Schöne Heckenpflanzen für verschiedene Standorte und Anforderungen

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Heckenpflanzen können am Zaun entlang gepflanzt werden und schützen das Grundstück vor neugierigen Blicken. Dabei hat der Hobbygärtner die Wahl zwischen sommer- und immergrünen Pflanzen.

Heckenpflanzen auswählen: Sichtschutz für verschiedene Standorte

Kein Hobbygärtner sollte einfach in den Gartenfachmarkt gehen und völlig unbedacht neue Heckenpflanzen kaufen. Zuerst ist wichtig, welche Ansprüche die Hecke erfüllen soll, welche Standortbedingungen gegeben sind und ob eine immergrüne Hecke gewünscht ist. Wer den Garten nur verschönern, aber nicht nach außen abdichten möchte, kann auch eine weniger dichte Heckenvariante wählen.

Wichtiger Tipp: Nicht einfach nur danach schauen, was gefällt, sondern lieber darauf achten, was mit den gegebenen Bedingungen wirklich klarkommt! So kann zum Beispiel der Kirschlorbeer starke Frostschäden erleiden, wenn es im Winter längere Zeit sehr kalt ist. Auch die attraktive Thuja als immergrüne Hecke ist nicht in jedem Fall die beste Wahl.

Heckenpflanzen für sonnige Standorte

Viele Heckenpflanzen mögen die Sonne und kommen auch im Sommer mit wenig Wasser und mit einem etwas sandigen Boden gut klar. Ein Beispiel dafür ist die Eibe, die sich für einen Standort in der Sonne oder auch im Schatten eignet. Sie kann bis zu vier Meter hoch werden und bietet damit einen perfekten Sichtschutz, zumal sie immergrün ist. Da deren Früchte aber giftig sind, sollten Eiben nicht gepflanzt werden, wenn kleine Kinder unbeaufsichtigt an die Hecke gelangen können.

Ein anderes Beispiel ist der Kirschlorbeer, der sich in den vergangenen Jahren in die Herzen der Hobbygärtner gemogelt hat. Auch er steht sowohl in der Sonne als auch im Schatten gut, wird aber nur bis zu zwei Meter hoch. Auch die Früchte des Kirschlorbeers sind giftig, zumindest im rohen Zustand.

Eine dritte Variante ist die Thuja, die auch als Lebensbaum bezeichnet wird. Sie braucht einen Standort in der vollen Sonne, wird bis zu vier Meter hoch und sollte einen jährlichen Rückschnitt erfahren. Dafür lassen sich die Zweige aber auch wunderbar für Gestecke oder zur Grabeindeckung nutzen.

Die moderne Variante der Kirschlorbeer ( Foto: Shutterstock – ThomBal )

Heckenpflanzen für schattige Standorte

Manche Heckenpflanzen lieben eher den Schatten und fühlen sich dort einfach wohler. Sie würden in der Sonne regelrecht verbrennen und diesen Standort mit einem geringen Wachstum und trockenen Zweigen quittieren. So ist zum Beispiel der Buchsbaum ein echter Schattenliebhaber, er verbrennt in der Sonne schnell. Vorsicht aber vor dem Buchsbaumzündler, einer gefräßigen Raupe, gegen die bisher kaum vorgegangen werden kann. Sollten in der Region bereits Schäden durch diese Raupe vorgekommen sein, ist eine andere Hecke die bessere Wahl.

Wie wäre es denn mit Ilex? Die Stechpalme gewinnt ebenfalls immer mehr Anhänger und wird bis zu zwei Meter hoch. Im Winter bieten die dunkelroten und leuchtenden Beeren einen schönen Farbtupfer im Garten. Doch Vorsicht: Die Blätter des Ilex sind mit Dornen besetzt!

Immergrüne oder laubabwerfende Hecken wählen?

Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer mag, pflanzt eine immergrüne Hecke, die sowohl im Sommer als auch im Winter den perfekten Sichtschutz für den Garten oder auch nur für einen ausgewählten Bereich bietet. Wer aber im Winter den Blick auf den Garten freigeben möchte oder eher auf Laubhecken setzt, kann auch eine laubabwerfende Variante wählen.

Dabei haben Laubhecken sogar durchaus Vorteile: Sie sind bei einheimischen Vögeln und Insekten beliebter und deutlich robuster als viele immergrüne Varianten. Sie vertragen auch einen radikalen Rückschnitt und treiben dann wieder neu aus. Auch bei einem Schädlingsbefall können Laubhecken eher gerettet werden als immergrüne Pflanzen.

Besonders einfach zu kultivieren sind Hecken aus Buche oder Haselnuss. Beide wachsen schnell und sind rasch blickdicht. ( Foto: Shutterstock-Wiert nieuman_)

Besonders einfach zu kultivieren sind Hecken aus Buche oder Haselnuss. Beide wachsen schnell und sind rasch blickdicht. ( Foto: Shutterstock-Wiert nieuman_)

Laubabwerfende Hecken für jeden Standort

Viele verschiedene Heckenpflanzen für diverse Standorte können gewählt werden. Ein Beispiel dafür ist der Feld-Ahorn, der gern einen sonnigen Standort haben möchte. Als Baum wächst er bis zu 15 Meter hoch, kann als Hecke aber natürlich auf die passende Größe geschnitten werden. Die Schnittverträglichkeit ist gut, allerdings kann ein falscher Schnitt auch tödlich für die Pflanzen sein.

