Rattanmöbel: Traditionsreich, robust und schick

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Rattan hat seinen Ursprung in Südostasien. Vor allem in Indonesien sind die Anbaubedingungen der Rattanpalme, die zur Gattung der Calamus gehört, am besten. So ist der viertbevölkerungsreichste Staat der Welt Hauptexporteur der Nutzpflanze. Die Calamus bevorzugt wechselnd-feuchtes Klima, dies wird vom Monsun garantiert, der alljährlich über die Inseln des Landes hinwegfegt, und die sonst trockenen Böden in fruchtbare Äcker verwandelt.

Die Geschichte der Rattanmöbel in Europa

Auch wenn sich der Tourismus zu einem immer wichtiger werdenden Sektor der indonesischen Wirtschaft entwickelt, ist die Landwirtschaft immer noch ein wichtiger Eckpfeiler.

In Europa wurde die Pflanze erst nach der Kolonialisierung Indochinas bekannt. Zunächst nur zum Flechten von Körben und Fischreusen verwendet, erkannte man doch früh ihre Eignung zur Herstellung von Möbeln. Ihre Stämme sind stabil und doch, dank der Kapillaren, die ihr inneres durchziehen, recht leicht. Ferner, lassen sich die Stränge ihrer Außenhaut sehr gut flechten. Vor allem in den Sitz- und Rückenflächen von Stühlen kamen sie in Gestalt des „Wiener Geflechts“ Mitte des letzten Jahrhunderts zum Einsatz. Darüber hinaus, sind Möbel aus Rattan sehr witterungsbeständig, da die Pflanze einen sehr hohen Ölgehalt aufweist. Hierdurch war Echtrattan lange Zeit der ideale Werkstoff vor allem für Außenmobiliar. Ist heute von Rattanmöbeln die Rede, sind jedoch meistens Garnituren aus Polyrattan gemeint.

Der rasche Erfolg des Kunstrattan

Die Entwicklungsgeschichte dieses Flechtstoffes ist nicht annähernd so alt wie jene des Originals aus Fernost, jedoch mindestens so erfolgreich. Begonnen hat sie auf der Internationale Möbelmesse Köln. Dort traf Robert Dekeyser 1991 einen philippinischen Rattanexperten. Zuvor schon hatte Dekeyser einen neuen Kunststoff entwickelt, der leicht, robust und UV-resistent war. Nun suchte er lediglich noch nach einem Anwendungsbereich.

Zusammen entdeckten sie die Eignung des Materials für die Möbelherstellung und entwickelten sie dementsprechend weiter. Auch vor dem Erfolg des Polyrattans, war Robert „Bobby“ Dekeyser kein Unbekannter. Vor allem in den 1980er Jahren stand er für zahlreiche Profi-Clubs in Deutschland zwischen den Pfosten. So zum Beispiel für die Münchner Clubs FC Bayern und TSV 1860. Nach einer Verletzung 1990 kehrte er dann jedoch nicht mehr zurück aufs Grün, sondern entschied sich Unternehmer zu werden. Jeder Gartenliebhaber wird ihm dafür sicher danken!

Rattanmöbel – traditionsreich, robust und schick

Rattanmöbel – traditionsreich, robust und schick

Die neuen Möbel sind eine echte Bereicherung für jede Terrasse, Garten und Balkon. Durch ihr elegantes, mediterranes Design, verströmen sie eine sommerliche Atmosphäre und laden zum Niederlassen ein. Auf den gemütlichen Polstern der Liegen und Sonneninseln lässt sich dann vor allem bei hohen Temperaturen wunderbar relaxen. Und gerade weil die Möbel so sonnenresistent sind, sollte man sie auch genau zu diesem Zwecke nutzen!

Auch an Poolbars und in Outdoor-Lounges findet man Rattancouchen häufig. Bei gediegener Musik und einem netten Drink lassen sich dann am Abend die letzten Sonnenstrahlen am besten genießen.

Für die Terrasse gibt es dann selbstverständlich auch Essgruppen in jeder beliebigen Größe, an der dann beim Grillabend wie im Urlaub an der Südsee gespeist werden kann.

Wer also heute schon einmal zuschlagen möchte, kann sicherlich preiswerter einkaufen, zum Beispiel bei www.design-rattan.de und kann die witterungsresistenten Möbelstücke dann auch im Winter draußen stehen lassen, um sie im Sommer dann voll auszukosten.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Photographee.eu

Über den Autor

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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