Staudenbeet: Pflege & Standort

0

Staudenbeet: Pflege & Standort: Damit Stauden gedeihen und üppig blühen, müssen Standort und Pflege stimmen. Auf was müssen Sie achten?

Staudenbeet: Pflege & Standort: Was brauchen Stauden für eine üppige Blüte?

In unserem Gartenblog „Staudenbeet: Pflege & Standort“ erfahren Sie von unserem Gartenexperten, wie Pflege und der richtige Standort zu einer Blütenpracht beitragen. Sonne, Halbschatten, Schatten, schon bei der Planung des Beetes sollten Sie diese Bedürfnisse der einzelnen Pflanzen beachten, nur dann entwickeln sie sich richtig und blühen reich.

Zu den Sonne liebenden zählen viele sommer- und herbstblühende Stauden, so dass Sie ein attraktives Beet gestalten können. Einige davon sind auch mit Halbschatten zufrieden. Ein Schattenbeet unter Bäumen und Sträuchern hat ebenfalls seinen Reiz, doch wachsen hier ganz andere Pflanzen.

Neben dem richtigen Standort, ist auch der Boden wichtig. Doch auch hier haben nicht alle Stauden dieselben Ansprüche. Die einen gedeihen auf gut durchlässigen und eher nährstoffarmen Böden, andere dagegen auf schwereren und nährstoffreichen. Bis zu einem gewissen Grad sind Bodenverbesserungen möglich. Etwa leichte, sandige Böden durch Kompost mit Nährstoffen zu versorgen oder schwere gut auflockern, damit sie durchlässiger werden.

Am besten gelingen diese Arbeiten im Herbst, dann entsteht im Winter durch den Frost eine lockere Krümelstruktur. Dabei sollten gleichzeitig Wurzelunkräuter gründlich entfernt werden. Wenn diese vorgenannten Punkte beachtet werden, kann die Pflanzung erfolgen. Dann braucht es nur noch die richtige Pflege.

Staudenbeet: Pflege & Standort: Wie pflege ich Stauden richtig?

Staudenbeet: Pflege & Standort: Wie pflege ich Stauden richtig?

Staudenbeet: Pflege & Standort: Wie pflege ich Stauden richtig?

Je nach Staude wird im Frühjahr oder Herbst gepflanzt. Dabei wird bereits Dünger mit in die Erde eingearbeitet. Bestehende Pflanzungen erhalten im zeitigen Frühjahr eine Gabe Dünger. Die Menge des Düngers hängt von der Beschaffenheit des Bodens und dem Nährstoffbedarf der Staude ab. Nachdem die Stauden gepflanzt sind, müssen sie in der ersten Zeit reichlich gegossen werden, damit sie gut anwachsen.

Neben hacken für einen lockeren Boden und Unkraut entfernen, sollten Sie höher wachsende Stauden mit Stützen versehen, da diese bei Regen und Wind gerne um- oder auseinanderfallen. Dazu gibt es verschiedene Systeme. Doch achten Sie immer darauf, dass die natürliche Wuchsform erhalten bleibt.

Um neue Blüten zu fördern, ist es wichtig, alles Verwelkte regelmäßig auszuputzen. Manche Stauden können nach der Blüte ganz zurückgeschnitten werden und bedanken sich dafür mit einem erneuten Blütenflor. Im Herbst ist bei den meisten Stauden ein bodennaher Rückschnitt erforderlich und je nach Winterhärte ein Schutz.

Einige zeigen sich jedoch im winterlichen Beet als interessante Strukturpflanze und können daher auch erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden. Gräser sollte man im Herbst unbedingt zusammenbinden und erst im Frühjahr vor dem Austrieb abschneiden, da die Halme ein idealer Winterschutz sind. Zur Vermehrung lassen sich fast alle Stauden teilen. Dies fördert auch die Vitalität und Blühfreudigkeit.

Aus meiner „Sommernachtstraum Mischung“ wurden von mir fünf attraktive Stauden ausgewählt. Dazu Ideen und Gestaltungstipps.

Ganz gezielt habe ich diese Stauden ausgewählt. Ergänzen können Sie das Beet mit Gräsern und weiteren Stauden, sodass die ganze Saison über eine üppige Blütenpracht zu sehen ist.

Wirkungsvoll zeigt sich die Aster "Lady in Black" auch in großen Pflanzgefäßen auf der Terrasse.

Wirkungsvoll zeigt sich die Aster „Lady in Black“ auch in großen Pflanzgefäßen auf der Terrasse

Aster: Gartenschönheit mit weiß-rosa Blütenköpfchen

Im Spätherbst, von Oktober bis in den November, blüht die Aster „Lady in Black“ (Aster lateriflorus) auf und zeigt ihre weiß-rosa Blütenpracht. Dicht an dicht sitzen die kleinen, duftenden Blütensterne und locken damit Bienen, Insekten und Schmetterlinge an. Die etwa 100 cm hohe Staude ist durch ihre dunkle Laubfarbe und den locker buschigen Wuchs ein Blickfang in jedem Garten.

