Eibe: Pflege & Schneiden einer Eibenhecke!

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Will man den Blick zum oder vom Nachbarn versperren ist eine immergrüne Hecke sicher die schönste, vor allem aber natürlichste Form! So gelingt es, eine Eibe zu schneiden und zu pflegen, damit man eine schöne Hecke erhält.

Eibe schneiden: So bekommt der Garten eine schöne, dichte Eibenhecke!

Zuerst muss der Standort der neuen Hecke den Ansprüchen der Eibe entsprechen. Halbschattige Flächen sind bestens geeignet. Vollsonnige und komplett schattige Bereiche sind der Eibe nicht unbedingt zuträglich. Man kann die Eibe zwar ganzjährig pflanzen. Damit sie gut einwurzeln kann, ist das Frühjahr jedoch der geeignetste Zeitpunkt.

 Eine perfekte, wunderschöne Eibenhecke im Einklang mit der Natur.

Eine perfekte, wunderschöne Eibenhecke im Einklang mit der Natur.(#01)

Diese Schritte sind beim Einpflanzen einer Eibenhecke zu beachten:

  • Standort: nicht zu sonnig und nicht schattig – Halbschatten wird bevorzugt
  • lockeres Erdreich, kein lehmhaltiger Boden
  • Abstände zwischen den einzelnen Pflanzen sollten vierzig bis sechzig Zentimeter betragen, bei einem späteren Endwachstum von einem Meter
  • bei höheren Pflanzen sollte der Abstand neunzig Zentimeter betragen.
  • Grasnarben sollten entfernt werden falls vorhanden
  • die Wurzelballen der Pflanzen vor dem Einpflanzen mindestens zehn bis zwanzig Stunden ins Wasser stellen
  • die Erdlöcher sollten doppelt so breit sein wie die Wurzelballen
  • die Pflanze sollte genauso tief eingepflanzt werden wie zuvor
  • die heraus gehobene Erde mit Kompost oder Hornspänen mischen und sowohl unter die Wurzelballen als auch um die Pflanze herumgeben. Zum Abschluss das Erdgemisch auch oben aufschütten und vorsichtig festtreten.
  • ein Gießrand sorgt in den ersten Wochen dafür, dass das Wasser nicht direkt wegfließt
  • danach die Pflanzen richtig gut wässern.

Man kann die Abstände zwischen den einzelnen Pflanzen auch geringer halten, dann wird die Hecke schneller blickdicht. Allerdings kann die Eibe nur bei ausreichend Platz wachsen und gedeihen. Auch kommt der Gärtner besser in die Zwischenräume der Pflanzen, um die Eibe schneiden zu können. Man kann die Abstände zwischen den einzelnen Pflanzen auch geringer halten, dann wird die Hecke schneller blickdicht. Allerdings kann die Eibe nur bei ausreichend Platz wachsen und gedeihen. Auch kommt der Gärtner besser in die Zwischenräume der Pflanzen, um die Eibe schneiden zu können.

Viele Gartenfreunde machen beim Pflanzen den Fehler, Abstände zu gering zu halten. Sitzen die Pflanzen näher beieinander, schließen sich früher die Abstände zwischen den Pflanzen. Jahre später ärgern sich dann aber die Hobbygärtner, weil die Hecke nicht mehr gedeihen kann, oder weil sie in der Mitte (zwischen den jeweiligen Pflanzen) abstirbt, da dort kein Licht hineinkommen kann.

Besser ist es, am Anfang die Wartezeit in Kauf zu nehmen und sich an den jährlichen, wenn auch kleinen Erfolgen, im Wachstum zu erfreuen.

 Eine Eibe schneiden ist recht einfach.

Eine Eibe schneiden ist recht einfach.Sie verzeiht auch mal den ein oder anderen Schnittfehler, da sie sich schnell wieder verdichtet.(#02)

Eibe richtig schneiden: Wann und wie oft?

Das Schneiden der Pflanze ist ganzjährig möglich. Allerdings ist es für das weitere Wachstum besser, zwischen Mai und Juni sowie August und September die Eibe zu schneiden. Zu dieser Zeit befindet sich die Eibe im vollen Austrieb, sodass der Rückschnitt schneller wieder nachwächst.

Man sollte beim Eibe schneiden unbedingt große Hitze oder Frost vermeiden. Damit die frischen Schnittstellen nicht verbrennen oder gar erfrieren. Das Höhenwachstum der Eibe ist mit zwanzig Zentimetern pro Jahr recht langsam. Abgeschnittene Stellen verdichten sich aber relativ zügig wieder.

Durch das zweimalige Schneiden der Eibe pro Jahr, wächst sie auch etwas zügiger. Wünscht man sich eine hohe Eibenhecke, ist allerdings Geduld gefragt. Dafür ist die Eibe sehr robust und kann tausend Jahre alt werden. Hat sie das gewünschte Höhenwachstum einmal erreicht, kann sich auch der Gärtner sehr lange daran erfreuen.