Sonnig bis halbschattig mag es der Liguster, der im Juni und Juli das Gärtnerherz mit einer schönen Blüte erfreut. Vorsicht: Alle Teile des Ligusters sind giftig! Er ist daher bei Vorhandensein von Kindern oder Haustieren keine gute Wahl.

Besonders einfach zu kultivieren sind Hecken aus Buche oder Haselnuss. Beide wachsen schnell und sind rasch blickdicht. Eine Buchenhecke verliert ihr Laub erst kurz vor dem Austrieb des neuen Laubes im Frühling, sodass ein gewisser Sichtschutz auch noch in Herbst und Winter durch das trockene Laub gegeben ist.

Immergrüne Hecken als Alternative

Immergrüne Alternativen sind die Pflanzen, die bereits zuvor für sonnige Standorte genannt wurden. Neben dem Ilex bieten sich hier Thuja, Buchs und Eibe an, auch die Zypresse kann gepflanzt werden. Alle wachsen rasch in die Höhe und können auf das gewünschte Maß gestutzt werden.

Möglich ist auch das Pflanzen einer Fichtenhecke, wobei hier oftmals das Problem auftritt, dass diese von innen heraus kahl wird. Eine Fichte braucht eigentlich rundum Licht und durch das enge Beisammenstehen in einer Hecke gelangt nur wenig Licht in alle Bereiche. Ein regelmäßiger Rückschnitt sorgt dafür, dass auch bereits kahle Stellen wieder neu austreiben können.

Bunt, bunt, bunt sind alle meine Pflanzen: Bunte Heckenpflanzen in verschiedenen Wuchshöhen

Nicht jeder Hobbygärtner möchte Heckenpflanzen einsetzen und damit seinen Garten regelrecht zuwuchern lassen. Teilweise sind auch Heckenpflanzen gewünscht, die nur eine kleine optische Abgrenzung eines Gartenbereichs darstellen, sich aber gleichzeitig bunt und vielfältig präsentieren.

Der Buchs eine immergrüne Heckenpflanze ( Foto: Shutterstock- Gorlov-KV)

Der Buchs eine immergrüne Heckenpflanze ( Foto: Shutterstock- Gorlov-KV)

Bunte Hecken mit geringer Wuchshöhe

Die Terrasse soll mit einer kleinen Hecke abgegrenzt werden? Ein Weg neben dem Haus soll von bunten Pflanzen gesäumt sein? Niedrige Heckenpflanzen, die im Sommer schön blühen, sind dann erste Wahl. Viele dieser Pflanzen können sortenrein oder auch als gemischte Hecke gesetzt werden.

Beispiele sind die wunderschöne Blutjohannisbeere, die bis zu zwei Meter hoch, aber auch vorher gestutzt werden kann, und die Brautspiere. Die Buchsblätterige Berberitze ist ein weiteres Beispiel dafür, der blühende Zwergstrauch wird höchstens einen Meter hoch und eignet sich damit perfekt als Einfassung für bestimmte Bereiche.

Wichtig: Auch wenn es sich um Pflanzen für sonnige Standorte handelt, sollten diese doch regelmäßig gewässert werden, damit sich keine kahlen und trockenen Stellen zeigen oder die Hecke gar eingeht.

Hochwachsende Hecken können nicht nur als Sichtschutz dienen, sondern schützen auch vor starkem Wind. ( Foto: Shutterstock-Orest lyzhechka_)

Hochwachsende Hecken können nicht nur als Sichtschutz dienen, sondern schützen auch vor starkem Wind. ( Foto: Shutterstock-Orest lyzhechka_)

Bunte Hecken mit großer Wuchshöhe

Hochwachsende Hecken können nicht nur als Sichtschutz dienen, sondern schützen auch vor starkem Wind. Sie können beispielsweise im Garten oder neben der Terrasse gepflanzt werden und halten dort starken Wind ab, sodass ein gemütliches Sitzen möglich ist. Besonders empfehlenswert ist dafür der Bauernjasmin, der auch als Pfeifenstrauch bekannt ist und an jedem Standort gut klarkommt.

Die schönen weißen Blüten zeigen sich zwischen Juni und Juli, der Strauch kann bis zu drei Meter hoch werden. Aufgrund der Tatsache, dass die Blüten gefüllt sind, ist der Jasmin aber nicht als Insektenstrauch geeignet. Ganz ohne Blüten und dennoch sehr dekorativ ist die Blutbuche mit ihren roten Blättern. Sie wächst auf allen Böden und treibt im Herbst ihre Bucheckern aus. Diese werden gern von Eichhörnchen gefressen und können sogar auch vom Menschen gegessen werden.

Die Blutbuche kann als Hecke bis zu vier Meter hoch werden, ist aber regelmäßig zu schneiden. Beim Schneiden bitte an die Vorgaben des Naturschutzes denken: Kein Rückschnitt zwischen dem 1. März und dem 30. September, weil in dieser Zeit viele Vögel in den Hecken brüten.

Weitere Hecken mit großer Wuchshöhe sind zum Beispiel:

  • Maiblumenstrauch
  • Forsythie
  • Schlehe
  • Glanzmispel
  • Schneeball

In einem Garten können auch mehrere verschiedene Heckenvarianten gepflanzt werden, sodass beispielsweise die hohe Sichtschutzhecke am Zaun entlang wächst, eine niedrige Hecke mit verschiedenen Blüten hingegen rahmt den Terrassenbereich ein.

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