Pfirsich Salbei: Außergewöhnliche Pflanze für die Sinne

0

Pfirsich und Salbei — beides haben Sie bestimmt schon einmal gehört. Aber geht das auch zusammen? Ja, Pfirsich-Salbei! Hier erfahren Sie, was diese Pflanze so besonders macht und wie Sie sie nutzen können, um etwas ganz Besonderes zu kreieren.

Pfirsich-Salbei: Hot Lips zum Staunen…

Eine Art des Pfirsich-Salbeis wird Hot Lips genannt, weil ihre einzigartigen, kleinen, knallroten Blüten an rote Lippen („lips“) erinnern. Gerade deshalb eignet sich Pfirsichsalbei als hübsche Zierde und besonderer Hingucker in Ihrem Garten. Es gibt aber auch Pfirsich-Salbei, der in blau, apricot, lavendel, weiß, violett, pink oder auch zweifarbig in rot-weiß blüht.

Eins ist sicher: Alle Farben des Pfirsich-Salbeis knallen, scheinen zu schreien, und sind der perfekte Farbtupfer für jedes Gartenparadies. Er sieht sogar im Regen hübsch aus und im Herbst punktet durch silbern glänzendes Laub zum Beispiel die Pfirsich-Salbei-Art Salvia thymoides.

Pfirsich-Salbei zeichnet sich also durch seine vielseitige Verwendung aus und bietet eine gute Alternative, wenn Basilikum und Schnittlauch oder andere Kräuter einmal fehlen sollten (#01)

Pfirsich-Salbei zeichnet sich also durch seine vielseitige Verwendung aus und bietet eine gute Alternative, wenn Basilikum und Schnittlauch oder andere Kräuter einmal fehlen sollten (#01)

…und Genießen: Pfirsich-Salbei als hübsches i-Tüpfelchen auf dem Teller

Nicht nur im Garten macht der Pfirsich-Salbei eine gute Figur — auch auf Ihrem Teller! Seine Blätter eignen sich perfekt, um herzhafte und süße Speisen zu garnieren: Salate, Hauptgerichte und Desserts… Sie können sowohl die Blüten als auch die grün-weißen Blätter der jungen Triebe in der Küche verwenden, denn essbar sind sie beide.

Und sie haben es in sich: Obwohl der Name Pfirsich-Salbei nämlich eher auf etwas Süßliches schließen lässt und die Pflanze selbst tatsächlich ein eher süßliches Pfirsicharoma versprüht, schmecken seine Blätter überraschenderweise eher bitter — aber dennoch sehr lecker. Wenn Pfirsichsalbei gerade aus dem Sonnenschein kommt und mit Wasser besprüht wurde, ist sein charakteristischer, süßlicher Pfirsichduft umso intensiver.

Pfirsich-Salbei zeichnet sich also durch seine vielseitige Verwendung aus und bietet eine gute Alternative, wenn Basilikum und Schnittlauch oder andere Kräuter einmal fehlen sollten und Sie „etwas Grünes“ und Besonderes suchen, um Ihre kulinarischen Kunstwerke abzurunden. Oder auch, wenn Sie einfach mal im Pfirsichduft versinken wollen…

Das macht Pfirsich-Salbei so gesund

Seine bitteren Blätter sind nicht nur ein raffiniertes Geschmackserlebnis, sondern auch ein gesunder Verdauungsanreger: sie unterstützen die Magensaftproduktion. Gerade nach sehr fettigen und schweren Speisen kann ein frisch aufgebrühter Pfirsich-Salbei-Tee wahre Wunder bewirken und den Magen bei seiner Arbeit unterstützen. Probieren Sie Pfirsich-Salbei-Kräuter doch auch mal im Smoothie — eine ungewöhnlich leckere Kreation, die überrascht und sehr gesund ist.

Pfirsich Salbei: Außergewöhnliche Pflanze für die Sinne.(#02)

Pfirsich Salbei: Außergewöhnliche Pflanze für die Sinne.(#02)

 

Pfirsich-Salbei pflanzen

Viel Arbeit macht die eigentliche Pflanze jedoch nicht. An einem sonnigen oder halbschattigen Ort gepflanzt kann das immergrüne Gewächs bis zu 35 Zentimeter hoch werden. Pfirsich-Salbei braucht um zu gedeihen mindestens vier Stunden Sonne am Tag und nicht besonders viel Wasser. Gießen Sie ihn auf natur-ähnliche Weise. Einmal am Tag ein wenig Wasser reicht völlig. Auch hinsichtlich des Bodens ist Pfirsichsalbei anspruchslos. Ideal wäre herkömmliche Gartenerde. Auch grobe Steinchen machen der Pflanze im Boden nichts aus, sondern helfen eher dabei, dass das Wasser besser und großflächiger aufgenommen werden kann. Sie können den Boden auch gerne mit etwas Sand unterfüttern.

