Ginster: Wissenswertes zu Pflege und Standort

0

Ginster mit seinen zahlreichen Blüten in leuchtenden Farben ist ein fröhlicher Farbtupfer im Blumenbeet. Wer nicht mit einem grünen Daumen ausgestattet ist und einen pflegeleichten Strauch sucht, hat mit Ginster die optimale Gartenpflanze gefunden.

Das gilt auch für Gartenneulinge. Übrigens gibt es ihn nicht nur mit den weit verbreiteten gelben Blüten. Seine Artenvielfalt setzt sich aus mehr als 50 Sorten zusammen, die beinahe die gesamte Farbpalette abdecken.

Der richtige Standort für Ginster

Die Fachbezeichnung für den blütenreichen Strauch ist Genista. Unter dieser Bezeichnung finden Sie ihn im Gartenfachhandel in vielen Sorten. Für welche Ginstersorte Sie sich entscheiden, spielt für die Standortwahl keine Rolle. Die Ansprüche unterscheiden sich zwischen den Sorten nicht. Gepflanzt werden darf übrigens ganzjährig. Ausreichend Abstand zu Nachbarpflanzen ist dabei unerlässlich. Als Faustformel gilt: Die Hälfte der zu erwartenden Wuchshöhe wird als Radius um die Ginsterpflanze freigehalten.

Ginster gibt es in den Blütenfarben: Gelb, Lila, Weiß, Orange, Rotbraun, Violett (#01)

Ginster gibt es in den Blütenfarben: Gelb, Lila, Weiß, Orange, Rotbraun, Violett (#01)

Pflanzstelle im Gartenbereich

Genista wird es Ihnen danken, wenn Sie ihn an einen sonnigen Standort mit trockenem Boden setzen. Wo andere Gartenpflanzen eingehen oder nur spärlich wachsen, da blüht Ginster erst richtig auf. Ob der trockene Boden humusreich oder nährstoffarm ist, spielt keine Rolle. Das Anwachsen gelingt in jedem Boden, solange er wenig Feuchtigkeit aufweist.

Da sich ein solcher Standort für viele andere Pflanzen sehr gut eignet, kann die Ginster in Kombination mit unterschiedlichen Pflanzpartnern gesetzt werden. Eine Staudenkombination bietet den Vorteil den Garten schön bunt und harmonisch zu gestalten. Eine ausgewogene Beetplanung macht Spaß und sorgt für ein tolles Gesamtbild.

Fotostrecke

Hier zur Stauden-Foto-Galerie-klicken.

Hier zur Stauden-Foto-Galerie-klicken.

Zum Download: Beete vorbereiten, einfach und richtig planen & mehr

  • Beetplanung

    Je sauberer die Planung umso größer hinterher die Freude mit dem Garten. Wer es sich einfach machen will, der schaut sich mal meine kostenlosen Tipps zur Beetplanung an: https://staudenmix.de/beetplanung

  • Beet vorbereiten

    Wenn die Pflanzen gut wachsen sollen, braucht es etwas Vorbereitung des Beetes. Das ist einfacher, als die meisten denken. Damit man nichts vergisst, habe ich das mal in einer einfachen Tippliste zusammengestellt: https://staudenmix.de/beetvorbereitung

  • Beetaufteilung

    Die Aufteilung der Beete trägt später viel zum optischen Eindruck bei. Es macht so viel aus und man sollte nur ein paar ganz einfache Regeln beachten. Wer das mal schnell kennenlernen möchte, dem empfehle ich meine Tipps zur Beetaufteilung: https://staudenmix.de/beetaufteilung

  • Beete einpflanzen

    Nicht jede Pflanze möchte eine individuelle Behandlung erfahren. Manche schon. Und es gibt ein paar einfache Dinge, deren Beachtung uns die Pflanzen mit einem langen und blütenreichen Leben danken. Hier meine Tipps und Tricks: https://staudenmix.de/einpflanzen

  • Pflegetipps

    Staudenbeete sind meist einfach zu pflegen. Mit ein paar wenigen, dafür wichtigen Griffen klappt auch das. Meine Checkliste zum Download hilft auch hier: https://staudenmix.de/profitipps

Hier zur Stauden-Foto-Galerie-klicken.

Hier zur Stauden-Foto-Galerie-klicken.

Ginsterpflanzen im Kübel

Zwar ist eine Pflanzung im Blumenbeet die beste Wahl, Genista eignet sich aber auch als Kübelpflanze. Wichtig beim Pflanzen ist die Tiefe des Kübels. Aufgrund der Pfahlwurzel muss ausreichend Raum zur Wurzelbildung in der Tiefe vorhanden sein. Eine Drainage am Boden des Kübels sorgt für ein trockene Erde. Wenn Sie den Pflanztopf nun noch an einen sonnigen Ort stellen, wird der Ginster auch im Blumentopf prächtig wachsen. Wind kann dem Busch übrigens nichts anhaben.