Besonders attraktiv wirkt sie im Beethintergrund, wenn sie sich voll entfalten kann. Ideale Pflanzpartner im herbstlichen Staudenbeet sind Mexikonessel, Fettblatt, Sonnenhut, Storchschnabel und Gräser. Wirkungsvoll zeigt sich die Aster „Lady in Black“ auch in großen Pflanzgefäßen auf der Terrasse.

Ein sonniger Standort ist für die Aster „Lady in Black“ ideal. Im Halbschatten ist ihre Blühfreudigkeit geringer. Der Boden sollte nährstoffreich, gut durchlässig und leicht feucht sein. Die beste Pflanzzeit ist im Frühling, dann blüht sie bereits im Herbst. Da Astern gerne von unten her verkahlen und die Blühfreudigkeit leidet, sollten sie all 2-3 Jahre im Frühjahr geteilt werden. Ansonsten ist die Staude pflegeleicht und sehr winterhart.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Bei der Pflanzung und beim Neuaustrieb kräftig düngen.
  • Durchdringend von unten gießen, jedoch nicht auf die Blätter, da diese sonst von Mehltau befallen werden.
  • Während längeren Trockenperioden kräftig gießen.
  • Bodennaher Rückschnitt im Herbst oder Frühjahr. Die Staude bildet eine interessante Struktur im winterlichen Beet.
Mit seinem eleganten Wuchs eignet sich das Lampenputzergras bestens als Solitärpflanze

Mit seinem eleganten Wuchs eignet sich das Lampenputzergras bestens als Solitärpflanze

Lampenputzergras: Das elegante unter den Gräsern

Ein Blickfang in jedem Beet ist das Lampenputzergras „Hameln“ (Pennisetum alopecuroides) mit seinen filigranen, weiß-rosa Blütenähren und den bogig überhängenden Halmen. Die wie Flaschenputzer aussehenden Blütenähren zeigen sich von Juli bis in den Oktober. Das horstbildende, kompakt wachsende Gras erreicht eine Höhe von etwa 60 cm. Attraktiv wirkt es auch im Herbst, wenn es sich gelb-bräunlich verfärbt.

Mit seinem eleganten Wuchs eignet sich das Lampenputzergras bestens als Solitärpflanze, aber auch im Beet oder in Pflanzgefäßen zeigt es seine Eleganz. Als Pflanzpartner bieten sich Salbei, Katzenminze, Sonnenhut und auch Rosen an. Eine beliebte Pflanze in modernen Gärten und in Kiesbeeten.

Als Standort bevorzugt das Lampenputzergras einen sonnigen und warmen Platz in nährstoffreichem, gleichmäßig feuchtem und durchlässigem Boden. Ältere, gut eingewachsene Gräser vertragen auch etwas Trockenheit. Gepflanzt wird das Gras im Frühjahr. Der Rückschnitt sollte ebenfalls im Frühjahr erfolgen, da die Halme gegen Nässe und Kälte schützen. Außerdem wirkt das Gras im Winter sehr dekorativ, wenn es von Schnee oder Raureif überzogen ist.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Mäßig düngen im Frühjahr, zu viel Dünger lässt die Halme schlaff werden.
  • Regelmäßig gießen, Staunässe vermeiden.
  • Rückschnitt im Frühjahr.
  • Alle 3-4 Jahre teilen, zur Vermehrung und besseren Blütenbildung.
Das Fettblatt bevorzugt einen sonnigen Standort in eher trockenem, magerem und gut durchlässigem Boden.

Das Fettblatt bevorzugt einen sonnigen Standort in eher trockenem, magerem und gut durchlässigem Boden

Fettblatt: Attraktive Farbakzente im Herbstbeet

Von August bis in den Oktober zeigt das Fettblatt „Matrona“ (Sedum telephium ssp. maximum) seine rosa Dolden, die aus zahlreichen einzelnen Blüten bestehen. Für Bienen, Schmetterlinge und Insekten sind diese eine begehrte Nahrungsquelle vor dem Winter. Farbliche Akzente setzen auch die bräunlich-grünen Blätter der buschig wachsenden Staude.

Mit etwa 50 cm Höhe passt das Fettblatt sehr gut in den mittleren Bereich im Beet. Mit Ziersalbei, Storchschnabel, Mexikonessel, Astern und Gräsern lässt sich ein reizvolles Herbstbeet gestalten. Die getrockneten Blütenstände des Fettblattes eignen sich ideal für Trockengestecke.