Immergrüne Hecke: Welche Pflanzen eignen sich dafür?

Neben der Eibe gibt es weitere Pflanzen, die sich für Hecken eignen.Kirschlorbeer, Feuerdorn, Schmetterlingsstrauch oder Stechpalme sind nur einige davon. Aber worin unterscheiden sie sich von der Eibe? Diese Gehölze sind auch winterhart, aber nicht alle sind immergrün. Manche habe Stacheln und sind deshalb ein zusätzlicher Schutz gegen Eindringlinge. Andere wiederum blühen besonders schön, werde dafür aber nicht komplett blickdicht.

Kirschlorbeer

  • immergrüne beliebte Heckenpflanze
  • wächst sehr zügig mit bis zu fünfzig Zentimetern pro Jahr
  • man erhält recht schnell eine blickdichte Hecke

Nachteile

  • der NABU Bremen (NABU Landesverband Bremen e. V., Vahrder Feldweg 185, 28309 Bremen) warnt vor dem Kirschlorbeer. Laut NABU begehe man ein Verbrechen an der Natur, wenn man den Kirschlorbeer pflanzt.
  • Der Kirschlorbeer verdrängt heimische Pflanzen und dient bestenfalls als Nistplatz. Nahrung bietet er keinem Tier, im Gegenteil
  • die Samen und Blätter sind hochgiftig
 Kirschlorbeer wird in deutschen Gärten gern als Hecke genutzt. Dabei ist das laut NABU gar nicht so gut.

Kirschlorbeer wird in deutschen Gärten gern als Hecke genutzt. Dabei ist das laut NABU gar nicht so gut.(#03)

Stechpalme

Vorteile

  • immergrün
  • schnittfest und frostfest
  • mit stacheligen Blättern – das hält mögliche Eindringlinge ab
  • bestimmte Varianten der Stechpalme kann man auch als Buchsbaum Ersatz verwenden

Nachteile

  • die stacheligen Blätter machen die Pflege etwas schwieriger
  • man sollte immer Schutzkleidung und Handschuhe tragen

Schmetterlingsstrauch (oder Schmetterlingsflieder)

Vorteile

  • wunderschöne Blüten über den gesamten Sommer
  • die Blüten vom Schmetterlingsstrauch locken Schmetterlinge und andere Insekten an
  • winterhart

Nachteile

  • ist zwar winterhart, aber nicht immer grün. Die Blätter fallen normalerweise aus, nur in sehr milden Wintern bleiben die Blätter haften
  • Wird nicht vollkommen blickdicht
 wunderschöne, kräftige Blüten zeichnen den Schmetterlingsstrauch aus

Wunderschöne, kräftige Blüten zeichnen den Schmetterlingsstrauch aus.(#04)

Feuerdorn

Vorteile

  • frostfest und immergrün
  • Feuerdorn ist sehr dekorativ durch die leuchtend roten Beeren
  • hat große feste Dornen – da geht kein Eindringling durch
  • die Dornen bieten Vögeln einen sicheren Nistplatz

Nachteile

  • die Dornen sind sehr spitz und scharfkantig und können sehr schmerzhaft sein
  • feste Schutzkleidung und Handschuhe sollten beim Schneiden unbedingt getragen werden
  • man muss stets darauf achten, dass die Dornen keine Gefahr für Familie, Nachbarn oder Passanten darstellen
  • Dornengehölze haben sehr tiefe Wurzeln – sie wieder zu entfernen ist sehr schwierig

Hartriegel

Vorteile

  • verändert sich von allen Heckenpflanzen am stärksten
  • im Herbst färben sich Stamm und Äste leuchtend rot oder gelb (je nach Sorte)

Nachteile

  • nur ganz wenige Sorten vom Hartriegel sind immergrün
  • breitet sich schnell aus und sollte regelmäßig zurückgeschnitten werden
Der FeuerdornDer Feuerdorn trägt knallig rote Beeren. trägt knallig rote Beeren.

Der Feuerdorn trägt knallig rote Beeren. Ein richtiger Hingucker in jedem Garten. (#05)

Rhododendron

Vorteile

  • wunderschön blühende Pflanze
  • fast jede Blütenfarbe ist mittlerweile erhältlich
  • immergrüne Pflanze
  • wächst sehr hoch und breit

Nachteile

  • auch der Rhododendron ist eine exotische Pflanze, die sich bei uns ausbreitet und heimische Arten verdrängt
  • sehr empfindlich was den Standort anbelangt, wird dieser falsch gewählt, wird die Pflanze meist krank
  • benötigt spezielle Erde und viel Dünger in der Anfangszeit
  • möglichst nicht beschneiden, das verträgt die Pflanze nicht so gut
Eine wahre Farbenpracht zaubert der Rhododendron in den Garten.