Wenn Sie den Pflanztopf nun noch an einen sonnigen Ort stellen, wird der Ginster auch im Blumentopf prächtig wachsen.

Wissenswertes über Ginster auf einen Blick

  1. Wuchshöhe von 0,5 bis 3 Meter ja nach Sorte
  2. lange Triebe mit kleinen Blättern
  3. Blütezeit von April bis Juni
  4. Blütenfarben: Gelb, Lila, Weiß, Orange, Rotbraun, Violett
  5. kaum Ansprüche an die Pflege und Wuchsumgebung
  6. bevorzugt Sonne und trockenen Boden
  7. Vermehrung durch Stecklinge und Samen gelingt leicht
  8. Ginsterzweige sind dekorativer Blumenschmuck in Vasen
  9. kommt in Deutschland und weiten Teilen Europas vor
  10. Achtung: Ginster ist giftig!
 Wenn Sie den Pflanztopf nun noch an einen sonnigen Ort stellen, wird der Ginster auch im Blumentopf prächtig wachsen.

Wenn Sie den Pflanztopf nun noch an einen sonnigen Ort stellen, wird der Ginster auch im Blumentopf prächtig wachsen. (#02)

Tipps zur Pflege

Während viele Sträucher und Blühpflanzen den gesamten Sommer über gegossen, gedüngt und beschnitten werden müssen, ist Ginster sehr pflegeleicht. Sie werden kaum Arbeit mit ihm haben und können sich trotzdem an schnellem Wuchs und üppiger Blüte erfreuen.

Das optimale Maß beim Gießen

Bei einem Standort im Blumenbeet versorgt sich Ginster selbstständig mit der nötigen Feuchtigkeit. Dazu trägt die tief ins Erdreich gehende Pfahlwurzel bei. Anders sieht es bei Sorten im Pflanzkübel aus. Hier ist mäßiges Gießen unbedingt notwendig, damit Ihnen der Ginsterstrauch nicht vertrocknet. Staunässe sollten Sie dabei jedoch vermeiden. Sie lässt die Wurzeln faulen und den Strauch absterben.

Richtig düngen

Für die Versorgung mit Nährstoffen besitzt die Pfahlwurzel des Ginsters Knöllchenbakterien. Sie bilden quasi einen eigenen Dünger aus dem Erdreich für die Pflanze und regulieren den Nährstoffhaushalt. Sie haben daher weder im Frühjahr noch im Sommer Arbeit mit dem Düngen von Ginsterbüschen.

Rückschnitt vermeiden

Aufgrund der großen Wuchsfreude breitet sich Ginster innerhalb weniger Jahre im Beet großflächig aus. Ein Rückschnitt der Pflanze ist daher unvermeidbar, wenn Sie noch Platz für andere Pflanzen haben möchten. Von einem Radikalschnitt sollten Sie absehen. Ginster verkraftet das großzügige Zurückschneiden nicht. Stattdessen schneiden Sie im späten Herbst und frühen Frühling die Spitzen der Triebe ab.

Im Winter erfrorene Triebe können vollständig entfernt werden. Mit diesem sanften Rückschnitt fördern Sie die Triebbildung. Sie trägt zur Verdichtung der Büsche bei und sorgt für ein üppiges Erscheinungsbild. Bei richtigem Rückschnitt erfreuen Sie sich im Sommer viele Wochen lang an der berauschenden Blütenpracht des Ginsters.

Durch die tief in das Erdreich wachsende Pfahlwurzel ist es nicht empfehlenswert, einen Ginster umzupflanzen.

Durch die tief in das Erdreich wachsende Pfahlwurzel ist es nicht empfehlenswert, einen Ginster umzupflanzen. (#03)

Hinweise zum Überwintern

Eine spezielle Vorbereitung auf den Winter müssen Sie Ihrem Gartenginster nicht zuteil werden lassen. Seine tiefe Wurzel ist weitestgehend vor Frost geschützt. Anders sieht es bei Kübelpflanzen aus. Sie benötigen einen Winterschutz gegen den Frost. Diesen stellen Sie zum Beispiel aus Luftpolsterfolie und einem Jutesack kostengünstig selbst her. Alternativ dazu bietet der Gartenfachhandel Pflanzenschutz für den Winter in großer Auswahl.