Das Fettblatt bevorzugt einen sonnigen Standort in eher trockenem, magerem und gut durchlässigem Boden. Im zeitigen Frühjahr gepflanzt, sprießen seine fleischigen, grünen Blätter aus der Erde und bilden den Hintergrund für Krokus, Schneeglöckchen und Traubenhyazinthen. Im winterlichen Beet sorgt das mehrjährige, winterharte Fettblatt für eine interessante Struktur. Daher kann man es auch erst im Frühjahr bodennah zurückschneiden.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Beim Neuaustrieb im Frühjahr und bei der Pflanzung sparsam düngen.
  • Pflanzzeit im Herbst oder zeitigen Frühjahr.
  • Da die fleischigen Blätter Feuchtigkeit speichern, muss nur bei anhaltenden Trockenperioden gegossen werden.
  • Zur Vermehrung im Herbst teilen.
Die schlanken Ähren des Ehrenpreis „Blauriesin“ (Veronica longifolia) mit den leuchtend blauen Blütentrauben sind in jedem Staudenbeet ein Blickfang.

Die schlanken Ähren des Ehrenpreis „Blauriesin“ (Veronica longifolia) mit den leuchtend blauen Blütentrauben sind in jedem Staudenbeet ein Blickfang

Ehrenpreis: Aufrecht wachsend mit leuchtend blauen Blütentrauben

Die schlanken Ähren des Ehrenpreis „Blauriesin“ (Veronica longifolia) mit den leuchtend blauen Blütentrauben sind in jedem Staudenbeet ein Blickfang. Von Juli bis August blühen sie und überragen mit ihrer Höhe von 90 cm die meisten anderen Stauden. Die Staude wächst buschig mit aufrechten Stängeln, an denen die tiefblauen Blütenähren sitzen.

Besonders attraktiv wirkt sie in Naturgärten zusammen mit weiß, gelb und rot blühenden Pflanzen wie Margerite, Schafgarbe, Mädchenauge, aber auch mit Rosen und dem zarten Schleierkraut und Gräsern. Zur Pflanzung in Gruppen auf Freiflächen und in großen Pflanzgefäßen eignet sich der Ehrenpreis ebenfalls sehr gut. Die bienenfreundliche Staude ist auch eine schöne Schnittblume in bunten Sommersträußen.

Der Ehrenpreis „Blauriesin“ liebt einen sonnigen Standort und nährstoffreichen, gut durchlässigen Boden. Staunässe und Trockenheit verträgt die Staude nicht. Ansonsten ist sie pflegeleicht, robust, sehr winterhart und blühfreudig. Nach der Blüte sollte bis zu den oberen Stängelblättern zurückgeschnitten werden, dies fördert einen Neuaustrieb und eventuell eine nochmalige kleinere Blüte.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Pflanzzeit im Frühjahr oder Herbst.
  • Kräftig düngen bei der Pflanzung und beim Neuaustrieb.
  • Regelmäßig gießen, vor allem in Trockenperioden, jedoch keine Staunässe.
  • Vermehrung durch Teilung im Frühjahr oder Herbst.
  • Vitale und pflegeleichte Staude, sehr winterhart braucht keinen Schutz.
Geschützt und warm, an einem sonnigen bis halbschattigen Platz lieben es die Balkan-Windröschen.

Geschützt und warm, an einem sonnigen bis halbschattigen Platz lieben es die Balkan-Windröschen

Balkan-Windröschen: Filigraner Frühjahrsblüher

Das Balkan-Windröschen „Blue Shades“ (Anemone blanda), auch unter dem Namen Strahlenanemone bekannt, zählt zu den ersten Frühjahrboten im Garten. Seine blauen, sternförmigen Blüten mit der gelben Mitte zeigt es je nach Region von Februar bis April. Die Blütenstängel wachsen aus den Blättern und erreichen eine Höhe von 10-15 cm.

Der filigrane Frühjahrsblüher ist sehr beliebt und kommt in Staudenbeeten oder unter lichten Gehölzen besonders gut zur Wirkung. Zusammen mit anderen Frühblühern wie Tulpen, Narzissen, Traubenhyazinthen, Schneeglöckchen und Hyazinthen wird daraus ein reizvolles Frühlingsbeet. Doch auch im Topf auf Terrasse und Balkon zeigt das Balkan-Windröschen seinen Reiz.

Geschützt und warm, an einem sonnigen bis halbschattigen Platz lieben es die Balkan-Windröschen. Der Boden sollte locker, gut durchlässig und nährstoffreich sein. Pflanzzeit ist im Herbst. Da die Rhizome rasch austrocknen, ist es ratsam, sie gleich nach dem Kauf zu pflanzen oder über Nacht in Wasser legen. Vorsichtig einsetzen und die Erde nur leicht andrücken. Mit Reisig oder Laub abdecken. Die Pflanze sät sich selbst aus, kann jedoch auch nach der Blüte im späten Frühjahr vorsichtig geteilt werden.

Weitere Pflegemaßnahmen:

  • Im Frühjahr vor dem Austrieb gut düngen.
  • Nur während Trockenperioden gießen. Normalerweise reicht die Frühjahrsfeuchtigkeit im Boden aus.
  • Will man die Selbstaussaat verhindern, können die Samenkapseln abgeschnitten werden.

Bildnachweis: © alle Bilder staudenmix.de

About Author

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

Leave A Reply