Mit kleinen und großen Holzprodukten den Garten verschönern

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Nicht umsonst zählt Holz zu den schönsten Baumaterialien für Haus und Garten: Bereits seit der Jungsteinzeit werden aus dem vielseitigen Material Wohn- und Wirtschaftsräume gezimmert und auch im Garten macht sich verarbeitetes Holz zwischen Laub- und Nadelbäumen gut. Wer Wert auf einen nachhaltig gestalteten Garten legt, kommt an Holz nicht vorbei. Wir haben für Sie zusammengestellt, welche Holzprodukte für welche Gärten geeignet sind und welches Know-How für Pflege und Schutz benötigt wird.

Retro: Das neue-alte Holzhaus in klein und groß

Je nach Gartentyp und Größe des Grundstückes variieren die möglichen Realisierungen eines Holzhauses bzw. einer -hütte . Der Hausbau kann eine kleine, schmucke Gartenhütte bis zum hochwertigen, massiven Holzhaus mit Übernachtungsmöglichkeit sein.

Im Kleinformat ist eine Holzhütte fast überall aufstellbar: Marktübliche Größen liegen hier bei 275x195cm in der rechteckigen Form sowie 275×275 in der quadratischen Variante, bei Wandstärken ab 13mm. Hütten dieser Größe sind in jedem größeren Baumarkt, aber auch beim Spezialhändler leicht zu finden. Tipp für den Kauf: Eine Dachverankerung inklusive Ausgleichsfeder sorgt dafür, dass die Dachkonstruktion (meistens ein Schrägdach) auch bei starken Böen (bis Windstärke 7) gesichert ist und sollte unbedingt implementiert sein.

Wer Hütten mit Übernachtungsmöglichkeit vorzieht, sollte sich nach sogenannten „Blockbohlenhäusern“ umsehen: Auch diese sind in größeren Baumärkten zu finden und werden mit dem LKW geliefert. Um Gäste gut beherbergen zu können, empfiehlt sich eine Grundfläche ab 16m2.

Baurechtliches

Sowohl bei kleineren, als auch bei massiven Hütten gilt vor dem Kauf: Das Gesetz studieren! Das im Baugesetzbuch geregelte Planungsrecht und die jeweilige Länderbauordnung müssen beachtet und gegebenenfalls eine Baugenehmigung eingeholt werden.

Klein aber fein: Der Geräteschuppen

Der Geräteschuppen wird meist als Anbau am Hauptgebäude realisiert. Eine Einzelstandbauweise ist ebenso möglich. Auch hier sind in Gartenanlagen die gesetzlichen Bestimmungen zu beachten (Einhaltung des Abstandes zum Nachbargarten, maximale Grundfläche von 25 Quadratmetern darf nicht überschritten werden).

In Familiengärten werden vor allem folgende Holzprodukte aufgestellt:

  • Sandkasten
  • Kletter- oder Schaukelgerüst
  • Spiele- oder Baumhaus
  • Fahrradunterstand

Hochbeete, Mülltonnen- und Gartengeräteboxen, Holzverkleidungen vor dem Kompost sowie Aufbewahrungsboxen für Spielsachen oder Sitzauflagen sind Möglichkeiten, die mit Holz eine warme Ausstrahlung und ein schönes Gesamtbild erzeugen.

Der Gartenzaun, Rosenbogen, Carport, die Gartenmöbel oder Pflanzkübel aus Holz vervollständigen die Auswahl an Holzelementen am Eigenheim oder im Gartengrundstück. Ein Kaminholzregal findet sowohl außen im Garten als auch im Haus seine Verwendung.

Große Beliebtheit finden natürliche Überdachungen, für die Pergolen an der Terrasse die Grundlage bilden. Weinlaub oder blühende Kletterpflanzen sind Sicht-, Wind-, Regen- und Sonnenschutz zugleich.

Holzartenauswahl: Pflege und Schutz

Bei der Planung und Vorbereitung für das Gartenhaus, die Terrasse oder den Geräteschuppen ist es wichtig zu wissen, welche Holzarten zum Bau am besten geeignet sind. Holz muss vor Witterungseinflüssen geschützt werden.

Spezielle Holzschutzlasuren gegen Verwitterung, Fäulnis, Schädlinge und Auswirkungen der UV-Strahlen werden zur Werterhaltung im Handel angeboten. Wenig Pflegeaufwand und dauerhaften Schutz bieten die kesseldruckimprägnierten Hölzer (KDI). Dieses vorbehandelte Material wird vor allem für Trägerpfosten, Terrassendielen und Sichtschutzelemente verwendet.

Massivholz ist der geeignete Baustoff für Gartenmöbel und Terrassen. Heimische Holzarten wie Buche, Fichte, Kiefer oder Eiche sollten immer mit einer Imprägnierung vorbehandelt sein. Das kesseldruckimprägnierte Schichtholz ist für Trägerpfosten, Zaun, Sichtschutzwand oder Balkensysteme für Pergolen besser geeignet als Massivholz, da es formbeständiger bleibt.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Vova Shevchuk

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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