Eine wahre Farbenpracht zaubert der Rhododendron in den Garten.(#06)

Was ist der Vorteil einer Eibenhecke?

Die Eibe ist zwar giftig und man muss gewissen Vorsichtsmaßnahmen treffen. Da sie aber zu den heimischen Gewächsen zählt, hat sich unsere Tierwelt an die Pflanze angepasst und kann sie als Nahrungsgrundlage nutzen.

Vielen Vogelarten dienst sie zusätzlich hervorragend als Nistplatz. Die Eibe ist stark winterhart und dabei immergrün. Der Sichtschutz der Hecke ist somit ganzjährig gegeben. Durch die hohe Schnittfestigkeit ist die Eibe auch für Formschnitte bestens geeignet. Eine Eibe zu schneiden ist dabei auch noch sehr einfach.

Die Eibe gilt als die Edelste unter den Heckenpflanzen. Schädlinge besiedeln die Eibe eher selten. Sie ist sehr gesund und robust. Sollten einmal Blattläuse ihren Weg auf die Eibe gefunden haben, sollte man die Schädlinge allerdings bekämpfen. Im Anschluss daran bietet sich an, speziellen Eiben Dünger zu verwenden, damit die Pflanze zügig wieder gesund wird. Bei guter Pflege und richtigem Standort kann die Eibe über eintausend Jahre alt werden!

Lässt sich die Eibe leichter schneiden?

Die Eibe hat einen großen Vorteil gegenüber anderen Büschen: Sie verträgt auch einmal einen großen Rückschnitt ausgesprochen gut. Wird beim Eibe zurückschneiden alles richtig gemacht, sprießen sehr schnell wieder neue Triebe. So kann man mit dem richtigen Schnitt sogar das Wachstum etwas beschleunigen. Jedoch gehört die Eibe nicht zu den schnell wachsenden Heckenplanzen. Das sollte man auch beim schneiden unbedingt bedenken. Hat man einmal zu viel weggenommen, werden die Nachbarn und Besucher noch sehr lange sehen, welches Missgeschick hier passiert ist.

Deshalb ist hier Vorsicht angesagt: Weniger ist mehr! Da die Eibe zweimal im Jahr zurückgeschnitten werden kann, spricht da auch nichts dagegen. Auch für wundervolle Kunstformen eignet sich die Eibe hervorragend. Hier kommt ihr das langsame Wachstum sogar zugute. Denn ist die Form einmal gelungen, hat man lange Freude daran, bevor man den Formschnitt wiederholen muss.

Wunderschöne Formschnitte lassen sich mit der Eibe erzielen.

Wunderschöne Formschnitte lassen sich mit der Eibe erzielen.(#07)

Eibe schneiden: Was sind die Nachteile einer Eibenhecke?

Der einzige, aber nicht unerhebliche Nachteil der Eibe ist das in ihr enthaltene TAXIN. Ein hochgiftiger Wirkstoff, der sich im Stamm, in den Ästen, in den Blättern und in den Kernen der Früchte befindet. Über den Verzehr gelangt das Gift in den Körper.

Dabei sind die Früchte sogar essbar und dienen vielen Vogelarten als Nahrung. Diese spucken die giftigen Kerne wieder aus und somit besteht für sie keine Gefahr. Hat man Kleinkinder oder Haustiere, ist die Eibe als Gartenhecke nicht geeignet. Obwohl das Gift nur beim Verzehr in den Körper gelangt ist dennoch auch beim Eibe schneiden Vorsicht geboten.

Zwar besteht dabei keine tödliche Gefahr, aber auch Hautreizungen und Verätzungen sind nicht angenehm und sollten besser vermieden werden. Auch Kopfscherzen können durch das scheiden der Eibe ausgelöst werden. Will man die Eibe schneiden, sollte man deshalb einige Vorsichtsmaßnahmen treffen. Will man die Eibe schneiden, sollte man deshalb einige Vorsichtsmaßnahmen treffen.

Eibe schneiden: Diese Vorsichtsmaßnahmen sollte man einhalten

  • unbedingt lange Kleidung und Handschuhe tragen
  • abfallende Nadeln können Hautreizungen im Gesicht verursachen, deshalb sollte man auch das Gesicht schützen
  • Pflanzenschnittreste unbedingt entsorgen
  • entweder verbrennen oder auf dem Kompost entsorgen
  • die Giftstoffe verschwinden mit der Zersetzung durch Bakterien
  • der Kompost sollte dann aber auch nicht begehbar sein von Kleinkindern oder Haustieren

Bildnachweis:Shutterstock-Titelbild: Del Boy -#01: Peter Turner Photography -#02: Leika production -#03: Christian Camus -#04: _Julia Reschke -#05: Nataliya Schmidt -#06: Nataliya Schmidt -#07: Christine Kuchem

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