Landhausgarten: Tipps für idyllische Gärten

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Landhausgarten: Tipps für idyllische Gärten sind immer willkommen und lassen ein Potpourri aus Blumen und Sträuchern entstehen.

Landhausgarten: Tipps für idyllische Gärten gesucht?

Geht es um den Landhausgarten und Tipps für idyllische Bauerngärten, steht der Wunsch nach einem Garten im Vordergrund, der ländlich geprägt ist. Die Natur soll hier klar erkennbar sein, weniger wichtig ist, was der Mensch zu dem Potpourri aus Blumen und Pflanzen beigetragen hat.

Wer auf diese Art und Weise gärtnern möchte, nutzt die Elemente des Bauerngartens und kombiniert diese mit einem Wildgarten. Die Unberührtheit ländlicher Umgebung kommt im Landhausgarten besonders schön zum Ausdruck. Dennoch wird natürlich nichts wild gepflanzt, alle Elemente des Gartens, Wege, Deko, Blumen, Bäume und die übrige Gestaltung unterliegen einem Konzept.

Der Landhausgarten steht für Bodenständigkeit und Ruhe, wirkt verträumt und zeigt die Unberührtheit und Idylle ländlicher Umgebung. Vorbild sind die Gärten Englands, die um die Cottages herum angelegt wurden und die natürliche Bauerngärten konzeptionell umsetzen. Es dominieren Pflanzen aller Größen, natürliche Formen und kräftige Farben.

Alle Elemente sind aufeinander abgestimmt, wenngleich sie sich besonders üppig und teilweise wild zeigen. Das erkennen Sie zum Beispiel an der Gestaltung mit Kletterrosen und Buchsbaum, an Feldsteinen und Wegen mit Kies. Es werden verschiedene Elemente kombiniert, die das Gärtnern einfach werden lassen. Hier kann es keine Fehler geben, denn alle Ideen wirken gleichwohl gewollt als auch zufällig.

Wichtig sind im Landhausgarten in jedem Fall verwunschene Ecken, die als Rückzugsort oder für den Sitzbereich dienen. Sie sind durch ein Rankgitter für Kletterrosen erreichbar oder durch ein schmiedeeisernes kleines Tor. Auch ein weiß gestrichenes Holzspalier darf nicht fehlen, wenn ländlicher Gestaltung Genüge getan werden soll!

Ich empfehle hierbei immer, doch einmal durch urige Dörfer zu fahren und sich die Gärten dort anzusehen. Schauen Sie Bilder von englischen Cottage-Gärten an und suchen Sie sich die Ideen heraus, die Ihnen und Ihrer Art zu gärtnern am ehesten gefallen. Sie müssen nicht alle Elemente unterbringen, brauchen auch nicht jede Deko aufgreifen, die Sie irgendwo sehen.

Zinkwannen und mit Blumen bepflanzte Schubkarren, schmiedeeiserne Tischchen und Metallstühle: Es gibt so viele Ideen, die aber unmöglich in einem Landhausgarten umgesetzt werden können. Viel wichtiger ist eher, eine persönliche Note zu erreichen.

Im besten Fall entsteht ein Potpourri aus alten und neuen Ideen, aus Unberührtheit und gekonntem Gärtnern, aus Kletterrosen und Schneeglöckchen, aus Gras und gepflastertem Terrassenbereich. Gegensätze ziehen sich an, das gilt auch für einen Landhausgarten, der ländlicher geprägt sein sollte als jede andere Gartenvariante.

Landhausgarten: Tipps für idyllische Gärten mit neuen Ideen

Landhausgarten: Tipps für idyllische Gärten mit neuen Ideen

Beißt sich die moderne Gartenkunst mit dem Landhausgarten?

Sie gärtnern gern und lieben es, in ländlicher Umgebung zu sein. Sie möchten die Gestaltung Ihres Gartens selbst in die Hand nehmen und dafür sorgen, dass Unberührtheit und Idylle auf moderne Gartenkunst treffen. Gärtnern Sie ruhig drauflos und bedenken Sie immer: Viele Wege führen nach Rom! Sollten ausgewählte Pflanzen aus der unten vorgestellten Bienenmischung nicht passen, ersetzen Sie sie durch andere.

Wählen Sie statt der Kletterrosen den hübschen Blauregen für das Rankgerüst und setzen Sie auf Efeu statt auf Wilden Wein. Probieren Sie sich aus! Sollten Sie Hilfe oder Anregungen brauchen, schauen Sie sich hier auf der Seite ruhig um und werden Sie fündig!

Pflanzenpflegetipps

Die folgenden Pflanzen habe ich aus der Bienenmischung ausgewählt und kann sie für einen Landhausgarten ganz besonders empfehlen:

Wasserdost: Kleine Schönheit am Gartenteich

Ein Farbtupfer im Landhausgarten, der seinesgleichen sucht!

