und leicht feuchtem Boden. Staunässe und trockenen Boden mag die Pflanze nicht. Auch Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden, da die Blätter sonst verbrennen und zu Beeinträchtigungen der Pflanze führt. Die Staude ist pflegeleicht und standorttreu und sollte daher nicht umgepflanzt werden. Zu ihrer vollen Entwicklung dauert es mehrere Jahre.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Hoher Nährstoffbedarf, daher im Frühjahr gut mit Kompost düngen.
  • Regelmäßig gießen, damit der Boden nicht austrocknet.
  • Nach der Blüte die Blütenrispen entfernen.
  • Das Laub wird im Herbst abgeworfen.
  • Das Tafelblatt ist sehr winterhart und braucht keinen Schutz
  • Später Austrieb der Blätter im Frühjahr.
Der Waldmeister Galium odoratum ist nicht nur eine tolle Idee für den kleinen Garten, sondern lässt sich auch zur Bowle verarbeiten.

Der Waldmeister Galium odoratum ist nicht nur eine tolle Idee für den kleinen Garten, sondern lässt sich auch zur Bowle verarbeiten.

Waldmeister: Weißer, zart duftender Blütenteppich

Die meisten kennen den Waldmeister (Galium odoratum) nur als Gewürz- und Heilpflanze wie etwa in der Waldmeisterbowle oder als Götterspeise. Doch Waldmeister ist mehr. Im Schattenbereich kleiner Gärten bedeckt er rasch ganze Flächen, die angenehm duften und zusammen mit weiteren Schattenpflanzen wie Funkien, Tafelblatt, Schnee-Hainsimse und Elfenblume eine reizvolle Bepflanzung ergeben.

Ein Blickfang ist die etwa 30 cm hohe Pflanze, wenn von April bis Mai die sternförmigen, weißen Blütendolden zwischen den frisch-grünen Blättern erscheinen. Getrocknete Waldmeisterblätter sind in der Küche vielseitig einsetzbar. Schon aus diesem Grund sollte er in keinem Garten fehlen.

Der Waldmeister bevorzugt einen schattig bis halbschattigen Standort, am besten unter Bäumen oder Gehölzen, in gut durchlässigem, nährstoffreichem Boden. Im halbschattigen Kräuterbeet oder als Beetumrandung gedeiht er ebenfalls. Er ist sehr winterhart, kann jedoch mit einer Laubschicht abgedeckt werden, da das Laub der Pflanze im Herbst einzieht.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Hat einen hohen Nährstoffbedarf, daher vor dem Austrieb gut düngen.
  • Großzügig gießen, Boden muss stets feucht sein.
  • Vermehrung durch Rhizome, verbreitet sich stark.
  • Pflanze kann im Topf gekauft oder ausgesät werden.
  • Ernte der Blätter vor oder während der Blüte.
  • Im Bauerngarten sollte der Waldmeister nicht fehlen, da er für die Raupen einiger Nachtfalter eine wichtige Futterpflanze ist.
Kleiner Garten: Ideen, wie die Weißrandfunkie (Hosta fortunei) lassen Ihren Garten größer wirken.

Kleiner Garten: Ideen, wie die Weißrandfunkie (Hosta fortunei), lassen Ihren Garten größer wirken.

Weißrandfunkie: Attraktive Blattstaude mit lavendelfarbiger Blüte

Die Weißrandfunkie (Hosta crispula) beeindruckt allein schon durch ihre satt-grünen, leicht herzförmigen Blätter mit dem weißen Rand. Eine imposante Staude, die mit den Blütenstängeln bis zu 90 cm hoch werden kann und breit ausladend wächst. Im Juni/Juli treiben aus dem Blattwerk lange, zarte Stängel, die mit ihren zahlreichen, lavendelfarbigen Trichterblüten hoch über die Blätter ragen.

Funkien sind perfekt für Schattenbereiche, wo sie mit Gräsern, Farnen, Waldmeister und Tafelblatt bestens harmonieren. Besonders gut passt die Staude in moderne oder asiatisch angelegte Gärten, aber auch in großen Pflanzgefäßen wirkt sie attraktiv. Mit ihrer weißen Zeichnung verbreitet die Weißrandfunkie im Schatten eine angenehme Frische.

