Weihrauchpflanze: Der Mottenkönig!

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Die Weihrauchpflanze oder in Deutschland auch genannt: Elfengold, Weihrauchnessel oder Weihrauchkraut, ist eine Staude aus der Gattung der Harfensträucher (Plectranthus), die immer grün ist und zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) gehört.
Die aus Ostindien kommende Zierpflanze ist anspruchslos und Pflegeleicht. Hierzulande werden ihre Hybriden (Kreuzungen) und Sorten als Zierpflanze verwendet. Sie wird gerne gepflanzt, weil ihr aromatischer Duft ein wenig an den echten Weihrauch (Boswellia) erinnert. Sie ist aber nicht mit der Pflanze verwandt und kann nicht als Weihrauch (wie in der Kirche) verwendet werden. Aufgrund ihres würzigen Geruchs hat sie einen guten Ruf als „Mottenkönig“ gemacht, da sie Mücken und Motten fernhält. Die grüne Pflanze ist auch eine Vertreterin der Katzenkräuter, die vertreibend gegen Hunde und Katzen wirken soll. Gepflanzt wird die Weihrauch Pflanze Mitte Mai, wenn keine Spätfröste mehr zu erwarten sind.

Wie sieht die Zierpflanze aus?

Da es von dem „Mottenkönig“ zahlreiche Hybriden gibt, unterscheiden die Blätter sich in erster Linie durch die Färbung und Muster. Die Pflanze wird deshalb wegen ihrer schönen Blätter als Blattstrukturpflanze kultiviert. Besonders beliebt sind die gelben, grünen und panaschierten (mehr farbig) Sorten. Die eher unscheinbaren Blüten der Weihrauch Pflanze sind also nicht der Grund für die Beliebtheit der Zierpflanze.

Sie wächst zu Beginn aufrecht und bildet dann aber lang bogige Triebe, die überhängen und teilweise eine Länge von einem Meter erreichen können. Deshalb wird sie gerne in Hängeampeln oder Balkonkästen verwendet.

Der richtige Standort lässt den Weihrauch zur voller Blüte erblühen

Der richtige Standort lässt den Weihrauch zur voller Blüte erblühen (#01)

Wo ist der beste Standort des Mottenkönigs?

Die Weihrauchpflanze kommt mit jedem frischen und lockeren Substrat (Nährboden) zurecht. Wichtig dabei ist ein heller, sonniger Standort. Das heißt, sie bevorzugt die Sonne, möchte aber einen Standort der keine pralle Mittagssonne abbekommt und sollte maximal noch im Halbschatten gepflanzt werden. Sie kann also, sowohl im Garten als auch auf dem Balkon gepflanzt werden.

Wenn die Pflanze nicht ausreichend Licht erhält, verblassen die Blattfarben und die Abstände zwischen den einzelnen Blättern wird größer und hemmt dann das Wachstum. Sie sehen dadurch optisch nicht mehr so schön aus und wirken löchrig.

Da sie sich stark ausbreiten könnte, sollte bei der Standort- und Pflanzengefäß Wahl die Größe ebenfalls berücksichtigt werden, damit sie nicht andere Pflanzen überwuchert.

Muss man beim Substrat und beim Gießen etwas beachten?

Da unser Mottenkönig geringe Ansprüche stellt, ist er in Bezug auf die Erde ganz entspannt und kommt mit der Handelsübliche Blumenerde vollkommen zurecht. Gerne kann dies mit Kompost ergänzt werden, wodurch dann weniger gedüngt werden muss. Hierzu sollte es sich um normaler Gartenkompost oder um einen Kompost der sich um ein Substrat auf Laub-Erde-Basis handelt.

Gedüngt wird alle 14 Tage von Mai bis August, mit Flüssigdünger. Alternativ kann ein Langzeitdünger benutzt werden indem man dann alle zwei Monate Flüssigdünger hinzugibt.

Das Substrat selbst, sollte locker sein. Der Boden des Pflanzgefäßes sollte mit etwas Tongranulat bedeckt werden, damit es nicht zur Staunässebildung kommt. Denn diese sollte man vermeiden, da die Wurzeln sonst anfangen zu faulen.
Ebenfalls kann Mineralisches Substrat mit der Erde vermischt werden, somit wird
einerseits Wasser gespeichert und andererseits wird die Pflanzerde aufgelockert.

Pflanzen, die überwintert wurden, sollten Grundsätzlich auch jedes Jahr in ein neues Substrat gesetzt werden, damit der Boden anhaltend durchlässig bleibt.