Umpflanzen vermeiden

Durch die tief in das Erdreich wachsende Pfahlwurzel ist es nicht empfehlenswert, einen Ginster umzupflanzen. Es kommt dabei zu starken Schäden an der Wurzel, von der sich viele Büsche nicht mehr erholen. Ist ein Umpflanzen unvermeidbar, helfen diese Tipps:

  1. Graben Sie den gesamten Wurzelballen aus dem Erdreich aus.
  2. Verpflanzen Sie alle Wurzeln und umliegendes Erdreich.
  3. Zum Umpflanzen binden Sie die Triebe des Ginsters locker zusammen.
  4. Setzen Sie den Ginsterbusch schnellstmöglich an seinen neuen Platz im Beet.
  5. Drücken Sie den Wurzelballen ausreichend fest und gießen Sie ihn ausreichend an.

Was tun bei Schädlingsbefall und Krankheiten?

Auch im Hinblick auf Schädlinge und Krankheiten erweist sich Ginster als äußerst pflegeleicht und robust. Es gibt derzeit keine bekannten Schädlinge oder Krankheiten, die den Ginsterstrauch befallen.

Ist Ginster giftig?

Beim Schneiden der Triebe im Frühjahr und Herbst müssen Sie sich nicht schützen. Trotzdem ist Ginster in allen Bestandteilen der Pflanze giftig und nicht für den Verzehr geeignet. Die enthaltenen Alkaloide führen bei Tieren und Menschen zu leichten bis mittelschweren Vergiftungserscheinungen. Typische Symptome sind allgemeine Schwäche, Unruhe und ein starker Speichelfluss. Todesfälle nach dem Verzehr der Ginsterpflanze sind bei Menschen nicht bekannt.

Haben Sie bereits einen Ginsterbusch im Garten, wird er sich selbstständig im Beet vermehren.

Haben Sie bereits einen Ginsterbusch im Garten, wird er sich selbstständig im Beet vermehren.(#04)

Vermehrung von Ginster

Haben Sie bereits einen Ginsterbusch im Garten, wird er sich selbstständig im Beet vermehren. Falls Sie an einer anderen Ecke im Garten ebenfalls Ginster ansiedeln möchten, ist das auf zwei Wegen möglich. Sie können die Samen in den Boden einbringen oder Stecklinge pflanzen.

Stecklinge zur Vermehrung

Für die Vermehrung durch Stecklinge schneiden Sie bei einem Ginsterbusch 20 Zentimeter lange Triebe ab. Stecken Sie sie in Anzuchterde und gießen Sie sie gleichmäßig. Innerhalb von zwei Wochen bildet sich die Pfahlwurzel und die Jungpflanze kann ins Freiland gesetzt werden.

Aussaat

Im August trägt der Ginsterbusch den reifen Samen in dunklen Hülse an seinen Trieben. Entnehmen Sie zur Vermehrung diese Samen und lassen Sie sie gründlich trocknen. Ideal dafür geeignet ist ein sonniges Plätzchen auf der Fensterbank. Im März ist ein guter Zeitpunkt für die Aussaat. Dazu werden die Samen etwa einen Zentimeter tief in die Erde gedrückt und regelmäßig gewässert. Sie keimen innerhalb von circa zehn Tagen.

Kaum ein Gartenfreund kennt jedoch die wahre Artenvielfalt des Ginsters. Sie umfasst mehr als 50 Sorten.

Kaum ein Gartenfreund kennt jedoch die wahre Artenvielfalt des Ginsters. Sie umfasst mehr als 50 Sorten. (#05)

Artenvielfalt für die eigenen Beete durch verschiedene Ginstersorten

In den meisten Gärten wachsen Sorten wie Edelginster, Besenginster und Cytisus. Kaum ein Gartenfreund kennt jedoch die wahre Artenvielfalt des Ginsters. Sie umfasst mehr als 50 Sorten. Diese unterscheiden sich in Wuchsform, Wuchshöhe und Farbe der Blüten.

Neben der gelben Blütenpracht gibt es auch Sorten mit violetten, rötlichen und weißen Blütenständen. Während einige Sorten als Bodendecker große Flächen bedecken, wachsen andere Ginsterarten bis zu drei Meter in die Höhe. Eine optische Vielfalt im Blumenbeet erzielen Sie durch die Kombination unterschiedlicher Sorten.

Einige besonders beliebte und weit verbreitete Sorten sind:

    • Geißklee (Cytisus)
    • Besenginster
    • Kugelginster
    • Edelginster
    • Kissenginster

Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild:Guido Miller-#01: Sonja Birkelbach-#02: C.Plischek-#03:goldbany-#04: franke182-#05:kernel
#06: staudenmix.de

About Author

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

Leave A Reply