Leylandii: Leyland-Zypressen als Heckenpflanzen

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Leylandii: Leyland-Zypressen als HeckenpflanzenZahlreiche Gartenbesitzer kämpfen täglich gegen Schnecken im Salat, Blattläuse auf den Prachtstauden und den übermäßigen Wuchs der Haselnuss, doch noch sehr viel öfter werden sie mit einem Problem konfrontiert, gegen das sie scheinbar machtlos sind: Der ungeliebte Nachbar, der scheinbar alles tut, um die Idylle zu stören.

Viele sehen ihre letzte Hoffnung darin, eine zwei Meter hohe Mauer zwischen die Grundstücke zu ziehen – eine ungeeignete Lösung, möchte man die Freiheit des eigenen Grüns in Ruhe genießen. Wie wäre es dagegen mit einem Gehölz, das einen schnellen Sichtschutz gewährleistet, stets grün und belaubt ist und sich unauffällig in den Garten einpasst?

Heckenpflanzen gibt es einige. Verwendet werden oft Eiben, die immergrün sind und lebendig wirken. Der Nachteil: Ihre Früchte sind giftig und somit ungeeignet für Gärten, in denen Kinder spielen. Auch die oft verwendeten Lebensbäume, Thuja, sind wenig geeignet, da sie bekannt sind als Friedhofsgehölze.

Heckenpflanzen: die Leyland-Zypresse bietet klare Vorteile

Zypressen hingegen eignen sich sehr gut. Ihre schmalen, geraden Wuchsformen verleihen dem Garten einen mediterranen Flair und zudem sind sie immergrün, winterhart und weitgehend windresistent.

Hin und wieder kommen neue Arten, Sorten und Hybriden der Zypressengewächse auf den Markt. Eine beliebte neue Hybride ist Cupressus leylandii, die Leyland-Zypresse. Diese immergrüne Heckenpflanze, eine Kreuzung aus der Monterey-Zypresse und der Alaskazeder, vereint die Vorteile beider Zypressengewächse. Sie wächst schnell und ist konkurrenzstark, bei guten Standortbedingungen erreicht der Gartenbesitzer damit schnell seine zwei Meter hohe, grüne Mauer. Zudem wird der Schmuckwert der Pflanze durch charakteristische Zapfen erhöht.

Die Leylandii Zypresse ist besonders geeignet für windexponierte Standorte, da ihre starke Wuchsform resistent und schützend wirkt. Die Konkurrenzstärke und das schnelle Wachstum bringen jedoch auch Nachteile: Zum Einen muss die Hybride oft zurück geschnitten werden. Damit wird der Pflegeaufwand erhöht. Aufgrund der Schnittmaßnahmen muss die Hecke zudem beidseitig zugänglich sein. So sollte derjenige, der die Leylandii Zypresse als Zaun zum Nachbarn nutzt, die Folgen mit dem nebenan Wohnenden vorher absprechen. Sind beide Parteien jedoch einverstanden, entsteht eine grüne Grundstücksgrenze, die immergrün ist und eine Schutzwirkung gegen unerwünschte Blicke und starken Wind bietet. Möglicherweise kann durch die Starkwüchsigkeit ein anderer Nachteil entstehen. Eine konkurrenzschwächere Unterpflanzung ist kaum möglich. Zudem verbreitet sich die Pflanze eventuell weiter im Garten.

Die Leyland-Zypresse ist nicht für alle Gärten geeignet, kann an bestimmten Standorten jedoch wahre Wunder bewirken. Hier kommt es allein auf die Verwendung an.

Über den Autor

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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