Ein Tipp: Für den Topfboden können als Drainage auch Tonscherben von alten oder kaputten Pflanzgefäßen verwendet werden.

Der Mottenkönig hat einen hohen Wasserbedarf und muss demgemäß gründlich und regelmäßig gegossen werden, besonders im Sommer. Das Pflanzsubstrat sollte immer leicht feucht sein aber wie schon beschrieben keinesfalls Staunässe bilden.

Schädlinge und Krankheiten machen dem Weihrauch sehr zu schaffen

Schädlinge und Krankheiten machen dem Weihrauch sehr zu schaffen (#02)

Krankheiten und Schädlinge

Die schön strukturierte Grünpflanze ist nicht besonders anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Wenn Wurzelfäule auftritt, wurde sie entweder zu viel gegossen und/oder das Substrat war nicht locker genug, so dass sich Staunässe gebildet hat.

Wenn dies passieren sollte, kann man sie versuchen zu retten indem man, betroffene Wurzelteile abschneidet und umtopft. Die Überlebenschancen sind jedoch nicht groß.

Auch hin und wieder kann es vorkommen, dass die Weihrauchpflanze trotz ihres würzigen Aromas von Schädlingen befallen wird:

– Die weiße Fliege: Wenn die weißen Fliegen anwesend sind, wirft die betroffene Pflanze sehr viele Blätter ab. Auf der Blattunterseite sieht man die Larven. Diese saugenden Schädlinge können den Tod einer Pflanze bedeuten und man sollte diesbezüglich ein spezielles Pflanzenschutzmittel einsetzen.

– Die Spinnmilben: In der Regel zeigen sich Spinnmilben durch feine Spinnennetze auf den Pflanzenteilen. Wenn diese mit Wasser besprüht werden, sind auch die Schädlinge selbst zu erkennen. Diese sollten auch mit einem speziellen Pflanzenschutzmittel bekämpft werden.

Um seinen Weihrauch gut über den Winter zu bringen, muss man auf die richtige Raumtemperatur achten

Um seinen Weihrauch gut über den Winter zu bringen, muss man auf die richtige Raumtemperatur achten  (#03)

Die Weihrauchpflanze richtig Überwintern

Zum Ende der Vegetationsperiode, also sobald der erste Frost eintritt, gehen die Pflanzen ein. Deshalb handelt es sich normalerweise bei der Plectranthus coleoides um eine einjährige Pflanze.

Wer aber gerne einige Jahre seinen Mottenkönig kultivieren möchte, der kann die Pflanze überwintern lassen. Hierzu muss sie bereits im September/Oktober ins Haus geholt werden, da sie auch zu viel Regen nicht verträgt. Hier dient ein Raum der nicht zu warm sein darf, optimal ist eine Temperatur von 14°C. Der perfekte Ort zum Weihrauch Überwintern wäre beispielsweise ein heller Kellerraum mit indirekter Beleuchtung. Ein Winterquartier das nicht zu hell und nicht zu dunkel ist.

Neben dem Standort ist weiteres zu beachten:
– Nur von oben und sparsam gießen
– Nicht düngen

Ab März kann wieder die Wassergabe erhöht und ab April mit dem Düngen begonnen werden.
Bei der Überwinterung kann es mal passieren, dass die Pflanze, trotz guter Pflege, ihre Blätter verliert. Dies ist kein Grund zur Besorgnis! Die Pflanze wird einfach nach den Eisheiligen (Mitte Mai) am gewünschten Standort im Freien gebracht und wie gewohnt weiter kultiviert. Das neue Blattwerk, wird die Pflanze nach einiger Zeit hervorbringen.

Weihrauchpflanze schneiden

Sehr selten treten kahle oder vertrocknete Triebe auf, diese können problemlos gekürzt werden genauso, wenn einzelne Triebe zu lang sind, denn sie stören die Optik der Pflanze. Ansonsten ist ein Schnitt bei der Weihrauch Pflanze nicht zwingend erforderlich.

Einige Kriterien sind beim Schnitt selbst zu beachten:
– Scharfes Messer oder Gartenschere verwenden damit man die Stängel
nicht Quetscht
– Nicht in verholzte Pflanzenteile schneiden

Aus dem Schnittgut lässt sich, wer mag, Stecklinge schneiden. Diese werden dann bereits im Herbst zur Weihrauchpflanzen Vermehrung verwendet.


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild: gavran333-#01: Artenauta-#02: 7monarda-#03:Andrey Popov

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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