Ein Farbtupfer im Landhausgarten, der seinesgleichen sucht!

In einen Landhausgarten gehört ein kleiner Gartenteich und dieser wiederum sollte unbedingt von Wasserdost (Eupatorium) geprägt sein. Die Unberührtheit ländlicher Natur zeigt sich mit diesen Pflanzen, die als Staudenpflanze mehrjährig ist und nicht verholzt. Wasserdost wird zwischen 80 und 300 cm groß und bildet damit eine Art Sichtschutz am Teich.

Er bildet kleine Horste und blüht von Rosa über Purpur bis hin zu Violett. Ein Farbtupfer im Landhausgarten, der seinesgleichen sucht! Sogar weiße Blüten sind bei der winterharten Pflanze, die im Frühling wieder neu austreibt, nachdem sie im Winter oberirdisch abgestorben ist, möglich.

Mit diesen Pflegetipps geht es dem Wasserdost gut in Ihrem Garten:

  • aufgrund der Größe besser in den Hintergrund setzen
  • in kleinen Gruppen zu zwei oder drei Pflanzen setzen
  • auf leichten bis sandigen Böden pflanzen
  • mit reifem Kompost und Laubhumus düngen
  • im Sommer viel gießen
  • bevorzugt feuchte und nicht zu sonnige Standorte
  • Teilung alle paar Jahre empfehlenswert
  • Rückschnitt im Herbst bis auf Bodenhöhe

Sonnenhut: Anspruchslose Pflanze mit Blütenpracht

Echinacea oder Sonnenhut erweist sich als wahre Pflichtpflanze für den Landhausgarten

Echinacea oder Sonnenhut erweist sich als wahre Pflichtpflanze für den Landhausgarten

Der Sonnenhut, der unter seinem wissenschaftlichen Namen „Echinacea“ bekannt sein dürfte, erweist sich als wahre Pflichtpflanze für den Landhausgarten, der geprägt ist von einem duftenden Blütenmeer und möglichst großer Abwechslung.

Sonnenhut säumt die Wege und kann jederzeit zu einer bereits vorhandenen Bepflanzung dazugesetzt werden. Er ist Deko und wichtiger Nahrungslieferung für Bienen und Schmetterlinge, die Samenstände werden von Vögeln dankbar angenommen.

Wichtig ist, dass Sie den Sonnenhut mit mindestens zehn seiner Artgenossen zusammenpflanzen. Eine einzelne Pflanze wirkt zu verloren und gedeiht nicht gut. Ich bin der Meinung, der Sonnenhut ist ein sehr soziales Wesen und erfreut sich an einem Landhausgarten, der ihn mit seinen Kameraden ebenso zusammenbringt wie mit anderen Blumen und Pflanzen.

Mit den folgenden Pflegetipps lässt sich Sonnenhut wunderbar zum Blickfang im Garten gestalten:

  • feucht halten, im Sommer regelmäßig gießen
  • verträgt keine zu trockenen Böden, aber auch keine Staunässe
  • Vermehrung durch Teilung der Pflanzen oder durch Aussaat
  • Aussaat muss im Herbst erfolgen, der Frost bringt den Anreiz, um im Frühjahr zu keimen
  • in kalten Regionen eher auf Roten Sonnenhut setzen, er ist sehr winterhart
  • Standort gern im Halbschatten oder in der vollen Sonne

Jakobsleiter: Charmanter Gartenbewohner

Die Jakobsleiter (Polemonium caeruleum) wird auch als Himmelsleiter

Die Jakobsleiter (Polemonium caeruleum) wird auch als Himmelsleiter

Die Jakobsleiter (Polemonium caeruleum) wird auch als Himmelsleiter bezeichnet und zeigt sich mit Trieben, die bis zu 90 cm lang werden. Wenn der Landhausgarten in Etagen bepflanzt werden soll, gehört die Jakobsleiter also unbedingt dazu. Die Blüten treiben von Juni bis Juli nach und lassen die gesamte Staude blühend weiß erscheinen.

Auch wenn ein Landhausgarten kein besonderes Highlight haben darf, sondern alles als Potpourri wirken soll, so ist die Jakobsleiter doch eine Pflanze, von der jeder Garten geprägt wird. Sie fällt einfach ins Auge, wenn sie sich als weißes Blütenmeer präsentiert und Beete, Teichränder oder andere Bereiche des Gartens säumt. Gern steht die Jakobsleiter an einem halbschattigen Ort, die volle Sonne mag sie ebenso wenig wie den Schatten.

