Fit für den Frühling mit der passenden Terrassengestaltung

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Wenn die ersten Sonnenstrahlen locken, ist es Zeit, an die Terrassengestaltung zu denken. Neue Ideen müssen her, um das „Wohnzimmer im Garten“ gemütlich und individuell zu gestalten.

Moderne Terrassengestaltung: Sonnen- und Sichtschutz inklusive

Niemand möchte auf der Terrasse wie auf dem Präsentierteller sitzen. Daher ist es wichtig, bei der Terrassengestaltung auch an den Sichtschutz zu denken. Dieser ist fast ebenso wichtig wie ein optimaler Sonnenschutz, wobei Letzterer dafür sorgt, dass sich auch die heiße Mittagszeit auf der Terrasse verbringen lässt.07

In Zeiten, in denen das Home Office normal geworden ist, kann dieser Platz im Freien sogar als Arbeitsplatz und Büroersatz dienen. Vielfältige Aspekte sind bei der Terrassengestaltung zu beachten, denn auch die Art des Bodenbelags sowie die Frage, was bei Regen zu tun ist, müssen geklärt werden.

Konzept zur Terrassengestaltung erstellen

Wer fit in den Frühling starten will, sollte schon im Winter mit der Terrassengestaltung beginnen. Natürlich nicht mit den eigentlichen Arbeiten an der Terrasse, sondern vielmehr mit der Erstellung eines umfassenden Konzepts. Dieses wiederum greift sämtliche Gestaltungselemente auf, die für die Terrasse von Bedeutung sind. Zuerst wird dafür ein Stil festgelegt: Lounge-Möbel oder Shabby Chic? Holz oder Kunststoff? Klein und zart oder groß und wuchtig? Romantisch oder opulent?

Ist das geklärt, kann es an die Detailplanung gehen, in deren Rahmen die einzelnen Möbelstücke in Art und Anzahl festgelegt werden. Auch das Thema Sonnen- und Sichtschutz muss bei der ersten Konzepterstellung berücksichtigt werden. Gestalten sich hier Klemmmarkisen als perfekte Lösung? Oder ist das Sonnensegel die bessere Alternative? Oder doch lieber eine Kassettenmarkise?

In diesem Fall würde jeder Fachmann für eine Kassettenmarkise plädieren. Der Grund dafür ist ganz einfach. Eine Klemmmarkise eignet sich eher für einen Balkon, da sie zwischen Decke (darüberliegender Balkon) und Boden eingespannt wird. Bei einer Terrasse ist meist keine Decke vorhanden und deshalb sucht man hier eher eine Sonnenschutzlösung, die entweder freistehend ist oder an der Fassade befestigt werden muss. Für die Terrasse erweisen sich Kassettenmarkisen meist als optimal.

Niemand möchte auf der Terrasse wie auf dem Präsentierteller sitzen. ( Foto: Adobe Stock-Ozgur Coskun )

Niemand möchte auf der Terrasse wie auf dem Präsentierteller sitzen. ( Foto: Adobe Stock-Ozgur Coskun )

Der ideale Sonnenschutz für die Terrasse

Eine sonnige Terrasse ist schön, der Blick in den Garten wunderbar. Wenn Letzterer aber durch Schweißtropfen verschwimmt, ist es höchste Zeit, die Sonne für eine gewisse Zeit auszusperren. Große Pflanzen sind dabei eine Möglichkeit, um den nötigen Sonnenschutz zu gewährleisten.

Einfacher ist es jedoch, auf verschiedene Hilfsmittel zurückzugreifen, die sich je nach Größe und Lage der Terrasse eignen:

  • Dauerhafte Terrassenüberdachung

    Die dauerhafte Überdachung hält nicht nur die Sonne fern, sondern schützt auch vor Niederschlägen. Hier lässt sich der sanfte Sommerregen wunderbar unter dem Dach genießen und die Entspannungs- oder auch Arbeitsstunde muss nicht unterbrochen werden. Der Aufbau eines solchen Dachs ist recht aufwendig und besteht aus Leimholz oder Aluminium in Verbindung mit Wellblechplatten oder transparenten Polycarbonatplatten. Auch Verbundsicherheitsglas kann für das Dach genutzt werden.