Wohl fühlt sich die Weißrandfunkie an einem halbschattigen bis schattigen Standort. Der Boden sollte gut durchlässig, feucht und nährstoffreich sein. Die Staude ist nur bedingt winterhart, vor allem gegen Spätfröste im Frühjahr ist sie empfindlich. Daher ist ein leichter Winterschutz ratsam. Außerdem ist sie pflegeleicht und standorttreu, das bedeutet, sie kann viele Jahre an ihrem Platz im Garten bleiben.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Hoher Nährstoffbedarf, daher im Frühjahr gut düngen.
  • An trockenen Tagen intensiv gießen, Boden muss immer etwas feucht sein.
  • Nach der Blüte die Stängel bis zum Boden zurückschneiden.
  • Die Funkie wächst horstig und lässt sich zur Vermehrung gut teilen.
  • Schnecken lieben Funkien ganz besonders.
Die Schnee-Hainsimse (Luzula nivea) passt sowohl in den Bauerngarten als auch in moderne Gärten

Die Schnee-Hainsimse (Luzula nivea) passt sowohl in den Bauerngarten als auch in moderne Gärten

Schnee-Hainsimse: Filigran und elegant mit weißen Blütenbüscheln

Die Schnee-Hainsimse (Luzula nivea), auch bekannt als Schneemarbel, bringt mit ihren zarten, schmalen Blättern und den weißen Blütenpuscheln Leichtigkeit in den schattigen Garten. Die Blüten erscheinen im Mai/Juni und zeigen sich oft bis in den Herbst, wenn sie aufgrund der Samenbildung nicht abgeschnitten werden.

Auf langen Stängeln stehen sie über dem aufrecht, locker und horstig wachsenden Gras, das 40-50 cm hoch wird. Die Schnee-Hainsimse passt sowohl in den Bauerngarten als auch in moderne Gärten. Da sie wintergrün ist und ihr Laub behält, sind Frühlingsblüher und Lenzrosen reizvolle Pflanzpartner, ebenso wie Farne und blühende Schattenstauden.

Als Standort schätzt die Schneemarbel einen halbschattigen bis schattigen Platz in normalem frischem, durchlässigem Boden, wo sie in Beeten oder als Gehölzunterpflanzung prächtig gedeiht. Besonders schön wirkt das Gras in einer Gruppe von 3-4 Pflanzen. Beste Pflanzzeit ist das Frühjahr, dann ist es bis zum Winter gut eingewachsen. Die Schnee-Hainsimse ist anspruchslos, pflegeleicht und winterhart.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Im Frühjahr und bei der Pflanzung mäßig düngen.
  • Regelmäßig gießen, Boden sollte nicht austrocknen.
  • Leichte Vermehrung durch Selbstaussaat. Pflanze kann jedoch auch durch Abtrennung der Tochterpflanze problemlos vermehrt werden.
  • Kein Rückschnitt nötig. Vertrocknete bzw. geschädigte Blätter im Frühjahr abschneiden.
Kleiner Garten: Die Weißwurz (Polygonatum multiflorum) und ihre Pflanzpartner bilden schöne Ideen auch für wenig Platz.

Kleiner Garten: Die Weißwurz (Polygonatum multiflorum) und ihre Pflanzpartner bilden schöne Ideen auch für wenig Platz.

Weißwurz: Weiße Blüten zwischen frisch-grünem Laub

Die Weißwurz (Polygonatum multiflorum), auch als vielblütiges Salomonsiegel bekannt, ist eine ausdauernde, sommergrüne Staude, die etwa 60-80 cm hoch wird. Von Mai bis Juni erscheinen zwischen dem dunkelgrünen Laub die überhängenden Blütenstände, an denen kleine, weiße Röhrenblüten hängen. Die nektarreichen Blüten sind eine begehrte Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und andere Insekten.

Bis zum August bilden sich die Blüten dann zu kleinen, dunkelblauen Beeren aus. Alle Pflanzenteile der Weißwurz sind giftig! Auch ein kleiner Garten mit Schattenbereich ist ideal für das vielblütige Salomonsiegel, wo es mit Funkien, Farnen, Gräsern und anderen Schattenpflanzen bestens harmoniert.

Als Standort bevorzugt die Weißwurz einen halbschattigen bis schattigen Platz im Beet oder an Gehölzrändern. Besonders attraktiv wirkt sie neben Azaleen und Rhododendren. Der Boden sollte locker, gut durchlässig und leicht feucht sein.

Da die Staude im Topf erhältlich ist, kann sie ab dem Frühjahr gepflanzt werden. Die verblühten Blütenstände nicht abschneiden, dies würde die Pflanze schwächen. Erst im Herbst wird die vielblütige Weißwurz bodennah abgeschnitten.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Im Frühjahr gut mit Kompost versorgen.
  • Gut gießen, Erde darf nicht austrocknen.
  • Vermehrung am besten über die fleischigen Wurzeln. Teilstücke im Frühjahr vorsichtig abtrennen und wieder einpflanzen.
  • Einmal angewachsen, ist die Weißwurz langlebig und pflegeleicht.
  • Alle Pflanzenteile sind giftig!

Bildnachweis: © alle Bilder staudenmix.de

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Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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