Wir empfehlen, die Pflanze unausgedünnt oder zusammen mit anderen Pflanzen zu setzen. Pfirsich-Salbei verträgt sich gut mit mit allerlei Stauden und anderen Salbei-Sorten, wie Ananassalbei, Fruchtsalbei, Mandarinen- oder Apfelsalbei.

Richtig gepflegt blüht der Pfirsich-Salbei-Busch von Juli, den Herbst über, bis zu den Wintermonaten. Deshalb ist Pfirsich-Salbei auch unter dem Namen Herbstsalbei bekannt.

Pfirsich-Salbei überwintern

Winterfest ist der Pfirsich-Salbei jedoch leider nicht, deshalb muss er im Spätherbst in die gute Stube geholt werden. Am besten überwintert er im Kübel an einem hellen Ort bei Raumtemperatur beziehungsweise einer Mindesttemperatur von etwa zwölf Grad Celsius. Bevor Sie den Pfirsch-Salbei jedoch hereinholen, sollten Sie ihn zurückschneiden.

Suchen Sie die Stellen, wo die jungen Triebe aufhören und schneiden Sie die älteren auf ebendiese Länge. Oft schneidet man den Pfirsich-Salbei deshalb auf gut ein Drittel zurück — radikal also, aber nicht vollkommen. So wird die mehrjährige Pflanze dann im nächsten Frühjahr größer und buschiger werden und ihre Stauden noch schöner und aufrechter blühen. Bei guter Pflege kann Pfirsich-Salbei bis zu zehn Jahre alt werden. Wenn Sie von Pfirsich-Salbei einfach nicht genug bekommen, können Sie ihn außerdem mit Stecklingen vermehren.

Wie alles begann: Der Geschichte des Pfirsich-Salbeis

Seine Wurzeln hat der Pfirsich-Salbei in Mexiko und wurde von dort aus in die USA importiert. Deshalb sind manche Arten heute auch nur in Texas zu finden. 1870 benannte ihn der amerikanische Botaniker Asa Gray offiziell nach seinem ursprünglichen Entdecker, dem Botaniker Josiah Gregg. So erklärt sich auch der lateinische Name Salvia Greggii, wie der Pfirsich-Salbei in der Fachsprache heißt.

Pfirsich-Salbei hat mehrere Tochterarten und Mischformen. Manche unterscheiden sich in ihrer Beschreibung drastisch, andere sehen einander sogar ganz ähnlich, wie zum Beispiel:
„Peach“ — auffallend intensiv und traumhaft süßlich duftend mit satten, roten Blüten und der ebenso tiefrote „Royal Bumble“. Es gibt aber auch „Icing Sugar“, der in rosaroten bis pinken Farben blüht und zum Blütenrand hin blass bis sogar weiß auszulaufen scheint. Die Pfirsich-Salbei-Sorten „Meleu“, „Violin Musik“, „Lara“, „Syringa“ variieren in Blüten-Farbe und Durftintensität.

Kurz gesagt: Ja, Pfirsch-Salbei ist eine außergewöhnliche Pflanze, die Ihre Sinne betört.(#03)

Kurz gesagt: Ja, Pfirsch-Salbei ist eine außergewöhnliche Pflanze, die Ihre Sinne betört.(#03)

Pfirsich-Salbei: eine außergewöhnliche, betörende Pflanze

Kurz gesagt: Ja, Pfirsch-Salbei ist eine außergewöhnliche Pflanze, die Ihre Sinne betört.
Sie sieht wunderschön aus, riecht wunderbar intensiv süßlich und schmeckt dennoch bitter und herb. Zugleich sind die Kräuter sehr gesund für Magen (und Seele) und leicht zu züchten. Pfirsich-Salbei ist also ein pflegeleichter Mitbewohner sowohl für Hobbygärtner als auch für Profis kann bei richtiger Pflege — sehr einfach und ohne viel Aufwand — bis zu zehn Jahre allerlei Gärten verzieren und auffallend, bunt und einzigartig Ihre Beete säumen.

Es ja auch ganz schön, dass Sie die Pflanze in der Winterzeit reinholen müssen, denn so duftet Ihr Zuhause auf natürliche und angenehme Weise wunderbar lieblich-süß nach Pfirsich. Die zurückgeschnittenen Sträucher sehen in Sträußen übrigens auch sehr nett aus und zaubern jedem Betrachter durch ihre knalligen Farben ein Lächeln aufs Gesicht. Genau das richtige Geschenk für liebe Freunde oder nette Nachbarn.

Getrocknet können sie außerdem auch optisch einen gewissen romantischen Flair nach Hause bringen und Ihre geliebten vier Wände in ein zauberhaftes, elfengleiches Blütenparadies verwandeln — und Sommer bis Herbst wiederum Ihren Garten zum neuen, liebreizend duftenden Anziehungsort für Besucher machen — sowohl für Mensch als auch für Biene und Schmetterling.


Bildnachweis:© Fotolia-Titelbild: denisfilm-#01: la_vand-#02:photocrew -#03: Studio Gi

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

Lassen Sie eine Antwort hier