Auch diese Pflegemaßnahmen lassen die Blume wunderbar gedeihen:

  • Schnitt nach dem Abblühen, damit eine Nachblüte erscheint
  • im Sommer bitte ausreichend gießen
  • Boden sollte eher nährstoffreich und durchlässig sein, gleichmäßig feucht halten
  • keine Staunässe
  • Teilung alle zwei bis drei Jahre

Hundskamille: Wenig duftender Blütentraum

Die Hundskamille (

Die Hundskamille („Anthemis“) hat sich für den Landhausgarten etabliert

Wer kennt nicht die Hundskamille (Anthemis), die die Wege an Feldern neben der echten Kamille bewohnt oder sogar selbst ganze Wiesen ziert? Sie hat sich inzwischen auch als Pflanze für den Landhausgarten etabliert und erweist sich hier als wunderschöne Deko-Pflanze. Sie kann nicht für Tee genutzt werden, die heilenden Eigenschaften sind nur bei der echten Kamille zu finden. Ebenso der Duft, denn die Hundskamille duftet nur schwach bis gar nicht.

Die Kamillenpflanzen können eine Höhe von rund 45 cm erreichen und lassen sich damit wunderbar in einer Etagenbepflanzung unterbringen. Neben höheren Pflanzen wirkt die Hundskamille fast ein wenig wie ein Bodendecker! Die Blüten zeigen sich von Juni bis September, die Hundskamille ist ein sehr ausdauernder Blüher.

Die Hundskamille dürfte eines der anspruchslosesten Pflanzen sein, die der Landhausgarten zu bieten hat. Gleichzeitig hilft sie dabei, ihn besonders idyllisch zu gestalten, denn wer eine ländliche Wiese vor Augen hat, sieht auch zwangsläufig die Kamille, die hier gedeiht und alles in ein wahres Blütenmeer verwandelt.

Die richtige Pflege sorgt dafür, dass der Landhausgarten zuverlässig von der Hundskamille geprägt bleibt:

  • trockene Böden werden als Standort bevorzugt
  • bitte nur mäßig gießen
  • keinen Dünger verwenden
  • eigenständige Vermehrung, daher keine Teilung erforderlich
  • Rückschnitt nicht nötig, eventuell können vertrocknete Blüten entfernt werden

Salbei: Unverzichtbare Heilpflanze für den Landhausgarten

Salbei, der mit wissenschaftlichem Namen Salvia heißt, gehört zu den krautigen Pflanzen

Salbei, der mit wissenschaftlichem Namen Salvia heißt, gehört zu den krautigen Pflanzen

Salbei, der mit wissenschaftlichem Namen Salvia heißt, gehört zu den krautigen Pflanzen und wird teilweise sogar den Sträuchern zugeordnet. Er wächst horstig und zeigt aufrechte Triebe, die bis zu 50 cm hoch werden können. Im unteren Bereich verholzt Salbei gern, verzweigt sich aber auch von hier aus stark.

Salbei mag es nicht zu feucht und nicht zu trocken, möchte im Sommer regelmäßig gegossen werden. Gleichzeitig sollte der Boden aber gut durchlässig sein, denn Staunässe verträgt er nicht. Er braucht keinen Dünger und kommt mit ein wenig organischen Düngegaben aus.

Werden die Blätter zerrieben, entsteht der typische Geruch nach Salbei, der ein wenig an Kampfer erinnert. In jedem Fall weiß jeder, der an den Blättern riecht, dass er diese Pflanze kennt: Salbei ist eine beliebte Heilpflanze und wird zum Beispiel gern gegen Husten und hier als Tee eingenommen.

Doch auch als Zierpflanze hat Salbei seine Berechtigung und gedeiht so besonders gut:

  • bitte an einen warmen und sonnigen Standort pflanzen
  • stickstoffreiche Böden meiden
  • Aussaat im späten Frühjahr (Frühbeet) oder Frühsommer möglich
  • jährlicher Rückschnitt im Frühling bis zu den verholzten Trieben
  • Rückschnitt nach der Blüte empfehlenswert
  • Teilung alle drei Jahre

Bildnachweis: © alle Bilder Eva & Christoph Hokema

About Author

Christoph Hokema

Schon vor der Übernahme des Familienbetriebs 2017 galt meine Begeisterung dem Gärtnerleben. Dies führte schließlich auch zum Bachelor of Science Abschluss im Gartenbau. Als Firmenleiter und Allround-Talent im Gartenbetrieb findet meine Expertise seitdem Anwendung. Neben der Mitarbeiterführung gehört die Sortimentsgestaltung zu meinen Aufgaben. Im Betrieb oder auch im Rahmen von Gartenschauen bin ich genau der richtige Ansprechpartner für das Staudenbeet.

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