Fundament fürs Gartenhaus: Anleitung und Kosten

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Beim Bau eines Gartenhauses ist besonderen Wert auf das Fundament zu legen. Es sorgt für die Festigkeit des Häuschens auf dem Boden. Bei sehr kleinen Geräteschuppen kann es manchmal reichen, den Untergrund nur zu glätten und zu verdichten. Mit einer Betonplatte geht man aber auf Nummer sicher. Wer das Fundament in Eigenregie legen möchte, muss sich auf körperliche Arbeit einstellen.


Wem das nicht liegt oder wer nicht kann, der sollte eine Baufirma damit beauftragen. Es gibt verschiedene Varianten für das Fundament. Einerseits die einfache Bodenplatte für den einfachen Geräteschuppen. Oder aber verschiedene frostsichere Varianten, wenn das Gartenhäuschen etwas größer werden soll.

Anleitung: Die Bodenplatte

  • Die Erde 25 Zentimeter tief ausheben. Pro Seite zehn Zentimeter mehr Fläche als für die Standfläche des Schuppens nötig
  • Die Mulde mit zehn Zentimeter dicker Kiesschicht auffüllen, darauf eine etwas dünnere Schicht Sand
  • Nun die Platten oder Pflastersteine verlegen; eine Wasserwaage zu Hilfe nehmen!
  • Die Fugen mit Sand zukleistern
  • Am Ende an den Rändern eine Mörtelstütze anlegen

Möchte man ein Gartenhäuschen, das größer ist als ein normaler Schuppen und vielleicht sogar als Wochenendhaus genutzt werden soll, ist ein frostsicheres Fundament unabdingbar. In dieser Form gibt es verschiedene Möglichkeiten

Frostsicheres Fundament: 4 Möglichkeiten

Fundament fürs Gartenhaus: Das Streifenfundament #01

Fundament fürs Gartenhaus: Das Streifenfundament #01

    1. Das Plattenfundament oder auch Fundamentplatte: ist leichter herzustellen als die anderen zwei Varianten und wird daher bevorzugt eingesetzt. Die Platte ist eine super Lösung, wenn der Baugrund nicht besonders stabil ist. Das Gewicht des Gartenhauses wird hier auf eine größere Fläche verteilt. Der Nachteil dieser Option ist der hohe Betonverbrauch, den auch der Geldbeutel zu spüren bekommt. Ist der Garten schlecht zugänglich, wird es außerdem schwer, den ganzen Beton zur geplanten Stelle zu schaffen.

 

    1. Das Streifenfundament: braucht weniger Beton als das Plattenfundament, da die Bodenplatte dünner ausfällt. Das Fundament wird hier unter tragenden Wänden ausgelegt. Dafür muss der Graben allerdings mindestens 80 Zentimeter tief sein. Nur so gelangt man in den frostsicheren Grund, um zu verhindern, dass der Beton abplatzt oder sprengt. Wer keinen Minibagger ordern möchte, braucht ein Team starker Männer, das mit Spaten und Schaufeln der Grube den Kampf ansagt.

 

    1. Das Punktfundament: ist nur empfehlenswert, wenn der Baugrund an allen Stellen ungefähr dieselben Eigenschaften aufweist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass keine Basis zustande kommt, da das Fundament nicht gleichmäßig gesetzt ist. Klassischerweise besteht das Punktfundament aus neun Einzelfundamenten. Diese werden in der Mitte des Baustückes und an den äußeren Seiten entlang in gleichen Abständen angeordnet.

 

  1. Eine Sondervariante des Punktfundamentes ist das Pfahlfundament. Dieses wird verwendet, wenn sich die Chance ergibt, sein Gartenhaus möglichst nah an ein Gewässer zu bauen.

 

Welchen Beton nehmen?

Zum Selber-mischen gibt es vorgefertigte Mischpackungen an Fertigbeton, ähnlich einer Backmischung. Man muss den Beton nur noch mit sauberem Wasser anrühren. Die Entscheidung, ob man nun Beton selber mischt oder liefern lässt, hängt schließlich auch von Budget, Zugangsmöglichkeit zum Baugrundstück, eigener Arbeitskraft und weiteren Faktoren ab.


Bildnachweis: © Fotolia- Titelbild – schulzfoto, #01 sonnee101

About Author

Anja Baier ist freiberufliche Autorin und Werbetexterin. Sie gärtnert seit fast dreißig Jahren – anfangs auf den Balkons diverser Mietwohnungen, mittlerweile auf dem eigenen ca. 1000 qm großen Grundstück. Weil sie mit den eher oberflächlichen Hobbygärtner-Infos aus Büchern und Zeitschriften immer weniger zufrieden war, hat sie sich inzwischen durch mehrere Regalmeter Fachliteratur gearbeitet und dabei fleißig botanische Namen gebüffelt. Dennoch bezeichnet sie sich selbst als „faule Gärtnerin“.

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