    Durchsichtige Varianten lassen es unter dem Dach heller bleiben, allerdings werden sie durch Algen und Laub rasch unansehnlich. Wichtig: Nicht nur den Kostenfaktor berücksichtigen, sondern auch eine mögliche Schneelast im Winter! Nachteilig ist zudem, dass die Luft schlechter zirkuliert und keine Flexibilität bezüglich des Sonnenschutzes gegeben ist.

    Eine sonnige Terrasse ist schön, der Blick in den Garten wunderbar. ( Foto: Adobe Stock- andi26_)

    Eine sonnige Terrasse ist schön, der Blick in den Garten wunderbar. ( Foto: Adobe Stock- andi26_)

  • Markisen als Sonnenschutz

    Befindet sich die Terrasse direkt am Haus, kann eine Markise als moderner Sonnenschutz gewählt werden. Markisen sind platzsparend und können nahezu unsichtbar an der Fassade montiert werden. Sie werden nur bei Bedarf ein- und ausgefahren und bieten damit die größtmögliche Flexibilität. Bei Regen und Wind bieten sich aber nur einen geringen Schutz. Dafür sind sie in vielen verschiedenen Farbvarianten, Größen und sogar mit einem Elektromotor ausgestattet erhältlich. Sie wirken modern, sind leicht zu bedienen und können sogar mit einer LED-Beleuchtung für eine stimmungsvolle Terrassengestaltung sorgen.

  • Sonnenschirme als Alternative

    Wer sich nach einer besonders günstigen Art des Sonnenschutzes umschaut, landet sicherlich zuerst beim Sonnenschirm. Hier sei aber gleich gesagt: Die besonders günstigen Modelle sind selten gut! Sie werden durch das rasche Nachkaufen ebenso teuer, wie wenn jemand gleich in ein hochwertiges Modell investiert. Der Vorteil von Sonnenschirmen besteht darin, dass sie genau entsprechend dem Verlauf der Sonne ausgerichtet werden können. Sie werden bei Bedarf aufgestellt und könen mit wenigen Handgriffen zusammengefaltet werden. Der Sonnenschirm ist allerdings recht windanfällig. Er dient auch nur spärlich als Schutz vor Regen, außerdem benötigt sein Standfuß zusätzlich Platz.

    Wer sich nach einer besonders günstigen Art des Sonnenschutzes umschaut, landet sicherlich zuerst beim Sonnenschirm. (Foto: Adobe Stock-2mmedia)

    Wer sich nach einer besonders günstigen Art des Sonnenschutzes umschaut, landet sicherlich zuerst beim Sonnenschirm. (Foto: Adobe Stock-2mmedia)

  • Sonnensegel für eine umfassende Beschattung

    Vielleicht bietet sich auch das Sonnensegel für die Terrasse an? Es eignet sich besonders, wenn der zu beschattende Bereich recht groß ist und wenn eine robuste Variante gewünscht wird. Windgeschwindigkeiten bis 50 km/h hält das Sonnensegel problemlos aus, wenn es fachgerecht befestigt worden ist. Die Montage ist vergleichsweise aufwendig, daher wird das Sonnensegel kaum täglich auf- und abgebaut werden. Es ist damit weniger flexibel als ein Sonnenschirm und eignet sich zudem nur bedingt als Regenschutz.

Tipps und Ideen für die moderne Terrassengestaltung

Zu einer modernen Terrassengestaltung gehört mehr, als nur für einen umfassenden Sonnen- und Sichtschutz zu sorgen. Was ist, wenn es dunkel wird? Wie kann für genügend Licht gesorgt werden? Und wie wird eine Terrasse überhaupt so richtig gemütlich? Gerade im Frühling ist letztere Frage leicht zu beantworten, denn dann sehnen sich die meisten Menschen nach möglichst viel Grün nach der langen Zeit des grauen Winters. Pflanzen erweisen sich damit als ideale Möglichkeit, um eine Terrasse heimelig zu gestalten.

Wichtig ist aber, dass die ausgewählten Pflanzen zum Standort der Terrasse passen und dementsprechend mit den vorhandenen Bedingungen klarkommen.

Terrassengestaltung mit festem Sonnenschutz ( Foto: Adobe Stock-haifa)

Terrassengestaltung mit festem Sonnenschutz ( Foto: Adobe Stock-haifa)

Die richtige Beleuchtung bei der Terrassengestaltung beachten

Abends noch auf der Terrasse sitzen, einen Wein genießen, mit Freunden plaudern – im Dunkeln macht das keinen Spaß! Die Ideen für die Terrassengestaltung dürfen daher die angepasste Beleuchtung nicht außer Acht lassen.

Solarlampen kommen ebenso infrage wie eine moderne LED-Beleuchtung über Lichterketten. Vielleicht sollen auch Fackelleuchten den Weg in den Garten erhellen? Besitzt die Terrasse ein umlaufendes Geländer, kann dieses mit einer Lichterkette verschönert werden. Besonders hübsch sind Ketten, die tagsüber kaum zu sehen sind und damit das Gesamtbild dieses Wohnzimmers im Garten nicht stören.

Tipp: Die Beleuchtung sollte nur bei Bedarf angeschaltet werden und nicht zu grell sein. Sie stört Insekten und kleine Tiere, die nachts eigentlich Ruhe finden sollten und dann im Garten aktiv sind. Außerdem zieht Licht natürlich auch Stechinsekten an: Hilfreich sind dann Pflanzen, die abwehrend auf Insekten wirken und gleichzeitig als Sichtschutz verwendet werden können.

Ein Holunderstrauch ist eine Möglichkeit, zumal sich die Beeren von diesem noch zu leckerer Marmelade verarbeiten lassen. Solarleuchten besitzen einen Speicher und leuchten meist nicht die ganze Nacht hindurch. Sie brauchen nicht ausgeschaltet zu werden, sondern verblassen mit abnehmender Energie von allein.

Befindet sich die Terrasse direkt am Haus, kann eine Markise als moderner Sonnenschutz gewählt werden. ( Foto: Adobe Stock- Studio Harmony )

Befindet sich die Terrasse direkt am Haus, kann eine Markise als moderner Sonnenschutz gewählt werden. ( Foto: Adobe Stock- Studio Harmony )

Welchen Boden bei der Terrassengestaltung wählen?

Auf der Terrasse soll sich freilich nicht das Grün des Gartens wiederfinden: Gras, Unkräuter und Moos sind hier tabu! Dabei ist die richtige Auswahl des passenden Bodenbelags gar nicht so einfach wie gedacht. Wetterfest soll er sein, dazu sehr robust. Leicht zu reinigen und dennoch harmonisch zu Haus und Garten passend. Außerdem soll er umweltgerecht sein.

Verschiedene Varianten kommen dafür infrage:

  • Echtholz wie Eiche oder Robinie
  • WPC
  • Tropenhölzer wie Bangkirai oder Teak
  • Klinker- oder Pflastersteine
  • Betonwerksteine

Wer wenig Zeit für die Pflege hat, sollte bei der Auswahl des Bodenbelags auch die Reinigung im Auge haben. Fugenkratzer helfen dabei, wucherndes Moos, Algen und sonstiges unerwünschtes Grün zu entfernen. Der Hochdruckreiniger kann zudem bei Beton oder Klinkersteinen eingesetzt werden. Vorsicht bei sandigem oder brüchigem Gestein, hier kann der Hochdruckreiniger Beschädigungen verursachen.

Empfindliche Böden müssen vorsichtiger gereinigt werden und benötigen teilweise eine manuelle Reinigung mit der Bürste und ein wenig Spülmittel. Wer sich unsicher ist, ob das gewählte Reinigungsmittel sanft genug zur Oberfläche ist, sollte dieses erst einmal an unauffälliger Stelle testen.

Tipp: Besser häufiger reinigen und dafür keine Großputzaktion starten! Zudem setzen sich Verschmutzungen nicht so fest, wenn die Bürste häufiger angesetzt wird.

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